Schickt Hacker in die DAX-Vorstände – „Marktversagen“ der europäischen Unternehmen im Technologie-Wettbewerb #32c3

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GoogleNetzaktivistin Katharina Nocun beklagt beim Jahreskongress 32c3 des Chaos Computer Clubs die Dominanz von einigen wenigen amerikanischen Plattform-Betreibern und meint dabei vor allem Facebook. Es sei kein wirklicher Wettbewerb mit dem Zuckerberg-Konzern möglich. Faktisch sei Facebook der Anbieter für soziale Netzwerke für den Großteil der Welt. Dann folgt das übliche Datenkraken-Lamento:

„Basierend auf den Informationen, welche Profile wir anklicken, weiß Facebook, in wen wir verliebt sind und ob wir nach einer Trennung noch an einer alten Beziehung hängen“, so Nocun nach einem Bericht der SZ. Die gesammelten Informationen, die normalerweise für Werbung genutzt werden, könnten gefährlich werden, wenn sie in falsche Hände gelangen.

Ich finde diese Debatte ermüdend. Ähnlich geht es wohl dem Publizisten Gunter Dueck, der ständig mit Aussagen zum Ausverkauf unserer Daten konfrontiert wird. Was die Silicon Valley-Größen bei der personalisierten Werbung praktizieren, ist erst einmal nichts anderes als ein Service. Facebook, Google und Co. geben ihre Daten…

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Frohes Fest im Slow Media-Modus :-)

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Barocke Suchmaschinen

Der Weihnachtsbaum steht, Geschenke müssen noch eingepackt und der Küchendienst verrichtet werden für die Zubereitung der Gans. Dann kann ich in den Slow Media-Modus umschalten und mich der Lektüre von Büchern widmen, die ich in Häufchenform schon mal grob vorsortiert habe. Ihr kennt das ja bereits: Subtile Jagd nach Sätzen – Klumpenbildungen und Bücherhaufen für neue Ideen.

Man erkennt grob drei Schwerpunkte:

Machteliten-Hacking-Literatur, Werke über Salonkultur – zur Vorbereitung des Bibliotheksgesprächs mit Sabria David am 5. Januar – und Bände zu meinem Forschungsvorhaben über barocke Suchmaschinen und die Klugheit des Findens.

Vom Nutzen der Bücherhaufen Vom Nutzen der Bücherhaufen

Die Lesefrüchte und Recherchen werden dann auf ichsagmal.com und in meinen Kolumnen für The European sowie die Netzpiloten ihren Niederschlag finden.

Jetzt also bequem in den Lesesessel oder die Lesecouch setzen und genüßlich in feinen Büchern blättern.

Wünsche Euch ein frohes Fest 🙂

Man hört, sieht und streamt sich nach den den Feiertagen. Bis dann.

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Gesegnetes Weihnachtsfest in Wismar?

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Frohes Fest

Wie steht es mit der Nächstenliebe bei einigen Menschen in Wismar zum Weihnachtsfest? Unser syrischer Flüchtlingsjunge, den wir in Bonn aufnehmen wollen und der eine Basis für seine berufliche Qualifikation bekommen soll, lebt derzeitig noch in einem Heim in der angeblich so weltoffenen Hansestadt in Mecklenburg-Vorpommern. Da die Stimmung gegenüber Flüchtlingen in Wismar wohl nicht gerade sehr positiv ist, werde ich den Namen des Jungen hier nicht nennen.

Er ist von seinen Eltern getrennt und kann sie derzeitig nicht kontaktieren wegen der mangelhaften Stromversorgung in Syrien. Eine Reise nach Bonn zum Weihnachtsfest wurde ihm von den Behörden untersagt. Dennoch ist er dankbar für die Aufnahme in Deutschland und wollte diese Dankbarkeit heute in der Innenstadt von Wismar mit der Verteilung von Weihnachtskarten und Blumen demonstrieren, die er von seinem kleinen Taschengeld selbst finanzierte. Seine Botschaft an uns: Niemand wollte seine Geschenke entgegennehmen. Wir haben ihn wieder aufgebaut und ermuntert, nicht…

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Allianz schätzt Wachstum für 2015 am besten – ichsagmal.com könnte dennoch gewinnen

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Allensbach-Jahresumfrage als Konjunkturindikator Allensbach-Jahresumfrage als Konjunkturindikator

Zum Jahresende hat der Wirtschaftswunder-Blog wieder gut 50 Prognosen gecheckt, die Ende des Vorjahres für die deutsche Konjunktur gemacht wurden.

Demnach haben die Konjunkturexperten der Allianz für 2015 die genaueste Prognose der Wirtschaftsentwicklung in Deutschland gemacht.

„Mit einem Wachstum von 1,6 Prozent erwarteten sie bereits Ende 2014 ziemlich genau, wie stark die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr expandieren würde. Und: die Münchener Ökonomen lagen dabei auch mit der Vorhersage richtig, dass das Wachstum stark vom Konsum (etwa plus 2 Prozent) getragen werden würde. Den zweiten Platz des Prognostiker-Rankings teilen sich in diesem Jahr die Konjunkturforscher des Kieler Instituts für Weltwirtschaft und des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK). Dies ergab die diesjährige Auswertung von mehr als 50 Prognosen für die deutsche Konjunktur, die das WirtschaftsWunder-Portal im Auftrag der Süddeutschen Zeitung gemacht hat“, schreibt Wirtschaftswunder-Blogger Thomas Fricke.

Die endgültige Wachstumsentwicklung für 2015 wird bekanntlich erst Mitte Januar 2016…

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Terrorismus kann man nur mit Ideen, Bildung und Dialog besiegen – Karikaturen aus Syrien

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Karikaturen aus Syrien

Seit Monaten beherrscht das Thema Flucht die Schlagzeilen in unserem Land. Deutschland steht als Zufluchts- und Exilland mit der Aufnahme Hunderttausender Flüchtlinge vor einer großen Herausforderung, der sich vor allem die politische Bildung stellen muss. Bildung ist wohl auch das Schlüsselwort, mit dem man den faktenarmen Hasstiraden der so genannten besorgten Bürger entgegentreten muss, die jedes noch so dümmliche Gerücht über Flüchtlinge aufgreifen, um ihren Alltagsrassismus mit neuer Nahrung zu versehen.

Jetzt eröffnete im Medienzentrum der Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn die Ausstellung „Karikaturen aus Syrien – Zeichnungen von Hussam Sara“. Die Zeichnungen des syrischen Karikaturisten berichten von der politischen Situation in seinem Heimatland, vom Krieg, der Unterdrückung durch den syrischen Diktator Bashir al-Assad und von der syrischen Zivilbevölkerung, die zwischen die Fronten gerät und fliehen muss.

In der ersten Präsentation seiner Werke in Deutschland zeigt Sara 16 aktuelle Karikaturen sowie eine Auswahl früherer Arbeiten. Nach der Begrüßung durch…

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Über die Notwendigkeit der digitalen Alphabetisierung #NEO15

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Alles vorbereitet für den netzökonomischen Käsekuchen-Diskurs Alles vorbereitet für den netzökonomischen Käsekuchen-Diskurs

“Innovation & Transformation”, “Digital Information Management” und “Digital Process Management” werden von Unternehmen als wichtigste Handlungsfelder der digitalen Transformation erachtet. Doch kaum ein Drittel attestiert sich selbst hohe Kenntnisse zu diesen und anderen Digitalisierungsthemen. Fast ebenso gering ist die Quote der Unternehmen, die digitale Fähigkeiten so etabliert haben, dass sie fest in Arbeitsabläufen integriert sind. Das sind Ergebnisse einer Studie, die die Managementberatung Detecon gemeinsam mit dem SOA Innovation Lab durchgeführt hat und die auf der Next Economy Open in Bonn intensiv diskutiert wurde.

Nach einer Erhebung von Crisp Research sind die digitalen Kenntnisse der Manager noch bescheidener: Demnach haben gerade einmal sieben Prozent der Entscheider in Deutschland das Zeug zum Digital Leader, schreibt Michael Kroker in seinem Blog:

Digital Loser im Management

“Die große Mehrheit der 503 befragten Geschäftsführer und IT-Entscheider ist noch auf einem Anfängerniveau: 71 Prozent sind laut der Umfrage ‘Digital…

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Deutsche Bank oder: Ziviler Ungehorsam darf nicht bestraft werden

Finanzwirtschaft geht auch anders

Karl Marx hat 1867 sein Werk ‘Das Kapital’ herausgegeben. Seither wird der unmäßige Kapitalismus angeprangert. Seit den 70er Jahren wird zunehmend auch in Deutschland mit politischer Verve die unmäßige Gier angeprangert, die Menschen müssten sich dagegen zur Wehr setzen. Es wird außerdem befürchtet, daß ‘Die Verantwortlichen’ für die kapitalistischen Eskapaden der letzten Jahrzehnte klammheimlich straffrei ausgehen könnten.

Im August 1979 erschien in ‘Die Zeit’ ein Artikel zum sog. Mescalero-Prozeß. Die Zeit zitiert darin Johannes Agnoli, einen politisch engagierten Hochschullehrer, der forderte,

“das Recht auf freie politische Meinungsäußerung praktisch wahr[zu]nehmen.“
http://www.zeit.de/1979/08/strafprozess-um-mescalero-nachruf

Das Recht auf politische Meinungsäußerung praktisch wahrnehmen! Wie geht das? Heutzutage fordert das sogar der Bundes[tags]präsident, doch 1979 wurde daraus schnell ein Politikum, in dem das Wort vom Zivilen Ungehorsam die Runde machte.

Mit Beginn der sog. Finanzkrise, in der u.a. 2008 die Investmentbank Lehman Brothers pleite ging, kam die Banken-Branche, die Europäische Union, ja die gesamte Weltwirtschaft nicht mehr zur Ruhe. Nun zeigen sich die Folgen der Finanzkrise auch bei der ‘Deutschen Bank’.

John Cryan, der neue CEO,  verkündete am 29.10.15 in einer Pressekonferenz daß 9000 Arbeitsplätze gestrichen werden und die “schrecklich ineffektive IT” vereinfacht werden müsse.

Außerdem wurden in der Pressekonferenz, ähnlich wie bei VW, Fehler der Vergangenheit eingeräumt, daß man immer nur ‘Der Größte’ und nicht ‘Die Beste’ sein wollte.

Das öffentliche Büßertum hat schon fast den Hauch einer Ironie!
‘Die Gier’ ist schuld, darin sind sich jetzt also die politische Linke, der CEO von VW und der Chef der Deutschen Bank einig.
Doch wer ist die personifizierte Gier und wo ist ihr Wohnsitz? (1)

katze-wird-im-spiegel-zum-loewen-dxpfxp9pv5-20 @ lol.de
Sieht so der Raubtierkapitalismus aus? #CatContent (http://www.lol.de/just4fun/witzige-spiegelbilder-292/katze-wird-im-spiegel-zum-loewen-dxpfxp9pv5-20.jpg)

Investmentbanking.

John Cryan hat also angekündigt, daß das heftig umstrittene Investmentbanking, das den Banken besonders hohe Gewinne bescherte, zurückgefahren wird.

Investmentbanking ist, vereinfacht gesprochen, ein großer Trichter in das Geld hineingefüllt wird, in eine Black Box. Durch geschicktes Handeln der Kundendienstleister in Ihrer Bank vermehrt sich Ihr Geld und Sie haben idealtypisch nachher mehr davon, alles in allem also eine ‘hochgeschätzte’ Dienstleistung.

Der Ex – Vorstand der Deutschen Bank, Josef Ackermann, sorgte am 21. Januar 2004 für erhebliches Aufsehen durch die Aussage:

„Dies ist das einzige Land, in dem diejenigen, die Erfolg haben und Werte schaffen, deswegen vor Gericht gestellt werden.

Wer ist schuld und wer trägt die Verantwortung? Die Verantwortlichen müssen endlich vor Gericht gestellt werden!

Wir wissen aus statistischen Untersuchungen und wissenschaftlich durchgeführten Versuchen (etwa von Burton Gordon Malkiel, Princeton University) sehr genau, daß die Dienstleister in den Banken unser Geld nicht verdienen (2) und die Boni für besondere Leistungen auch nicht, denn Affen, die mit Dartpfeilen werfen, haben z.T. eine bessere Performance als die hochbezahlten Fondsmanager. Der Nobelpreisträger Dan Kahneman hat das in einem Satz zusammengefasst so formuliert:

„Viele Investoren machen bei ihren Wertpapiergeschäften durchgehend Verluste, eine Leistung, mit der es ein Dartpfeile werfender Schimpanse nicht aufnehmen könnte.” Dan Kahneman: Schnelles Denken, Langsames Denken, S. 271

Das Alltags-Rätsel.

Doch warum geben wir ‘Den Banken’ dann unser Spiel-Geld? Es handelt sich schließlich jedes Jahr um viele Milliarden, unsere Milliarden.

Man mag einwenden, daß die Großen Kapitalgesellschaften, Versicherungen etc. das Prozedere viel stärker beeinflussen als wir. Stimmt leider nicht.

Es ist unsere Schuld, wenn wir in Mathematik, Statistik, Verhaltensbiologie, Evolution in der Schule nicht aufgepasst haben oder wenn wir es versäumt haben, uns diese frei verfügbaren Kenntnisse im freien Leben anzueignen. Die ernüchternde Wahrheit ist, daß wir uns in allen unseren täglichen Handlungen genauso ‘irrational’ verhalten. Der Alltag ist unbestechlich; nicht die Meinungsumfrage, wie wir uns theoretisch verhalten würden.

Im Oktober haben wir in einem Artikel bei Geist &Gegenwart( http://www.geistundgegenwart.de/2015/10/modulare-theorie.html )

die Mechanismen der Faulheit, für die niemand anderes und niemand Geringeres(!) verantwortlich ist als die Evolution, eindrucksvoll geschildert.

Es ist und bleibt in unserer Verantwortung, wo wir einkaufen, wo und für wen wir arbeiten, wem wir unser Geld geben. Mit anderen Worten, Freispruch für Ackermann und Winterkorn. Nicht die anderen sind schuld sondern wir. Die Evolution & Wir und niemand sonst gehören auf die Anklagebank.

Niemand, wirklich niemand zwingt uns dazu unser Geld einer herkömmlichen Bank zu geben statt beispielsweise einer Genossenschaftsbank, die bekanntermaßen keine Gewinne als Boni ausschüttet.

Ja, die Bank wechseln ist unbequem; viel bequemer ist es bei avaaz auf Like zu klicken für ‘Nein gegen Lebensmitelspekulation’.

Die Aufforderung zum Zivilen Ungehorsam gibt es seit den berühmten 68er Jahren…

Unser täglicher Weg zur Bank, zum Laden, zur Firma -zum Weltfrieden- ist nicht mit Leichen gepflastert, es gibt keine Polizeikommandos, die uns verbieten, coole Milch zu kaufen oder zur Genossenschaftsbank zu wechseln. Das Schöne dabei ist, wir können jederzeit damit anfangen. Täglich! Heute!

Es gibt keine Stasi, die uns daran hindert, für Unternehmen zu arbeiten, die Werte haben.

Leben wir in einer Diktatur? Die Diktatur der Neuzeit, eine solche Diktatur hat es früher noch nie gegeben. Die Diktatur hat einen Namen: es ist die Freiwilligen-Diktatur. Denn wir machen das schließlich alles freiwillig!

Diese Erkenntnis mag ziemlich unbequem und überraschend sein, doch die seit 1979 geäußerte Aufforderung:

“indem wir das Recht auf freie politische Meinungsäußerung praktisch wahrnehmen.“   

ist noch nie aktueller als jetzt gewesen.

Handeln statt Reden. Meinungsäußerung und Verantwortung praktisch wahrnehmen. Und nicht: ‘Die Spieltheorie’ für den inneren Schweinehund und fürs Nicht-Agieren verantwortlich machen.

Das ist Die Aufforderung zum Zivilen Ungehorsam.

  1. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/evolution-und-wirtschaftsysteme-die-gier-ist-aelter-als-der-kapitalismus-1.2547695
  2. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bank-ohne-bonus-macht-kein-banker-die-finger-krumm-1.2751721

Über stinkende Fische, Hundefutter und digitale Werkzeuge in Unternehmen

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Heute schon mit digitalen Werkzeugen gearbeitet? Heute schon mit digitalen Werkzeugen gearbeitet?

Wie kann man Digitalkompetenz erwerben, ohne mit den Werkzeugen der digitalen Sphäre in Berührung zu kommen, fragt sich das Notiz-Amt. Thomas Knüwer verweist auf das neue Buch “The Innovators – How a Group of Hackers, Geniuses, and Geeks Created the Digital Revolution” des Steve Jobs-Biografen Walter Isaacson. Menschen könnten nichts im Internet erfinden. Sie erweitern eine Idee, die schon existiert:

“Die besten Innovatoren waren die, die die Flugbahn technologischer Veränderungen verstanden und den Staffelstab von Innovatoren vor ihnen übernahmen.”

Wer Innovationen im digitalen Zeitalter erzeugen will, müsse nicht nur auf der Höhe der Zeit sein, schreibt Knüwer in seinem Blog “Indiskretion Ehrensache”:

“Er muss am schneidenden Rand der Entwicklung sein, dem ‘Cutting Edge’.”

Am Beispiel der Verlagsbranche sieht Knüwer wenig Erfreuliches. Es sei eine Binse, dass Fische vom Kopf her stinken.

“Doch in Unternehmen läuft es eben so: Wenn der Chef etwas tut…

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So geht #Innovation und #Diversity

Am 11.05.2000 erschien in der Zeitschrift Nature ein Artikel zur Rolle von IT und Datenbanken in den Naturwissenschaften, darin folgendes Zitat:

„Science is an assault on ignorance, Its legacies are concepts, technologies and databases.
As with many walks in life, *the most glamorous legacies tend to get the most attention* and the least are neglected“
http://socrates.berkeley.edu/~scotch/maureretal_nature.pdf

Ganz aktuell (Dez. 2015) erschienen in Bild der Wissenschaft bzw.  Süddeutscher Zeitung folgende Artikel zu
– Charisma und
– Schlagfertigkeit und
– sog. sozial-unangepasstem Verhalten.

#Diversity hat mittlerweile in Management-Abhandlungen fast Kultstatus erreicht; doch offensichtlich fehlt es an der rechten Würdigung von evolutionären und sozial- & organisations-psychologischen Faktoren
um dieses theoretische Gut ‚Diversity‘ auch entsprechend umzusetzen bzw. auf die Straße zu bringen, wie es so schön heißt.

„So wie sich Hochbegabte verhalten, denken alle sie wollen Karriere machen. SIE WOLLEN ABER NUR ARBEITEN…
Anderssein wird leider oft als störend wahrgenommen, nicht als bereichernd, unangepasstes Verhalten sorgt für Irritation“
http://www.sueddeutsche.de/karriere/hochbegabung-zu-schlau-fuer-die-karriere-1.2755333

William von Hippel zu Charisma:
„Obwohl wir erwartet hatten, dass geistige Geschwindigkeit mit Charisma zu tun hat, dachten wir, dass dieser Faktor weniger wichtig ist als der Intelligenzquotient“, sagt Stundenleiter William von Hippel.
„Die korrekte Antwort auf eine schwierige Frage geben zu können scheint aber weniger wichtig zu sein, als die Fähigkeit, eine große Anzahl von sozialen Reaktionen in einem kurzen Zeitfenster von sich zu geben“,
resümiert von Hippel, http://www.wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/9023472

Die Sueddeutsche Zeitung zitiert William von Hippel folgendermaßen:
„Hippel erklärt den Befund mit einem Exkurs in die sogenannte soziale Intelligenz, also das Vermögen, in Situationen erwünschten Normen entsprechend zu reagieren. „Unsere Ergebnisse zeigen,
dass soziale Intelligenz nicht nur bedeutet, das richtige Handeln zu erkennen“, sagt Hippel, „sondern dieses auch so schnell wie möglich auszuführen.““
http://www.sueddeutsche.de/wissen/psychologie-beliebte-schnelldenker-1.2766001

Auf die (Natur-) Wissenschaften bzw. auf die sog. Jungen Wilden von der #Innovationsfront (Stichwort #DigitalLife) übertragen, muß man sich konsequenterweise die Frage stellen, wie wir Innovationen befördern und welche Innovationen wir wollen und brauchen:

Nur die schnellste, nicht die beste oder intelligenteste Verhaltens-Antwort bzw. die optimale Lösung zählt?!?
Susan Cain hat dieses Phänomen in Ihrem Buch Quiet (‚Still‘) in einem Beispiel beschrieben.
An der Harvard Business School wurde ein Rollenspiel ‚Überleben in der Subpolarregion‘  durchgeführt:
„Ein Kommilitone hatte das Glück in einer Gruppe zu sein, in der ein junger Mann über ausgiebige Erfahrungen mit den abgelegenen Regionen des Nordens verfügte. Er hatte viele gute Ideen… Nur hörte die Gruppe nicht auf ihn, weil er seine Ansichten nicht mit genug Nachdruck vertrat… Unser Aktionsplan basierte auf den Vorschlägen der redefreudigsten Leute, erinnert sich ein Student…
Wenn Sie an Konferenzen denken… bei denen sich die Ansicht der dynamischsten oder redefreudigsten Person durchsetzte und das zum allgemeinen Schaden. Wenn wir davon ausgehen, dass stille und laute Menschen in etwa die selbe Anzahl an guten (oder schlechten) Ideen haben, dann sollte der Gedanke, dass nur die lauteren und energischeren Menschen sich durchsetzen, uns besorgt aufhorchen lassen. Das würde bedeuten, das ein ganzer Haufen schlechter Ideen siegt, während viele gute untergehen. Studien in Gruppendynamik belegen, dass genau das passiert… Redefreudige Menschen erscheinen uns klüger als stille“
http://www.geistundgegenwart.de/2011/08/still-die-bedeutung-von-introvertierten.html

Und noch ein weiteres *wortwörtliches* Zitat von Susan Cain:
„Es reicht nicht aus […] am Computer eine großartige statistische Regressionsanalyse durchführen zu können,
wenn man zu zaghaft ist, die Ergebnisse vor einem Team von Führungskräften zu präsentieren…
(Augenscheinlich ist es in Ordnung, sich bei einer Regressionsanalyse zaghaft anzustellen, solange man großartige Reden schwingt).“

„All change is AGAINST the rules“ sagt Polly La Barre:
http://ed.iiQii.de/gallery/Die-iiQii-Philosophie/PollyLaBarre_managementeXchange_com

Das sollte uns zu denken geben, bei der Förderung aller Neuen Ideen als auch bei der Weltklima-Konferenz.
Innovationen wollen heutzutage praktisch alle, in theoretischen Statements, aber am liebsten von ‚dressierten Äffchen‘ und ‚angepassten Innovatoren‘.

Mittelstand digital: Zwischen Hardware und My-Hammer #office365 #NEO15 @isarmatrose

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Mittelstandstalk

Kann der Mittelstand von StartUps lernen? Welche Erfahrungen haben wir mit der Next Economy Open gemacht? Erleben wir im Mittelstand ein digitales Wirtschaftswunder? Wie stellen sich Handwerksbetriebe auf die Vernetzung ihrer Geschäfte ein? Welche praktischen Schritte sollten Firmen in der Netzökonomie jetzt vollziehen? Diese Fragen diskutierte Microsoft in München mit Vertretern der Wirtschaft und der Netzszene. Ich war auch dabei. Moderiert wurde der Abend von Tobias Schwarz, Chefredakteur der Netzpiloten.

Die wichtigsten Statements habe ich aufgenommen und zu einem Podcast verarbeitet.

Man hört, sieht und streamt sich im Netz.

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