Weitsicht für Technikrevolutionen im Land der Korinthenzähler: Auf den Spuren von Heinrich von Stephan

Bleibt aktuell.

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Es fehlt den liebwertesten Gichtlingen in der Politik für wirklich wegweisende Zukunftsprojekte die geistig-kulturelle Beweglichkeit und schöpferische Arbeit des von mir mehrfach hoch gelobten Generalpostmeisters Heinrich von Stephan, der im Berlin des 19. Jahrhundert eine Flut von Technikrevolutionen auslöste. In meiner heutigen Kolumne für das Debattenmagazin „The European“ habe ich das noch einmal aufgegriffen.

Er erkannte sofort die wirtschaftliche und gesellschaftliche Dimension der elektrischen Nachrichtenübertragung. Mitte Oktober 1877 wurde Stephan ein Bericht der Zeitschrift „Scientific American“ vom 6. Oktober 1877 über Bells Telefon vorgelegt. Schon am 24. Oktober hat er zwei Telefone in Händen. Es waren die ersten Apparate, die überhaupt nach Europa kamen. Schon am gleichen Tage beginnt der Generalpostmeister mit den ersten Versuchen in seinem Amtsgebäude. „Dann werden das Generalpostamt Berlin, Leipziger Straße und das Generaltelegraphenamt in der Französischen Straße verbunden“, schreibt Hermann Heiden in seinem Buch „Rund um den Fernsprecher“, erschienen 1963 im Georg Westermann Verlag.

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Apple und IBM: „Kommt zusammen, was zusammengehört“

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Pallenberg und Oppermann

Zu den Höhepunkten der IBM BusinessConnect in Köln zählte für mich der Auftritt von Sascha Pallenberg (Mobile Geeks) im Verbund mit Axel Oppermann (Analyst), die sich im lockeren Plausch auf Bühne 3 über die Allianz von Apple und IBM äußerten. Bis zu dieser Session hatte ich eigentlich überhaupt nicht über das Bündnis der einstigen Rivalen nachgedacht. Aber Sascha und Axel machten auf einige Punkte aufmerksam, die uns in den nächsten Jahren noch beschäftigen werden.

Wenn man sich beispielsweise anschaut, wie viele iOS-Geräte mittlerweile in der Arbeitswelt eingesetzt werden – aber eher nach dem Bring-Your-Own-Device-Prinzip. Es gibt keine klare Strategie, diese Geräte in der Geschäftswelt zu integrieren. Den IT-Verantwortlichen in den Unternehmen fehlte bislang die Planungssicherheit, um das Hard- und Software-Ökosystem von Apple mit den Anwendungen im Business-Umfeld zu koppeln.

Das könnte sich nun mit der IBM-Partnerschaft ändern, die rund 150 Applikationen für den Geschäftseinsatz im Portfolio haben und iOS-Geräte für…

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Mehr Nerd-Geist gefragt – Bonner Next Economy Open als Plattform für Wirtschaft und Netzszene #NEO15

Netzstrategien für die Wirtschaft

Bühne frei für die Next Economy Open im Rheinischen Landesmuseum in Bonn Bühne frei für die Next Economy Open im Rheinischen Landesmuseum in Bonn

Wer sich mit der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft beschäftigt, sollte nicht nur Internet-Werkzeuge im Blick haben, sondern muss die Veränderungen betrachten, die sich aus der Logik des Netzes ableiten:

„Wirtschaft, die im Internet stattfindet, kann kaum mehr sinnvoll abgegrenzt werden von solcher, die nicht im Internet stattfindet“, so die Einschätzung von Christoph Kappes.

Digitalisierung der Landwirtschaft, Robotereinsatz in der Altenpflege oder Online-Marktplätze für Handwerker sind nur einige Phänomene, die auch traditionelle Branchen auf den Kopf stellen.

„Wenn heute jeder mit jedem online kommuniziert, Geschäfte zunehmend nicht mehr im sauerländischen Konferenzraum, sondern weltweit im Browser getätigt werden, Arbeitsplätze nach digitaler Sexyness ausgewählt werden, das Netzwissen unseren Alltag und unsere Kultur prägt, stellt sich die Frage, wie die deutschen Traditionsunternehmen in Zukunft bestehen sollen“, fragt sich der Mittelstandsexperte Marco Petracca.

Besonders in diesen Unternehmen wird nach Ansicht von…

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New Work: Chancen für den Mittelstand – #NEO15 Session von @marymicrosoft

#NEO19x Matchen, Moderieren, Managen

Wirtschaft trifft Netzszene im Rheinischen Landesmuseum in Bonn Wirtschaft trifft Netzszene im Rheinischen Landesmuseum in Bonn

Die digitale Transformation ist für den Standort Deutschland und jedes einzelne Unternehmen eine gesamtgesellschaftliche und betriebswirtschaftliche Pflicht, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und der Betriebe auf Dauer zu sichern.

Die zunehmende Globalisierung des Wettbewerbs, sich immer schneller verändernde Märkte und ein Kundenverhalten, das nach personalisierten Produkten und Dienstleistungen und nach mehr Nähe zwischen Anbieter und Kunde verlangt, lassen sich nur mit durchgehend digitalisierten Prozessen meistern.

Gleichzeitig bietet die digitale Transformation Raum für völlig neue Ideen, Geschäftsmodelle und die Eroberung neuer Märkte, die ohne die Mittel der Digitalisierung vielen, gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen verschlossen blieben. Cloud-Technologien, ohne die die digitale Transformation nicht denkbar ist, sorgen für eine Demokratisierung der Märkte und Öffnung für kleine und mittelständische Unternehmen.

„Wir glauben daran, dass durch die digitale Transformation ein digitales Wirtschaftswunder möglich ist“, so Marina Treude von Microsoft, Strategy SMB Lead Office 365.

Ohne die…

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Das Gegenteil von Startups: Wie Solopreneure arbeiten #NEO15 Session @julianheck

#NEO19x Matchen, Moderieren, Managen

Rheinisches Landesmuseum in Bonn. Am 9. und 10. November Anlaufstation für Solopreneure, Entrepreneure, Gründer, Entwickler, Programmierer, Hacker, Nerds, Mittelständler, Manager,  Wissenschaftler, Studenten und Verbandsvertreter. Rheinisches Landesmuseum in Bonn. Am 9. und 10. November Anlaufstation für Solopreneure, Entrepreneure, Gründer, Entwickler, Programmierer, Hacker, Nerds, Mittelständler, Manager, Wissenschaftler, Studenten und Verbandsvertreter.

Überall ist die Rede von Startups. Zig Medien berichten über Neugründungen, Investitionen in Millionenhöhe und Gründer-Teams. Mit „Die Höhle der Löwen“ hat die Startup-Szene auch im Fernsehen einen Platz gefunden.

Das ist richtig und wichtig, aber in Vergessenheit gerät dabei, dass es sehr viele Unternehmer gibt, die alleine unterwegs sind: Freelancer und Solopreneure. Die beiden Typen eines Solo-Unternehmers unterscheiden sich vor allem darin, dass Solopreneure nicht für andere arbeiten – also keine Auftragsarbeit leisten -, sondern ihr eigenes Ding machen. Die Besonderheit: Anders als Startups wollen sie nicht mit Mitarbeitern wachsen, sondern alleine bleiben – das Geschäftsmodell soll aber trotzdem skalierbar sein.

„Was den Unternehmer-Typus Solopreneur noch ausmacht, wie sie ein skalierbares Geschäftsmodell ohne Mitarbeiter erschaffen, warum Ortsunabhängigkeit eine große Rolle spielt und wie Solopreneure sonst…

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Methodik für überraschende Erkenntnisse #NEO15

#NEO19x Matchen, Moderieren, Managen

Vom Glück des Findens

Das 760 laufende Meter umfassende Tessiner Archiv des legendären Ausstellungsmachers Harald Szeemann wird von einem Chaos der Ordnungen in allen Ebenen beherrscht. Zettel an Schnüren von der Decke, Karteikästen mit Registern auf Tischen, Schubladenschränke, Regale, Kisten und Tüten, Versuche des Reihens und Stapelns, der Serien- und Haufenbildungen. „Unordnung ist eine Quelle der Hoffnung“ steht unter einem Regalbrett:

„Das Wichtigste ist für mich, mit geschlossenen Augen durchzugehen, und meine Hand wählen zu lassen.“

Szeemann baut also einen Zufallsmechanismus in seine analoge Sammlung ein. Im wissenschaftlichen Kontext geht man bekanntlich anders vor. Wenn Forscher sehr sicher sind, was genau sie wissen wollen, entsteht dabei zwischen Lesen und Schreiben keine große sachliche und zeitliche Lücke.

„Man bibliografiert, welche Beiträge geleistet worden sind, und notiert sich, was ihnen entnommen werden kann“, schreibt Jürgen Kaube in seinem Beitrag „Luhmanns Zettelkasten oder Wie ist gedankliche Ordnung möglich? im Ausstellungskatalog „Serendipity – Vor Glück des Findens“, erschienen…

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Live-Hangout: Wirtschaftsirrtümer, Abwrack-Politik und die Dematerialisierung der Volkswirtschaft #NEO15 #wmbn

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Auf zur #NEO15 am 9. und 10. November in Bonn.

Ständig wird einem von Lobbyisten und Regierungspolitikern eingetrichtert, wie wichtig die Industrie sei als Stabilitätsfaktor der Konjunktur. Das debattierten wir mal wieder kräftig beim Webmontag in Bonn.

Länder wie Frankreich hätten es da nicht so gut. Die gallische Wirtschaft sei weitgehend deindustrialisiert, produziere nichts mehr Gescheites oder müsse wie Peugeot Citroën von chinesischen Konzernen aufgefangen werden. Was da wohl noch mit VW passiert. Ein anständiger industrieller Anteil wird als Voraussetzung für eine ausgewogene ökonomische Entwicklung gesehen. Die VWL-Berater flöten es Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel ins Ohr: Es müsse wieder mehr produziert, gebaut, geschraubt werden. Das war auch nach der Finanzkrise das Allheilmittel.

Abwrack-Politik

Abwrackprämie statt Investitionen in Wissensberufe oder den Ausbau der digitalen Infrastruktur. So konnte der Industriesektor seinen Anteil an der Wertschöpfung bei 25 bis 26 Prozent stabilisieren. Gleiches gilt für die Zahl der Industriebeschäftigten. Für die globalen Märkte hat sich Deutschland auf Luxusautos, Maschinenbau und Chemie spezialisiert – allerdings…

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