Digital zwischen Wahn und Sinn – wie gelingen „digitale Erfolge“?

#WirtschaftimRheinland

Im digitalen Rausch …

Mit zunehmenden Alter hat man den Vorteil, dass man auf alte Fehler zurückblicken und daraus lernen kann. Im besten Fall waren es Fehler anderer, im schlechtesten Fall die eigenen Fehler. In der New Economy – die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch – wurde im digitalen Rausch wirklich alles Digitale gehypt und viele der damaligen Player wie Amazon sind tatsächlich bis heute die kreativen Zerstörer, die den ökonomischen Wandel vorangetrieben haben und weiter vorantreiben werden.


Abb 0: Die Weihnachtsgeschichte, wenn uns Vergangenheit und Zukunft warnen (Youtube)

Insofern: Ein Halleluja auf die damalige und die heutige digitale Heilsbotschaft und ihre Repräsentanten?! Die Antwort ist ein klares Jein, denn den Erfolgen von Amazon & Co. stehen auch Irrwege bis hin zu wahnhaften Auswüchsen gegenüber! Im folgenden Beitrag thematisieren wir zunächst drei Formen des digitalen Irrwegs bzw. des vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen digitalen Wahns (als Merkhilfe 3M: „Me-too“…

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Über paradoxe Interventionen gegen die Totalüberwachung #NSADADA

#WirtschaftimRheinland

Merkel und NSA

Wie viele Vollpfosten, Dummschwätzer, unterbelichtete Politologen, wichtigtuerische Spione und paranoide Aktenknechte sitzen wohl in den Sicherheitsdiensten von BKA, NSA & Co., die sich selbst verwalten, krampfhaft nach äußeren Feinden fahnden und innere Feinde im Kollegenkreis, in der Familie und bei Freunden vermuten? Jeder verdächtigt jeden. Ein ewiger Kreislauf, der sich aus einem grundlosen Misstrauen speist und auf öffentliche Finanzmittel wie ein Schwarzes Loch wirkt.

Wenn es allerdings um strategischen Sachverstand, Intuition, Kombinatorik, politischen Spürsinn und Recherchefähigkeit ankommt, versagt das Schlapphut-Idiotensystem kläglich.In ihrer penetranten Sammelwut können CIA, NSA und sonstige geldverschwenderische Überwachungsbehörden die Bäume vor lauter Wald nicht mehr erkennen. Selbst mit den modernsten und teuersten Analyse-Werkzeugen wie Big Data, Data-Mining, Spracherkennung, Trojanern und sonstigem Spionage-Spielzeug sind sie nicht in der Lage, mit der Datenflut umzugehen. Die von Algorithmen extrahierten Beziehungsmuster sagen nur dann etwas aus, wenn Analysten in den Sicherheitsbehörden die richtigen Schlüsse aus dem Material ziehen – und dann…

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Netz-Diskurse ohne biologistisches Imponier-Gehabe – Warum Frau Zucker den Kappes nicht versteht

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BiologismusDie Kolumnistin Renée Zucker versucht sich in einer biologistisch-evolutionstheoretischen Einordnung der Posting-Sucht:

„Ein Blogger, der sich selbst als Pionier des Internets bezeichnet, beschreibt seine Hilflosigkeit angesichts des Lesens einer Wochenzeitschrift. Er hatte so lange kein bedrucktes Papier mehr in der Hand. Offenbar ein Mann mit robuster rundum-Gesundheit und selbstorganisierten Haaren, der seine Zeit weder in Arzt-Wartezimmern noch Frisörsalons vertut“, schreibt die RBB-Hobby-Biologin Zucker.

Gemeint ist Christoph Kappes, der in einem Blog-Beitrag seine Entwöhnung von gedruckten Medienprodukten thematisiert:

Auf der Suche nach Krankheitssymptomen im Netz

Kappes hat es schlicht verlernt, Prinz-Magazine zu lesen.

„Und noch mehr: das Teilen (sharen) ist mir eine so selbstverständliche Handlung geworden, dass ich gar nicht weiß, warum ich Print lesen soll, kann ich doch diese wichtige Funktion damit gar nicht vornehmen. Warum soll ich lesen, was ich nicht teilen kann? Warum soll ich lesen, was ich nicht kopieren kann, was ich nicht kommentieren kann…

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Netzökonomische Themen auf der re:publica in Berlin #rp15

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DIE Blogger-Konferenz in Berlin! DIE Blogger-Konferenz in Berlin!

Langsam muss ich mich wohl ein wenig inhaltlich vorbereiten für meine diesjährige Exkursion zur re:publica in Berlin. Hier also meine grobe Programmplanung mit netzökonomischer Ausrichtung:

Fünfter Mai:

WORKING IN THE ON-DEMAND ECONOMY, 12:45 BIS 13:15, Stage 2.

DER WEG VON DIGITALER BOHÈME BIS #OUTOFOFFICE, 16:00 BIS 17:00, Stage 8.

Sechster Mai:

NEUES EUROPA, NEUE ARBEITSWELT – WIE, WANN UND WO PASSIERT DAS, 10:00 BIS 11:00, Stage 3. Oder alternativ: SCHWARMDUMMHEIT mit Gunther Dueck von 10:00 bis 10:30, Stage 1.

E-MAIL-WAHNSINN: ZEIT FÜR EINE NEUE ART ZU ARBEITEN #IBMDESIGN #NEWWAYTOWORK, 11:15 BIS 12:15, Stage 3 (praktisch, da brauche ich den Raum nicht wechseln).

Siebter Mai:

Absolutes Highlight: „ONLINE? BRINGT UNS NICHTS!“ – EIN DEPRIMIERENDER LAGEBERICHT AUS DEN CHEFBÜROS DEUTSCHER INDUSTRIEUNTERNEHMEN, 13:00 BIS 13:30 (verdient mehr Zeit!), Stage 8.

KARL DER KÄFER WURDE NICHT GEFRAGT – DER KURZE FRÜHLING DES INTERNET OF THINGS (ODER:…

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Aus der Serie: Fußgängerzonen-Idylle

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Bonn-Zentrum

„Die eigenschaftslose Stadt ist alles, was von dem übrig bleibt, was früher einmal Stadt gewesen ist“, schreibt Rem Koolhaas in seinem Opus „Die Stadt ohne Eigenschaften“.

Hier bin ich nicht Mensch, hier will ich nicht sein Hier bin ich nicht Mensch, hier will ich nicht sein

Der Verfall der Urbanität setzte mit dem Bau der Fußgängerzonen in den 50er und 60er Jahren ein. „Ramschläden oder leere Ladenlokale prägen seither die ohnehin schlichte und auswechselbare Bebauung“, so Eva Pasche. Nachzulesen im Buch des Fotografen Rüdiger Kramer „Fussgängerzonen – Bilder aus Städten“.

Wer so etwas baut, braucht sich über ausbleibende Kunden nicht wundern Wer so etwas baut, braucht sich über ausbleibende Kunden nicht wundern

Flanieren und Verweilen - aber nicht hier Flanieren und Verweilen – aber nicht hier

Händler in Fußgängerzonen sollten nicht gegen das Internet protestieren, sondern die Abrissbirne beauftragen für eine Änderung der Baukultur.

Leerstand vorprogrammiert Leerstand vorprogrammiert

Neue Gemütlichkeit Neue Gemütlichkeit

Siehe auch:

Internet gefährdet #Blumenkübel-Flair der Fußgängerzonen: Aktion Schwarze Schaufenster

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Wer die Masse zu repräsentieren vorgebe, kämpfe in Wirklichkeit darum, sie zu erziehen

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Lust am Diskurs Lust am Diskurs

Erst marxistisch, dann daneben. Der Publizist Peter Gente hielt sich nicht an die Regeln – und schuf so ein erfrischend GUT gelauntes Lebenswerk.

Lesenswert der Luhmann-Band „Archmides und wir”. Nachgeholfen hatte der Luhmann-Schüler Dirk Baecker mit einem Brief an Gente:

„Heute würde ich Ihnen gerne zwei Buchprojekte vorstellen, die sehr GUT in Ihre Tradition innovativen Traditionsverzichts passen würden. Im ersten Projekt handelt es sich um einen kleinen Band mit den gesammelten Interviews von Niklas Luhmann. Sie haben sicherlich mitverfolgt, zum Beispiel in der FR und in der taz, dass Luhmann einen sehr kühlen und ironischen, manchmal bissigen und in der Selbstkommentierung an ‚Monsieur Teste’ erinnernden Interviewstil entwickelt hat, der diesem Genre wieder etwas literarischen Schwung verleiht. Allesamt immer etwas launige, auf Tagesgeschehen und – eindrücke bezogene Kommentare, können sie doch auch als Einführungen in den spezifisch luhmannschen Theoriestil dienen“, so der Auszug des Becker-Schreibens, abgedruckt im neuen…

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Auch Hedgefonds sind Aasgeier – Unternehmen und Staaten als Spekulationsopfer

Hulk des Tages für Hedgefonds

Hulk des Tages für Hedgefonds

Am Aktienmarkt sind immer häufiger die privaten Anleger die Verlierer. Unternehmen buhlen um Ihre Gunst um eine stärkere Streuung der Aktien zu erzielen, dann aber werden sie wieder vernachlässigt und die großen Investoren bestimmen den Takt. In wie weit dient die Finanzwirtschaft eigentlich noch der Realwirtschaft und welche Rolle spielen dabei die Privatanleger am Aktienmarkt? Spielen dabei überhaupt noch unternehmerische Interessen eine Rolle oder geht es nur um den schnellen Gewinn an der Börse? Was haben Finanzmärkte seit dem Ausbruch der Lehman-Krise gelernt? Wendet man den Blick noch auf die überwältigende Zahl von Unternehmen, die selbst in der Ära der Finanzskandale von ihren soliden Prinzipien der Betriebsführung nicht abrückten? Nach Auffassung des Schweizer Management-Professors Fredmund Malik ist das nicht der Fall: Man habe sich von einer kleinen egozentrischen Minderheit von kurzfristig agierenden Spekulanten in die falsche Richtung führen lassen.

In der ökonomischen Theorie werde ein Problem maßlos überbewertet, das täglich in allen Ländern millionenfach problemlos gelöst wird. Es geht um das so genannte Principal-Agent-Problem – das heißt, die Frage, wie man als Eigentümer die im Auftrag handelnden Personen so steuert und überwacht, dass man nicht systematisch betrogen wird. Malik definiert die erfolgreichen Firmen als „Unternehmerisch geführte Unternehmen“ (UMU). Bei diesem Unternehmenstyp gehe es nicht um Größe, sondern um die Art der Führung. Das Shareholder Value-Prinzip habe das Unternehmertum auf finanztechnische Kennziffern reduziert. Gewinn könne man aber nicht mit wirtschaftlich-unternehmerischer Leistung verwechseln.

Deal-Maker regieren den Finanzmarkt

„Die Wirtschaft muss den Deal-Makern und Spekulanten entzogen werden, denn sonst kollabiert das gesamte System in einem Sumpf aus Fälschungen, Korruption und Wirtschaftskriminalität“, so das harte Urteil von Malik.

Heutzutage seien Shareholder keine Aktionäre mehr im Sinne des unternehmerischen Eigentümers.

„Sie kaufen Aktien nicht als Anleger, um sie wegen des Unternehmens und seiner Leistungsfähigkeit zu halten. An den Unternehmen selbst ist diese Art von Aktionär im Grunde nicht interessiert, sondern an der schnellen Performance für Fonds-Manager und Zertifikatsbesitzer“, bemängelt der Schweizer Wirtschaftswissenschaftler.

Die 100 größten Money Manager Amerikas verwalten fast 60 Prozent der US-Aktien und da gehe es in erster Linie um die Turnover-Rate, also um Aktienumschichtungen und weniger um unternehmerische Belange, sonst würden diese Manager die Papiere länger halten. Malik plädiert daher für eine Neuregelung des Aktienrechtes.

„Wer an der Bestellung des Aufsichtsrates und über diesen Weg an der Corporate Governance mitwirkt, soll eine Haltefrist beachten müssen. Wer das nicht tut, darf in der Hauptversammlung kein Stimmrecht haben“, fordert Malik.

Noch 1950 waren nach seinen Erkenntnissen rund 90 Prozent aller amerikanischen Aktien in den Händen der privaten Haushalte. Heute seien es noch knapp über 30 Prozent.

„Hingegen halten die institutionellen Investoren heute fast 70 Prozent der Aktien, während sie 1950 lediglich 9 Prozent besaßen“, so Malik.

Institutionelle Investoren und Hedgefonds schlüpfen auch in Deutschland in die Rolle, die ehedem den Großaktionären vorbehalten war.

„Sie tun so, als wären sie langfristig denkende Mehrheitseigentümer, aber in den meisten Fällen verschwinden sie genauso schnell wieder, wie sie gekommen sind – allerdings erst, nachdem sie das Management ausgetauscht und umfangreiche Ausschüttungen an die Aktionäre, also sich selbst, durchgesetzt haben“, so die Erfahrungen von Werner Seifert, ehemaliger Chef der Deutschen Börse.

Für alle Akteure auf den Kapitalmärkten der OECD sollten Offenlegungspflichten gelten.

„Es darf nicht sein, dass Fonds, die auf den Cayman-Inseln registriert sind und so gut wie keine Informationen über ihre Eigentümer oder ihre Geschäftspraktiken herausrücken, zentralen Einfluss darauf nehmen können, wie große und größte Unternehmungen in Deutschland und in anderen Industriestaaten geführt werden”, kritisiert Seifert damals und fand wenig Gehör.

Das Mindeste, was man von diesen Anteilseignern verlangen müsse, sei die Offenlegung ihrer Beteiligungen.

Der Fall Wella und die Nachahmungstäter

Besonders rücksichtslos agitieren die von Seifert genannten Hedgefonds. Der erste deutsche Konzern, der das zu spüren bekam, war das Kosmetikunternehmen Wella bei der Übernahme durch den amerikanischen Konkurrenten Procter & Gamble (P&G).

„Eine Gruppe spekulativer Investoren machte Front gegen P&G, begann den Deal zu torpedieren. Die Hedgefonds hatten nach Veröffentlichung der P&G-Offerte Wella-Aktien erworben – und stellten sich quer, nutzten Details und Formalien des Übernahmerechts, um P&G die komplette Übernahme zu verderben. Ziel im Kern: eine Abfindungsprämie, gegen die man aus dem Wella-Aktionärskreis wieder aussteigen würde“, schreibt die FAZ.

Anführer der Gruppe war jener Fonds, der bei der Übernahme des Pharmahändlers Celesio die zentrale Rolle spielt: der amerikanische Hedgefonds Elliott.

„Mit dem Wella-Deal setzte Elliott eine Marke in Deutschland, 2003 war das: Erstmals grätschten damals spekulative Fonds in eine größere Übernahme hinein, um das Geschäft zu obstruieren und so mehr Geld für sich herauszuholen.

Elliott hat – das kann man ohne Übertreibung sagen – eine neue Spielart des angelsächsischen Kapitalismus nach Deutschland gebracht“, berichtet die FAZ.

Er strich im Fall Wella einen satten Gewinn ein und beflügelt bis heute Nachahmungstäter:

„Immer wieder gibt es seitdem bei Übernahmen Querschläger, die den Kaufpreis hochtreiben – wofür letztlich das übernommene Unternehmen bluten muss. Denn je teurer der Käufer übernimmt, desto mehr muss er später wieder an Kosten hereinholen, damit sich der Erwerb rechnet“, erläutert die FAZ.

Die Behinderungsstrategie bei Übernahmen heißt im Branchenjargon übrigens „event-driven“ – ereignisgetrieben. Eine weitere Spielart nennt sich „Distressed Debt“. Hier geht es nicht um Übernahmen, sondern um Unternehmen und Staaten, die ihre Schulden nicht mehr bezahlen können. Hedgefonds kaufen die Anleihen zu Spottpreisen und setzen auf die Insolvenzmasse, um die Billig-Anleihen zu versilbern. Die Renditen der Fonds mögen durch dieses Aasgeier-Geschäftsprinzip florieren, betriebs- und volkswirtschaftlich wirkt das Vorgehen verheerend.

„Wirklich nachhaltige Wertschöpfung kann nur aus einer Finanzwirtschaft kommen, die der Realwirtschaft dient”, betont Wilfried Stadler, Unternehmensberater, Wirtschaftspublizist und Honorarprofessor für Wirtschaftspolitik an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Moral hazard-Zockereien müssten schlicht verboten werden – also das Eingehen von Risiken auf Kosten anderer. Investmentbanken, die synthetische Wertpapiere bündeln, sollten dafür auch gerade stehen.

„Es bedarf einer Korrektur jener finanzmarktpolitischen Weichenstellungen, die zur inflationären Expansion der Bankbilanzen durch Scheinvermehrung von Eigenkapital geführt haben. Wenn Banken sich wieder auf ihre Kernfunktionen für Unternehmen und Anleger konzentrieren, können sie nicht selbst zum Auslöser systemischer Risiken werden“, erläutert Stadler.

Unabhängig von den regulatorischen Erfordernissen könnten die börsennotierten Unternehmen einiges tun, um mehr Substanz und weniger Luftblasen zu schaffen. Nicht auf kurzfristige Gewinnmaximierung setzen, sondern mehr auf nachhaltige Wertsteigerungen.

„Shareholder Value“ bezeichnet die langfristige Wertsteigerung von Börsenunternehmen. Vor allem die Erfahrungen am Neuen Markt haben gezeigt, daß man mit Luftblasen zwar kurzfristig Wert schaffen kann – doch ohne Substanz läßt sich kein Betrieb aufrechterhalten. Wichtig sind zudem nicht nur die Anteilseigner, sondern auch die so genannten Stakeholder, also Mitarbeiter, Zulieferer, Kunden und Gläubiger des Unternehmens. Wenn das Top-Management nur auf die Kurspflege setzt, sollte man als Anleger skeptisch werden.

Keine Firma hat Erfolg, wenn sie ihre Geschäftspolitik gegen Gläubiger, Mitarbeiter oder Kunden richtet.

Widerspruch zum Beitrag über die Hedgefonds-Romantik.

Die Geister des Heiko Maas: Gesetzes-Stumpf, der neue Triebe zeugt #VDS

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TotalüberwachungDie „Vorratsdatenspeicherung“ wird vom Bundesjustizminister Heiko Maas in Orwellscher Neusprech-Machart als „Mindestspeicherpflicht“ betitelt. Das ist nachvollziehbar, weil der SPD-Politiker irgendwie noch seinen Arsch retten sein Gesicht wahren will. Aus dieser Nummer wird er als Ex-Gegner der VDS allerdings so einfach nicht mehr herauskommen. Das wusste schon der olle Goethe:

Und sie laufen! Naß und nässer
Wird’s im Saal und auf den Stufen.
Welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister! hör mich rufen! –
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister,
Werd ich nun nicht los.

Oder in den Worten von Christoph Kappes: GESETZES-STUMPF, DER TRIEBE ZEUGT

Jede Diskussion über den Umfang der erhobenen Daten sei viel zu kurz gesprungen.

„Warum soll die Speicherung von Handydaten bei Telefonaten inklusive der Geoposition erlaubt sein, Voice-Over-IP (Skype etc.) aber nur, wenn es eine Anschlussteilnehmernummer gibt? Warum sind Daten von SMSen zu speichern, nicht aber von…

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