Geht Twitter über die (T)Wupper? Über das Krisenmanagement von @jack

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Twitter am Ende

Der Aktienkurs rauscht in den Abgrund und das Führungspersonal macht den Abflug. Twitter ist in keiner guten Verfassung:

„Mit Produktchef Kevin Weil, Medienveteranin Katie Stanton, Alex Roetter (Software) und Brian Schipper (Human Resources) verliert der angeschlagene 140-Zeichen-Dienst gleich vier Manager der obersten Führungsebene auf einen Schlag – ein höchst ungewöhnlicher Vorgang“, schreibt Nils Jacobsen in Meedia.

Twitter-Chef Jack Dorsey konnte nur hilflos hinterher rudern, um das Desaster einigermaßen zu erläutern. Mit 140-Zeichen kam er dabei nicht aus:

Gutes Krisenmanagement sieht anders aus.

„Nach der vierfachen Manager-Demission drängt sich unweigerlich der Eindruck auf, dass Dorsey schon knapp sieben Monate nach seiner Ernennung zum Interims-CEO komplett gescheitert ist. Was ist von einem Teilzeit-CEO in schwersten Krisenzeiten zu halten, dem fluchtartig das Personal wegläuft und…

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Hat sich etwas geändert an der Nachrichtenwert-Theorie, liebwerteste Content-Strategen?

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Nachrichtenwert Überraschung Nachrichtenwert Überraschung

In der ständig steigenden Informationsflut zählt nach Auffassung von PR-Bloggerin Kerstin Hoffmann nur noch eines:

„Der Nutzen für den Empfänger; und zwar der, der sich unmittelbar erkennen lässt. Das ist natürlich gar nichts Neues. Doch die Auswirkungen werden immer dramatischer. Wo sich Menschen früher womöglich noch einige Sekunden Zeit nahmen, um sich auf irgendwelche Abstraktionsebenen vermuteten Wertes von Informationen zu begeben, muss dieser heute blitzartig erkennbar sein.“

Da hat sie recht. Nur würde ich nicht von Nutzen sprechen, sondern von Nachrichtenwert. Und das betrifft alles, was ich so als Medienkonsument rezipiere. Ob es nun um Unternehmensbotschaften geht, um Blogbeiträge oder um klassische Nachrichten. Und da hat sich nicht viel in der Nachrichtenwert-Theorie geändert. Es bleibt beim Dreiklang „NEU-WICHTIG-INTERESSANT“.

Da kann noch soviel von Storytelling, Content-Strategie oder Content-Marketing geredet werden. Was im Kopf bleibt, funktioniert nach dem Nachrichtenwert. Das kann jeder mal in seinem Freundes- oder Bekanntenkreis testen…

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Automobilindustrie: Osteuropäische Löhne als Kalkulationsbasis für Zulieferer #Boardreport

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Wirtschaftswunderjahre Wirtschaftswunderjahre

Die De-Industrialisierung in Deutschland beschleunigt sich und der Druck auf Zulieferer wächst. Das gilt vor allem in der Automobilindustrie, wie Thomas Meichsner, Geschäftsführer Operations bei der Firma Faurecia Interior Systems, im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Boardreport deutlich macht:

„Bislang wurde das enorme Wachstum unserer Automobilhersteller durch die rasante Marktentwicklung in Asien vorangetrieben – besonders in China. Das Wachstum in Europa ist flach und der Gewinn wird außerhalb Europas erwirtschaftet.“

Den Wettbewerbsdruck bekomme vor allem die Zulieferer-Industrie zu spüren.

“In der ersten Phase der Kostensenkung sind wir mit einer so genannten ‘verlängerten Werkbank in die neuen Bundesländer gegangen. Wenige Zeit später eröffnete ich unsere ersten Low Cost Standorte in Polen, Rumänien und dann in China. In diesen Werken sollte nur produziert werden, die Verwaltung mit der Entwicklung und der Hauptproduktion fand immer noch in Deutschland statt. In der zweiten Phase investierten wir massiv in die Kostenreduzierung durch eine hohe Automatisierung…

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Falsche Managementlehre in Wolfsburg #VW #Boardreport

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Boardreport-Titelthema Boardreport-Titelthema

Der Dieselskandal von VW hat das innerste Selbstverständnis eines Landes getroffen, das sich immer noch als ein großes Ingenieurbüro und als Talentschmiede des Maschinenbaus versteht. Im internationalen Ansehen steht Deutschland für technologische Exzellenz, Perfektion und Zuverlässigkeit. Und genau deshalb reagieren wir auf die softwaregesteuerte Abgasmanipulation in Wolfsburg so fassungslos.

„Man beklagt im Top-Management zwar den Niedergang des Aktienkurses, ist als Weltkonzern aber nicht in der Lage, Kunden und Händler zu informieren und sich persönlich zu entschuldigen“, kritisiert der Kommunikationsexperte Frank Michna.

VW sei im September mit dem Dieselgate konfrontiert worden und agiert in der Öffentlichkeit mit angezogener Handbremse.

„Der Handel erfährt vom Hersteller nichts. Entsprechend wenig kommt beim Kunden an. Es gibt ein internes Kommunikationsproblem bei VW. Mit der Entlassung des Pressesprechers bestraft man eine Führungskraft, die an der Misere am wenigsten beteiligt ist. VW gibt zwar Designvorgaben für die Gestaltung des Verkaufsraums raus, die bis zur Serviette und…

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Gründer-Champion Deutschland? Wir schwanken in der Talsohle

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US-Gründerstudie: Viel Rauch um nichts US-Gründerstudie: Viel Rauch um nichts

Angeblich ist Deutschland das Gründerland Nummer Eins. Das behauptet zumindest eine US-Studie, die recht kritiklos von Gründerszene zitiert wird. Demnach schneiden wir besonders bei den rechtlichen Rahmenbedingungen und der Infrastruktur (kicher) gut ab (jeweils 10 von 10 Punkten). Es folgen Bildungsniveau (9,8 von 10) und die Qualifizierung der Arbeitskräfte (9,6). 7,8 von 10 Punkten gibt es für die Innovationskraft, jeweils 7,9 Punkte für den Zugang zu Kapital und die Transparenz von Geschäftspraktiken.

„Auf den Spitzenreiter folgen im Entrepreneurship-Ranking Japan, die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Kanada: allesamt ausgewachsene Industrienationen. Daran ist zu erkennen, welche Faktoren die U.S. News für besonders gründerfreundlich hält: stabile Rahmenbedingungen, eine potente Wirtschaftskraft, gute Strukturen“, schreibt Gründerszene.

In Deutschland würden Startups in der strukturierten Umgebung des Landes aufblühen, zudem seien die deutschen Jungunternehmen „auf der ganzen Welt bekannt für ihre Effizienz und Präzision“. „Besonders in Berlin sammelten sich ‚Talente und kreative Energie‘…

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Die digitale Szene im Bonner General Anzeiger @gabonn – Mehr Vernetzung wagen

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Schön puristisch Schön puristisch

Der General Anzeiger hat nicht nur eine neue, sehr aufgeräumte und gute gemachte neue Website, er will auch das bunte Treiben in der Blogger-Szene stärker abbilden. Den Impuls gaben die nimmermüden Netz-Protagonisten Johannes Mirus und Sascha Förster, die mit Bonn.Digital zur stärkeren Vernetzung in der Bundesstadt beitragen wollen.

Sascha hat mit dem Aggregator BonnerBlogs.de einen Meilenstein auf die Beine gestellt, um zu dokumentieren, was die Bloggerinnen und Blogger unserer Stadt so alles treiben. Mittlerweile sind rund 800 Blogs registriert. Es geht um Essen, Amateurfußball, Reisen, Cafés, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Gaming, Tanzen, Kneipen, Literatur und, und, und.

All das ist eine unendlich wertvolle Ressource für die Lokalberichterstattung, die der General Anzeiger mit seinen freien und festen Redakteuren niemals vollständig aufgreifen kann. Da liegt es auf der Hand, in der Printausgabe und im Online-Auftritt des GA diese vielfältigen Informationen zu bündeln und für die eigene Berichterstattung zu nutzen…

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Warum sich (die Uni) Bonn mit Schumpeter beschäftigen sollte

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Schumpeter in Bonn

Als der Nationalökonom Joseph Schum­pe­ter Deutsch­land im Som­mer 1932 ver­ließ, um dem Ruf an die Harvard-University zu fol­gen, hat er 28 Kof­fer im Jü­li­cher El­tern­haus sei­ner Le­bens­part­ne­rin Mia Stö­ckel de­po­niert. Mit ih­nen „ … ließ (er) auch die meis­ten sei­ner auf Deutsch ge­schrie­be­nen Ar­bei­ten zu­rück“. Wenn diese Kof­fer zwar nicht der Bom­bar­die­rung Jü­lichs, son­dern über­wie­gend kriegs­be­ding­ten Plün­de­ru­gen zum Op­fer ge­fal­len sind, so hat die Werk­for­schung an­ge­sichts die­ses Ver­lus­tes wohl zu fra­gen, ob wir uns Schum­pe­ters Wir­ken in den Bon­ner Jah­ren von 1925 bis 1932 schon hin­rei­chend er­schlos­sen ha­ben. Ul­rich Hedtke hat hierzu in den Jah­ren 1996 und 1997 re­cher­chiert und da­mals zu­nächst mit In­ter­esse fest­ge­stellt, dass Schum­pe­ter in sei­ner Bon­ner Zeit auch eine be­acht­li­che so­zio­lo­gi­sche Lehr- und Vor­trags­tä­tig­keit ent­fal­tet hat. Das be­stä­tigt auch der WDR-Moderator Da­vid Eis­er­mann, Sohn des So­zio­lo­gen Gott­fried Eis­er­mann:

Eisermann SchumpeterDie So­zio­lo­gie taucht nicht zu­fäl­lig so häu­fig in den Vor­le­sun­gen von Schum­pe­ter auf. Als er 1927 sei­nen ers­ten…

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