Firmenjäger KKR entert Hertha: Ha-Ho-He, das ist nicht ok :-(

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Erstmals beteiligt sich „ein“ Finanzinvestor an einem deutschen Fußball-Bundesliga-Club, meldet Spiegel Online. Klingt erst einmal umspektakulär. Aber dann kommt es doch Dicke. Mein Lieblingsclub, dem ich seit dem Beginn meiner bescheidenen Fußballkarriere in der E-Jugend die Treue halte, begibt sich in die Hände eines Firmenjägers mit dem wohl schlimmsten Ruf:

„Das weltweit agierende Private-Equity-Unternehmen KKR erwirbt nach Informationen des SPIEGEL knapp zehn Prozent am Hauptstadtclub Hertha BSC. Insgesamt beläuft sich das Investment auf gut 60 Millionen Euro, die strategische Partnerschaft ist auf mindestens sieben Jahre angelegt. KKR, einer der weltgrößten Finanzinvestoren, hat dem Vernehmen nach die Möglichkeit, seinen Anteil auf 33 Prozent aufzustocken. Herthas Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller bestätigte den Abschluss des Geschäfts auf Anfrage: ‚Wir setzen gemeinsam mit KKR auf Wachstum.‘ KKR wird einen Sitz im Aufsichtsrat in der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA bekommen, der Profi-Fußball-Tochter des Vereins, darüber hinaus hat der Investor dem Vernehmen nach keinerlei Einfluss…

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Jetzt live: #Bloggercamp.tv Update über Nachkriegskinder

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Wie findet man 4000 Kriegs- und Nachkriegskinder wieder, die an einer Studie von 1952 bis 1961 teilgenommen haben? Die „Deutschen Nachkriegskinder“ (geb. 1945-1946) wurden 10 Jahre lang medizinisch und psychologisch untersucht. Für eine neue Studie über die Lebensspanne dieser Menschen benötigen wir eine Datenbank, die uns bei der Suche nach den heute etwa 70-Jährigen hilft. Mit Ihrer Unterstützung kann diese Datenbank weiter programmiert werden, damit eine Nachfolgestudie beantragt werden kann.

Sascha Foerster stellt ab 11 Uhr das Projekt in Bloggercamp.tv Update vor. Rund 7000 Euro müssen in sechs Tagen noch eingesammelt werden, vielleicht finden sich einige Großspender, die ein Herz für interdisziplinäre Forschung haben und hauen den fehlen Betrag direkt die Kasse.

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Tote Unternehmensblogs als Marketing-Indikator: Redet nicht über Content, redet mit der Netzöffentlichkeit

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„Journalismus statt Content Marketing?“, „Content Marketing statt Journalismus!“,„Content-Marketing ist tot“ oder „Ich hasse Content!“. In den vergangenen Tagen haben sich einige Kontrahenten die Finger wund geschrieben und über neue Strategien im Marketing sinniert.

Wobei die Zuspitzung „Journalismus statt Content-Marketing“ am Thema vorbei geht – zumindest wenn man den Beitrag von Jochen Mai als Geburtshelfer dieser These betrachtet. Der Karrierebibel-Blogger hat lediglich die Stärken und Schwächen von Unternehmensblogs in einer Studie untersucht – mit sehr interessanten Befunden.

Die Marketing-Gilde sollte so langsam anfangen, über die eigene Existenzberechtigung nachzudenken, wenn Blogprojekte, die man intern mit riesigem Getöse neben Twitter und Facebook als gigantischen Schritt in die Social Web-Welt verkauft, so kläglich scheitern. In Wahrheit interessiert sich keine Sau für das immer gleiche Wortgeklingel der keimfreien „Kommunikationsexperten“. Schaut auf die Reaktionen der Netzöffentlichkeit und es wird klar, welchen Wert die Strategien, Pläne, Erfolgsstorys, Leuchttürme, Referenzen und Media-Schaltungen wirklich haben. Fast zwei Drittel…

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Vom homo hierarchicus zum digitalen Transformator: Über den Niedergang hierarchischer Führungsmodelle

Digitaler Masterplan?

Digitaler Masterplan?

Viele Unternehmen haben noch nicht den Einstieg in den digitalen Wandel gefunden, zu diesem Befund kommt die Studie „Digitale Transformation“ der Smarter Service-Initiative. Den meisten Unternehmen fehle die notwendige Expertise, um die im Einsatz digitaler Technologien liegenden Chancen für das eigene Geschäft zu erkennen, zu bewerten und zu erschließen.

„Fehlender Leidensdruck in den Chefetagen verhindert und verschleppt den Wandel, der von der Organisation bereits gesehen und gewünscht wird. Viele Führungskräfte sind sich der strategischen Relevanz durchaus bewusst. Sie scheinen jedoch von schwerfälligen und komplexen Business Systemen und Prozessen ‚paralysiert‘ zu sein“, schreiben die Studienautoren.

Die traditionelle Rolle des Managers als homo hierarchicus kommt zunehmend in die Defensive. Selbstorganisation, Autonomie, Individualität, Kommunikation auf Augenhöhe, Partizipation, die Ökonomie des Gebens und Nehmens machen den Kontrollsehnsüchten der Führungskräfte einen Strich durch die Rechnung.

„Im digitalen Zeitalter sind hierarchische Führungsmodelle unterlegen. Je stärker wir in das digitale Zeitalter kommen, umso stärker werden Unternehmen die Notwendigkeit spüren, Kommunikationsverantwortung, und damit Macht zu dezentralisieren“, raten die Smarter Service-Experten.

Christian Henne von HenneDigital ist davon überzeugt, dass die meisten Unternehmen den Transformationsprozess nur dann schaffen können, wenn sie Personal an wichtigen Stellen austauschen.

„Das ist wie bei einer Fußballmannschaft: Du kannst nur das System spielen, das die Spieler hergeben. Willst du den Systemwechsel, brauchst Du einen neuen Coach und neue Spieler an wichtigen Positionen. Spieler, die an ihren alten Rollen hängen, auf ein neues System zu zwingen, macht sie unzufrieden und wird die Qualität gefährden. Also sortiere die aus, die nicht mitmachen wollen. Alle anderen sind eingeladen, die Veränderung aktiv zu gestalten oder zumindest zu unterstützen.“

Chief Digital Officer mit rotem Telefon

Es müsste zudem ein kulturelles Umfeld für Träumer und Spinner geben, die das Silodenken in Organisationen unterlaufen. Wichtig könnte auch die Funktion eines Chief Digital Officer (CDO) werden – mit einem roten Telefon zum Vorstandschef. So hat Starbucks vor zwei Jahren einen CDO engagiert, der für Mobile, Social Media, Kundenservice eCommerce und digitale Infrastruktur in den Coffee Shops zuständig ist.

„Zu den Erfolgsfaktoren zählt, sich zunächst an den Prioritäten der Geschäftsführung auszurichten, und mit einfachen und verständlichen Reports dafür zu sorgen, dass die Stimme des Kunden auch in den Fluren der Geschäftsführung gehört wird. Auch wenn er keine operative Verantwortung trägt, sollte der CDO den Hut für alle kundenbezogenen Marktforschungstätigkeiten aufhaben. Eine wichtige Überlebensstrategie besteht darin, sich unübliche Verbündete zu suchen und bei Bedarf unüberwindbar erscheinende Hindernisse mit der Unterstützung des CEO auszuräumen“, schlussfolgert die Smarter Service-Studie.

Ob IT-Führungskräfte in diese Rolle schlüpfen können, sei noch nicht absehbar, bemerken Mark Hayes und Bernd Stahl vom IT-Beratungshaus Harvey Nash im ne-na.de-Interview.

Sie müssen an ihrer Geschäftskompetenz arbeiten und die richtigen Bündnispartner im Unternehmen finden: Die besten CIOs werden diesen Wandel aktiv mitgestalten und sich als unverzichtbare Innovatoren mit einem starken technologischen Hintergrund etablieren. Um das zu erreichen, sollten die IT-Führungskräfte den Schulterschluss mit den Kindern der Babyboomer suchen: „Diese Generation ist der heimliche Verbündete des CIO“, resümiert Harvey Nash in der CIO-Studie 2013. Der CIO sollte sich als Change Agent an die Spitze der digitalen Transformation stellen und den Technologie ermöglichten Kulturwandel vorantreiben. Wie sich das entwickelt, wird in der CIO-Umfrage 2014 abgefragt, an der sich bis Mitte März nicht nur CIOs beteiligen können.

Facebook-Lamento, Klickbomben und barfüssige Propheten

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Ob es um den Euro, um Facebook oder das Abendland geht: Untergangspropheten wandeln in einer Komfortzone des Schlauermeiertums: Als Alarmglocken-Lautsprecher hat man in jedem Diskurs-Szenario recht. Falls das Unheil eintritt, hat man es immer schon gewusst. Je größer das Elend, desto triumphaler die Geste des Allwissenden. Bleibt zu Lebzeiten die Niedergangs-Vorhersage aus, ist es sogar noch besser: Dann waren es die eigenen Warnungen, die die Menschheit gerettet haben. Den Rest erledigt die Vergesslichkeit des Publikums oder die Kunst der Umdeutung eigener Aussagen. Die Wahrheitsmenschen mit dem „Ich-weiß-was-Image“ entfalteten in den 1920er Jahren als barfüssige Propheten (siehe auch das gleichnamige Buch von Ulrich Linse) begnadete Show- und Reklame-Talente, um sich als Heiler geschundener Seelen zu verdingen.

Nun hängt von Facebook sicherlich nicht das Wohl und Wehe des Weltgeschehens ab. Als Objekt für kulturpessimistische Rundumschläge und warnende Trendbotschaften entfaltet der Zuckerberg-Konzern jedoch magnetische Kräfte. Oder es sollen ganz profan Klickbomben produziert werden…

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CIOs und das Kontrollverlust-Management: Live-Diskussion

CIO-Umfrage

CIO-Umfrage

Heute ab 17 Uhr spreche ich mit Bernd Stahl von Nash Technologies und Mark Hayes über die CIO-Umfrage 2013 und über die gerade gestartete Befragung für 2014.

Um was geht es: Mittlerweile kennt auch die Unternehmens-IT eine neue Spezies: den nackten CIO. Nackt durch Kontrollverlust. Dieser Kontrollverlust hat viele Namen: Cloud Computing, Big Data, Bring Your Own Device (BYOD), IT Outsourcing, Schatten-IT und schließlich soziale Kommunikationstechnologien.

Um in der eigenen Organisation nicht an den Rand gedrängt zu werden, ist es für IT-Führungskräfte essentiell, den Geschäftserfolg der eigenen Firma stärker in den Blick zu nehmen, folgt man den Empfehlungen der Analysten des Beratungshauses Harvey Nash in der deutschen Ausgabe ihrer weltweiten CIO-Umfrage 2013.

Demnach werden fast zwei Drittel der IT-Ausgaben in den nächsten sieben Jahren für Vertrieb und Marketing ausgegeben – es dominieren als also kundengetriebene Anwendungen – für die Servicebranche eigentlich eine frohe Botschaft:

„In anderen Worten, Verkauf und Marketing werden die Unternehmen so tief durchdringen, dass die existierenden Enterprise Resource Systeme (ERP) nicht mehr wiederzuerkennen sind, oder als Legacy langsam verschwinden werden. Kunden wollen mit ihrem Hersteller die Produkte gemeinsam designen. Dies schafft völlig neue Kundenbeziehungen und der Begriff vom ‚mündigen Kunden‘ wird noch eine völlig neue Bedeutung bekommen.“

Man denke an solche Dinge wie das über Web-Interface selber zusammengestellte Auto. Diese Kundenerfahrung müsse sich an jedem Kontaktpunkt zum Unternehmen gleich anfühlen.
Allianzen bilden, um den Kontrollverlust zu bewältigen.

„Daher ist es für den CIO notwendig, die Beziehungen zu Marketing und Vertrieb zu stärken, wenn er neue Geschäftsmodelle aus der IT heraus entwickeln will.“

Ein vorwärts gewandter CIO könnte seine Vision folgendermaßen formulieren:

„Antizipiere den nächsten Schritt der Digitalisierung durch Entwicklung innovativer Lösungen gemeinsam mit Marketing und Sales“, so der Rat von Harvey Nash.

Ein CIO habe die Fähigkeit, das wirtschaftliche Potential neuer Trends wie „Wearable Computing“ und „Gamification“ zu erkennen:

„Hier liegen große Chancen für seine Rolle, da die Realität in den Unternehmen immer noch weit hinter dem technologisch Machbaren zurückbleibt.“

Beim nicht aufzuhaltenden Kontrollverlust sollten Führungskräfte auf die Generation Y als Partner setzen, um erfolgreich zu sein. Die Kinder der Babyboomer sind in der Regel technologieaffin und arbeiten lieber in virtuellen Teams als in tiefen Hierarchien. Sie sind optimistisch, selbstbewusst, mit wenig Vertrauen in die Regierung.

Sie fordern Selbstbestimmung und Sinn in ihrer Arbeit. Berufseinsteiger wollen Transparenz.

„Hochglanzbroschüren interessieren sie nicht, wohl aber die Bewertung ihrer Firma in sozialen Netzen“, schreibt Harvey Nash.

Ausführlich in meiner Kolumne nachzulesen: Kontrollverlust in Unternehmen.

Hier geht es zur CIO-Umfrage 2014 von Harvey Nash. Mitmachen können nicht nur CIOs, sondern alle, die in ihrer Arbeitswelt mit Technologien in Berührung kommen.