Machen Currywurst, Grießbrei und Himbeermarmelade gesund? Antwortversuche mit dem Kritischen Rationalismus von Popper

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Kritischer Rationalismus gefragt Kritischer Rationalismus gefragt

„Was für ein Quatsch ist das denn wieder“, so kontert Ibo Evsan auf Facebook einen Focus-Artikel, der wiederum behauptet, dass Fleischesser seltener krank seien als Vegetarier.

„Focus/Burda, meine Güte. Seit ich weniger Fleisch esse bin ich fast gar nicht mehr KRANK. Das kann sogar meine Facebook Timeline bestätigen. Seit ich keine Milch mehr trinke, bekomme ich kaum noch Ausschlag“, meint wiederum Evsan.

Hat er damit nun den Gegenbeweis gebracht? Unterscheidet er zwischen Ursache und Wirkung? Natürlich nicht. Helmut Schmidt könnte mit der These antreten, dass sein kettenrauchender Konsum von Menthol-Zigaretten dazu beigetragen hat, seinen 95. Geburtstag in relativ guter Verfassung zu feiern. Körperlich hat er einige Beschwerden, aber geistig ist er noch in bester Verfassung und kann mit dem früheren US-Außenminister Henry Kissinger über die weltpolitischen Entwicklungen diskutieren. Auch ich rauche bekanntlich Menthol-Zigaretten, esse seit Jahrzehnten zum Frühstück Brötchen mit Himbeermarmelade (Achtung, enthält Blausäure), verspeise mit…

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Der Kunde steht im Mittelpunkt oder vielleicht doch nicht

Frühes Telefon-Zeitalter

Frühes Telefon-Zeitalter

Der Mensch-Kunde-Mitarbeiter-Aktionär-Wähler-oder-sonst-was steht im Mittelpunkt? Das ist so eine schöne Kalenderweisheit. Jeden Tag vollbringen Service-Unternehmen eine gute Tat. Es sind die Helden unseres Alltagslebens: Champions, Dienstleistungsakrobaten, weltweit führende Glücksbringer und Kundenversteher. Abgesichert und bewiesen durch Umfragen, Ranglisten, Awards, Studien und sonstige Selbstbeweihräucherungen. Je länger man an diese selbstreferentiellen Jubelarien glaubt, desto mehr hält man diese Zahlenspiele für die Realität:

„Bei uns steht der Kunde im Mittelpunkt, er ist der König, der Umworbene, der wahre Boss und wir sind seine Untertanen.“

Es wäre ja auch eine gewaltige Überraschung, wenn Firmen das Gegenteil anstreben würden. Dumm nur, dass es der Verbraucher manchmal gar nicht merkt, welche Exzellenz sich in der deutschen Wirtschaft tummelt. Der Konsumenten-Alltag sieht anders aus: Der Webservice ist miserabel, das Shop-System funktioniert nicht, die Abrechnung läuft falsch, E-Mails werden nicht beantwortet, Facebook oder Twitter werden nicht ernst genommen und, und, und.

Warum muss man das gute alte Telefon als Kunde bedienen: Weil eine Hilfe beim Bestellprozess notwendig ist, die Lieferung sich verspätet, ohne Rückfrage ein veraltetes Betriebssystem ausgeliefert wird, Upgrade-Informationen falsch laufen, die Registrierung und Bestellung auf der Website viel zu umständlich ist, eine Upgrade-Registrierung fehlgeschlagen ist, ein zugesagter Rückruf vom Kundenservice nicht erfolgt, die Notifikation der Upgrade-Verfügbarkeit fehlgeschlagen ist, das Upgrade selbst nicht funktioniert und Anfragen auf Twitter oder Facebook schlichtweg ignoriert werden:

„Viele Kundenkontakte sind in Wahrheit ‘Defekte’“, so die richtige Analyse Stephan Pucker, Geschäftsführer von Ad Scopum.

Wenn es gut läuft, wie in der Regel bei Amazon, besteht kein Grund für einen so genannten Service-Kontakt. Rhetorische Plattitüden über den Kunden, der im Mittelpunkt steht, sind nichts anderes als Sonntagsreden, “sonst müssten sie nicht so beständig wiederholt werden”, wie es acquisa-Chefredakteur Christoph Pause treffend formuliert:

“Das Internet, vor allem das Social Web mit seinen Foren, Communities, Vergleichsportalen etc., hat die Beziehung zwischen Öffentlichkeit und Unternehmen radikal verändert. Nicht mehr die Unternehmen bestimmen, was über sie gesprochen wird, was gekauft wird und wo es gekauft wird, sondern die Kunden entscheiden, welches Angebot sie zu welchem Preis und über welchen Kanal annehmen (wobei das Social Web kein Kanal ist…., gs).

Und viele, die ein Produkt oder eine Dienstleistung gekauft haben, teilen der Welt im Anschluss mit, wie es war. Auf Facebook, im eigenen Blog, in der User-Community, über Twitter, auf der Website des Anbieters”, so Pause.

Die Beziehung zwischen Unternehmen und Kunde sei nicht mehr 1 zu 1, sondern 1 zu n – und zwar nicht mehr unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie etwa beim Gespräch mit einem Call Center-Agenten. Trotzdem landet man als Kunde häufig ins Hinterzimmer einer B-Mannschaft im Kundenservice, wie die Management-Beraterin Anne M. Schüller feststellt. Man werde an die “Leihsklaven” externer Call Center weitergereicht, wo die Bezahlung mies, die Wertschätzung niedrig, der Frust aber groß und die Fluktuation riesig sind.

“Und genauso kommt das dann beim Kunden an. Das Problem dabei: Die Kunden merken so etwas nicht nur, sie reden auch darüber. Früher geschah das im kleinen Kreis, heute kann man es der ganzen Welt erzählen. Was uns nicht passt, wird an den Online-Pranger gestellt”, so Schüller.

Der Kundendienst müsse in Unternehmen besser vernetzt werden. Hier sei eine tiefe Integration mit anderen Einheiten wie Vertrieb oder Marketing äußerst wichtig. Wer Produkte oder Services kauft, erwartet mittlerweile Reaktionen in Echtzeit und ein One-Hand-Management. Umständliche Dienstleistungsbürokratie wird nicht mehr toleriert.

„Kein Mensch braucht ein Call Center, weil es ein Call Center ist. Unternehmen benötigen gute Kundenbearbeitung“, proklamiert Fraunhofer-Präsident Hans-Jörg Bullinger.

Der Kunde werde immer anspruchsvoller, unberechenbarer, stelle schwierige und unvorhergesehene Fragen. Entsprechend müsse der Wissensanteil auf Seiten der Anbieter steigen. Servicekräfte werden immer mehr zu Wissensmanager. Dabei müsse man nicht alles selber wissen. „Es kann auch ein Wissen um Quellen sein, um die Kundenanforderungen zu erfüllen“, so Bulliger. Ob der Kunde wirklich im Mittelpunkt steht und wie im Service kommuniziert werden soll, entscheidet letztlich nur einer: der Kunde. Die Servicebranche sollte einfach mal die Phrasendresch-Maschine abstellen. Das wäre dann ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

New Themes: Circa and Quadra

The WordPress.com Blog

Today we’re happy to announce two new free themes, Circa and Quadra!

If these two look familiar, there’s good reason. Based on Hexa, they share a similar design, but with unique colors and fonts. Both themes work beautifully with Post Formats and are designed to focus on your content, tucking secondary material behind a row of buttons in the header.

Circa by Automattic

Circa is a blogging theme with sweet, muted colors and a more feminine look. Perfect for a baby or parenting blog, or anyone who wants a softer style for their site.

Quadra by Automattic

Quadra is a personal blogging theme with a bold palette and a traditional font. It’s great for users who want a more serious look for their personal site.

Circa and Quadra Free Responsive WordPress Themes

As always, both themes are responsive, and thus will look great on all screens, big or small.

Check out Circa and Quadra on the Theme Showcase by clicking on…

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Der Hotline-Depressionserkenner – System wird mit Sicherheit nicht unter Arbeitsmangel leiden

TR

Computer können erkennen, wenn ihr Gegenüber müde ist, traurig – oder sich ärgert. Die Technologie will die Deutsche Telekom bei ihren Hotlines einsetzen, berichtet das Magazin Technology Review in seiner März-Ausgabe.

Computer lernen, menschliche Gefühle zu analysieren und zu verstehen. Felix Burkhardt von den Telekom Innovation Laboratories der Deutschen Telekom etwa hat für deren Kunden-Hotline einen Ärger-Detektor entwickelt. Er besitzt eine Treffsicherheit von rund 80 Prozent: Schwillt die Stimme des Anrufers an, erkennt die Maschine Ärger und Wut. Die Telekom kann auf diese Weise automatisiert auswerten, über welche Probleme Kunden sich besonders ärgern.

Auch Traurigkeit und Müdigkeit erkennen Software-Programme auf diese Weise. Das Team um Jarek Krajewski von der Universität Wuppertal etwa hat eine Software entwickelt, die eine Stimme je nach Lautstärke, Betonung, Rhythmus oder Tonhöhe als müde oder wach beziehungsweise traurig oder nicht traurig einstuft. Die Erkennung erfolgt mit einer Datenbank, in der Stimmen zusammen mit den ihnen von Menschen zugeschriebenen Emotionen gespeichert sind.

„Mit der Stimmanalyse erreichen wir Trefferquoten um 80 Prozent“, sagt Jarek Krajewski.

Zum Vergleich: Ein durchschnittlich sensibler Mensch erreicht eine Genauigkeit von etwa 90 Prozent. Die 80 Prozent würden jedoch reichen, um den Verlauf von Depressionen zu überwachen und den Arzt bei Therapien unterstützen. Einen Prototyp hat Jarek Krajewskis Team bereits entwickelt. Ein Depressions-Monitoring sei zwar anfangs nur bei Patienten denkbar, später aber auch bei Risikogruppen oder der Gesamtbevölkerung.

Dafür muss die Gefühlserkennung allerdings noch perfektioniert werden. Irrtümer entstehen aufgrund individueller Unterschiede in den Emotionssignalen, etwa bei Dialekten: Wird etwa die Stimme eines Franken analysiert, könnte die Software bei einem hellwachen Sprecher dennoch auf Müdigkeit tippen. Die für die fränkische Mundart typische weiche Aussprache der Konsonanten kann als Ermattung interpretiert werden.

Eine Verbesserung der Mensch-Maschine-Kommunikation ist überfällig. Es wäre schon ein Schritt in die richtige Richtung, Bedürfnisse von Kunden besser zu antizipieren. Die Maschine sollte auch wissen, was vorher so alles mit dem Service nicht funktionierte – ohne ständig sein Anliegen wiederholen zu müssen.

Ob Sprachsteuerung oder Tastatureingabe – die elementaren Prinzipien für gutes Interface-Design sind immer dieselben. Auf einen Nenner gebracht: Anstatt darum zu kämpfen, die Maschine zu verstehen, wollen wir uns von der Maschine verstanden fühlen.

Zunehmende Entfremdung – Landwirtschaft und der Vegetarismus

Die Agrar-Blogger

Landwirtschaft und die Krux mit der Effizienz

Immer mehr Menschen leben in den Städten und immer weniger Menschen sind in der Urproduktion und der Landwirtschaft tätig. Uns geht es heute so gut wie noch nie zuvor. Der tägliche Kampf ums Essen und ums Überleben ist Dank moderner Technik nicht mehr notwendig. 

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Der Stern ist enttäuscht von Julia Engelmann – ich nicht :-)

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Vor wenigen Wochen bejubelte Stern Online das von vielen umjubelte Video von Poetry-Slammerin Julia Engelmann. „Doch nachdem wir sie etwas besser kennengelernt haben, ist die Beziehung abgekühlt. Schon damals gab es Kritiker, die auf das Kalkulierte ihres Auftrittes hinwiesen. Die anmerkten, dass Engelmann immerhin zwei Jahre in der RTL-Soap ‚Alles was zählt‘ mitgespielt hatte – und somit ziemlich genau weiß, wie man sich vor einer Kamera in Szene setzt. Davon übrigens im NDR kein Wort.“

Der Auftritt von Engelmann in der NDR-Talkshow habe nun alles verändert. Was der Stern-Autor verloren hat: „den festen Glauben daran, dass da ein junges Mädchen völlig unvorbereitet in einen Internet-Candystorm geraten ist. ‚Du machst das so schlau. Du sagst das so schön. Und ich nehm’s dir so ab!‘, jubelte Schauspielerin Anna Loos am Freitag im NDR.“

Immerhin eine Unterhaltungssendung, bei der sich meistens alle unheimlich lieb haben und kräftig verbal miteinander kuscheln. So läuft in…

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