Das erste #DORFCamp in Deutschland – Alle Sessions im Livestream – Kein Aprilscherz

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Das erste deutsche Barcamp in einem Dorf steht an. Unter dem Hashtag #DORFcamp wollen wir uns in Elsdorf – Neu Etzweiler über Bloggen, Content Marketing, Web Analytics und alles was Euch sonst noch so einfällt austauschen.

Im Wohnzimmer von Tim Ebner gibt es insgesamt 6 Sessions und zwischendurch Hähnchen, was zu trinken, Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Und das Beste: WLAN ist ausreichend vorhanden! Und Mobilfunknetz auch vorhanden (ja wirklich!). Und noch besser: Alles Sessions werden live und in Farbe übertragen und können an den mobilen sowie stationären Bildschirmen verfolgt und diskutiert werden.

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Medienbrei oder personalisierter Journalismus? #smcbn meets #Digitreff @bosbachmobi @sylvia_binner @bmuellerbohlen @meta_blum @inga_ketels

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So lief die Debatte:

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Querköpfe in Unternehmen werden demoralisiert – Herrschaft der Klone

Große Teile der Betriebswirtschaftslehre sind in den 1960er Jahren stecken geblieben.

„Das war die Zeit, als Großkonzerne die Organisationsform à la mode waren“, schreibt Axel Gloger in seinem Buch „Betriebswirtschaftsleere – Wem nützt die BWL noch?“.

Die meisten Fakultäten züchten Nachwuchs für Konzerne, Staat und Unternehmensberatungen. Der legendäre und stinklangweilige Wöhe, die Bibel der Betriebswirte, ist nicht nur schlecht geschrieben, er vermittelt in technokratischen Darstellungen Binsenweisheiten („Unternehmen erzielen in guten Jahren Gewinne, in schlechten Jahren Verluste“), erzeugt Scheinsicherheiten, produziert Planungsillusionen und vermittelt ein „Alles-im-Griff-Denken“.

Gestanzter Jargon der BWL

Das BWLisierte Management glänzt mit mechanischem und gestanztem Jargon. Die Sprache und das Denken verkümmern:

„Die Herrschaft der Zahlen hat dazu geführt, dass sich Buchstaben nicht mehr wie Buchstaben verhalten, sondern wie Zahlen“, zitiert Gloger den Philosophen Jürgen Werner.

Die Folgen illustriert der frühere DAX-Vorstand Thomas Sattelberger in empirischen Befunden:

„Bestnoten gibt es für Deutschlands Manager von ihren Mitarbeitern vor allem für die Fachkompetenz sowie für die Fähigkeit zur Kostenkontrolle. Bei der Führungskompetenz schneiden sie in allen Punkten erheblich schlechter ab als Führungskräfte, sowohl in der EMEA-Region als auch weltweit. Gerade das Vermitteln von Visionen und Inspiration gelingt deutschen Führungskräften im Vergleich zu ihren Kollegen weltweit weniger.“

Sattelberger spricht von einer Herrschaft der Klone in den Top-Etagen der Konzerne und großen mittelständischen Unternehmen. Und die wird eben auch schon im universitären Standardwerk Wöhe angelegt.

„Wenn wir unseren BWL-Klassiker aufschlagen, wissen wir, warum die Welt verbulletpointet ist. Das ganze Buch ist so, eine riesige, nicht enden wollende Bullet-Point-Plantage,“ meint Gloger.

Das ist auch für das Management stilprägend. In Lehre und Praxis dominieren Aufzählungs-Friedhöfe. „Erst mal einen Business-Plan machen, Best Practice-Folien vorbereiten und Perfomance messen“ – fertig ist das Tunnel-Denken im Management. Je stärker das Kästchendenken die Regentschaft in Organisationen prägt, desto geistloser funktioniert das System. In diesem Sperrgut der Leerformeln gedeihen Kontroll-Biotope, Misstrauen, ermüdende Rechtfertigungs-Meetings und gefälschte Erfolgsmeldungen.

Aus dieser ökonomistischen Wagenburg müsse man ausbrechen, fordert Sattelberger. Das fange bei den systemstabilisierenden Mechanismen der Rekrutierung und Beförderung von Gleichartigkeit an. In Schaufenster-Reden fordern Top-Manager Unternehmertypen und Querköpfe.

„Nur 20 Prozent der Firmen rekrutieren sie schließlich. Wenn ‚die Typen‘ dann da sind, gibt es ‚Demoralisierung‘ durch süße Verlockung, Daumenschrauben oder Gruppendruck“, konstatiert Sattelberger.

Man sollte nach seiner Ansicht Disruptoren in die Chefetagen schicken und nicht Böcke zu Gärtnern machen wie bei VW, RWE, EON oder der Deutschen Bank. Die Forderungen des Personalexperten: „Gründen und soziale Innovation in entstehende Unternehmens-DNA integrieren. ‚Reinfräsen‘ innovationsfördernder Kulturinseln in alte Arbeitskultur: Social Labs und Experimentierfelder für ‚New Work‘ schaffen. Abspaltung aus alter Unternehmensstruktur heraus (OldCo & NewCo) oder Diversifikation unter Beteiligungsholding. Auf- und Ausbau kreativer Ökologien. Der Nukleus hierfür muss an Hochschulen entstehen. Zudem benötigen wir ‚Digitale Freiheits-Wirtschaftszonen’.“

Homer statt Wöhe

Wir brauchen auch mehr Freiheitsgeist in der Ökonomik. Gloger bringt in seinem Opus die klassische Bildung ins Spiel. So ist der Lehrplan des St. John’s College in Santa Fe ein Vademekum gegen die Stoff-Huberei in BWL und VWL. In der Leseliste findet man Homers „Odyssee“, die „Nikomachische Ethik von Aristoteles“, Machiavellis „Fürst“ und Thomas Hobbes’ „Leviathan“. Dante, Molière, Leibniz, Kafka, Kant, Goethe, Plato und Einstein sind die Wegbegleiter der Studierenden und nicht die technokratischen Schwurbeleien eines Wöhe.

Jeder Streamer braucht eine Lizenz? Nö – Aufregung über #PietSmietTV – TV-Vollprogramm oder nicht?

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Schwarzfunk Merkel?

Zur Zeit gibt es wieder eine aufgeregte Debatte über die Frage, ob man für Livestreaming-Aktivitäten eine Sendelizenz benötigt. Wer sich die Pressemitteilung der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) mal genauer durchliest, wird merken, dass es sich bei PietSmietTV wohl um ein Vollprogramm handelt (jedenfalls wird das von den Medienwächtern so gesehen):

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Medienanstalten hat in ihrer Sitzung am 21. MÄrz in Berlin das Internetangebot „PietSmietTV“ beanstandet und wird es untersagen, wenn bis 30. April kein Zulassungsantrag vorliegt. Bei dem Angebot handelt es sich um einen Streaming-Kanal, der an sieben Tagen pro Woche über 24 Stunden überwiegend „Let’s Plays“, die das Spielen von Games zeigen, verbreitet. Der Kanal, der auf der Plattform Twitch.tv läuft, ist aus Sicht der ZAK ein Rundfunkangebot ohne Zulassung.

Rundfunk ist laut dem Rundfunkstaatsvertrag ein linearer Informations- und Kommunikationsdienst, der sich an die Allgemeinheit richtet. Er verbreitet…

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Thesen zum Vulgär-Kapitalismus im Silicon Valley – Live-Debatte ab 16 Uhr #NEO17x

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„Wenn wir wirklich eine inklusive, nachhaltige und verantwortliche Gesellschaft und Ökonomie wollen, müssen wir unsere Bilanzen und Logiken ändern. Ich halte das für fundamental. Was sind die grundlegenden Paradigmen und Theorien der Ökonomie? Die sind implizit normativ. Am Ende ist Digitalisierung kein Selbstzweck. Es gibt auch keinen Determinismus* (*=Die Anschauung, dass alle Ereignisse im Voraus festgelegt sind und es keinen freien Willen gibt, Anm. des Autors). Wir haben gestalterische Freiheiten. Wohin führen unsere Denkansätze?“, fragt sich Winfried Felser in der netzökonomischen Ideenrunde.

Die Ökonomik sollte etwas zu möglichen und wünschenswerten Szenarien in der Zukunft sagen. Sie muss wieder Möglichkeitswissenschaft werden: Wie kann eine Ökonomie aussehen, die die Produktivitäts­fortschritte der Informationswirtschaft für einen Wohlstand nutzt, der bei möglichst vielen Menschen ankommt?

„Sind Postwachstums­gesellschaften denkbar, die dennoch eine hohe Lebensqualität für zehn Milliarden Menschen innerhalb der planetaren Grenzen schaffen? Wie sehen Perspektiven für einen zeitgemäßen Kapitalismus aus? Ein solches Zielwissen ist normativ…

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Das war es mit der IT-Heizdecken-Verkaufsmesse – Metamorphose zum Sommerfestival #Cebit17

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Cebit sucht den Austin-Geist – cool, locker und mehr Netzszene

Im vergangenen Jahr haben wir schon sehr kontrovers über die Zukunft der Cebit debattiert. Meine Erfahrungen habe zum Start der diesjährigen Computermesse mit den IT-Prozessmanagement-Verkäufern-im-dunklen-Anzug noch deutlich zum Ausdruck gebracht: IT-Fachidiot schlägt Kunde tot – Gedanken zur #Cebit17.

Mit dieser kritischen Einschätzung habe ich wohl ins Schwarze getroffen, wie Reaktionen auf Twitter zeigen:

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