#DigitalIndex: Ohne Vorbilder gibt es keine digitale Alltagstauglichkeit – Neuland-Protagonisten sind Bremsklötze

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Kameralehrling Kameralehrling

Rund 33.000 Menschen wurden in Deutschland zu ihrem Internetnutzungsverhalten befragt. Die Digital Index-Studie ist in den vergangenen Tagen schon ausführlich besprochen worden. Ein Ergebnis möchte ich noch einmal besonders hervorheben: Nur 27 Prozent der Umfrageteilnehmer stimmen der Aussage zu, dass für sie ein Wegfall des Internets sehr negative Auswirkungen auf das tägliches Leben hätte.

„Daraus lässt sich schließen, dass für die Mehrzahl der Deutschen das Internet nach wie vor nur ein gelegentlich zum Einsatz kommendes Mittel zum Zweck darstellt, und dass nach wie vor rigoros zwischen online und offline aka ‚Cyberspace vs echtes Leben’ unterschieden wird“, schreibt Martin Weigert in einer ausführlichen Studien-Analyse.

Verknöcherte Bildungsbürger, hierarchieversessene Firmenchefs, Kulturkritiker und Verleger könnten sich jetzt genüsslich zurücklehnen und rückwirkend der Neuland-These von Kanzlerin Angela Merkel applaudieren. Die Relevanz des Netzes werde überschätzt, das wahre Leben spielt sich nicht im Internet ab und das Geschwätz der Netzgurus sollte man nicht zu ernst…

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Zur politischen Lage in #Tunesien: Das Land verdient mehr Unterstützung @TunisieDiplo

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Politische Aufbruchstimmung in Tunesien Politische Aufbruchstimmung in Tunesien

Tunesien braucht mehr Unterstützung des Westens. Das gilt für Investoren und für Touristen. Nach den Parlamentswahlen und der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen ist die Lage ruhig. Die Menschen in Tunis gehen pragmatisch mit der politischen Entwicklung ihres Landes um. Die Frauen sind dabei ein wichtiger und unverzichtbarer Teil der politischen und wirtschaftlichen Reformen. Gut ausgebildet, offen und voller Tatendrang.

Mit dem ehemaligen Spiegel-Auslandskorrespondenten Walter Tauber und dem Agrarexperten Johannes Funke habe ich live aus Tunis die Lage des Landes erörtert.

Plant doch Eure nächste Urlaubsreise nach Tunesien 🙂

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Sind Männer die besseren Moderatoren? Quatsch!

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Streamcamp-Studio

Mehr als drei Stunden verbringen Deutsche täglich vor dem Fernseher – noch. Doch wie nehmen sie eigentlich die Personen wahr, denen sie in Nachrichtensendungen, Shows oder Polittalkrunden begegnen? Und wie würde ihr Wunschmoderator sein? Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) haben herausgefunden, dass Moderatoren und Moderatorinnen unabhängig vom Sendeformat als relativ kompetent, sympathisch und glaubhaft wahrgenommen werden – und dass das auch die wichtigsten Eigenschaften eines idealen Moderators sein sollten.

Mit ihrem Team befragte die Wissenschaftlerin Isabell Welpe, Inhaberin des TUM-Lehrstuhls für Strategie und Organisation, über 1000 Personen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren nach ihrem Idealbild für Moderatoren. Die Ergebnisse zeigten: Sie sollten unabhängig vom Sendeformat kompetent, durchsetzungsstark, sympathisch und glaubhaft sein – vor allem aber männlich.

Das galt besonders für Moderatoren von Sportsendungen, die zudem noch emotional und humorvoll sein sollten.

Obwohl mehr Befragte den idealen Moderator für männlich hielten, spielte das Geschlecht bei der Bewertung…

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Das „Konzept“ Fernsehsender wird überflüssig und die TV-Macher merken es nicht – Streaming-Dienste erobern den Bildschirm

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Da war die TV-Welt noch in Ordnung Da war die TV-Welt noch in Ordnung

Videostreaming verändert die Fernsehgewohnheiten vieler Verbraucher, wenn sie denn in der Lage sind, diese Streaming-Dienste zu empfangen. Jeder dritte Nutzer von Videostreaming (33 Prozent) ab 14 Jahren ersetzt das klassische Fernsehen ganz oder teilweise durch Streaming-Angebote. Das entspricht gut 13 Millionen Bundesbürgern. So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des BITKOM-Branchenverbands. Danach schaut laut eigener Aussage fast jeder zweite Streaming-Nutzer (44 Prozent) weniger Fernsehen über Kabel oder Satellit, seitdem er Videoinhalte im Internet ansteuert. Fast jeder Fünfte (18 Prozent) würde künftig sogar komplett auf klassisches Fernsehen verzichten.

„Die kommende Zuschauergeneration wird kaum noch feste TV-Sendezeiten kennen. Über Mediatheken, Videoportale oder On-Demand-Angebote wird man sich sein eigenes TV-Programm im Internet zusammenstellen“, sagt BITKOM-Experte Timm Hoffmann.

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Per Videostreaming können Nutzer selbst entscheiden, wann und wo sie Filme, Serien oder Nachrichten sehen möchten. Viele machen dies bereits heute schon. Sechs von zehn Streaming-Nutzern…

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Lahmes Internet macht Angst – Breitband-Pläne von Dobrindt sind unzureichend

Unternehmer Dehler fordert mehr Engagement des Staates für schnelles Internet

Unternehmer Dehler fordert mehr Engagement des Staates für schnelles Internet

Wer sagt denn, dass wir für das Fernsehen noch FERNSEHSENDER brauchen, so die provokative Frage von Richard Gutjahr beim NRW-Journalistentag in Dortmund. „Warum nicht direkt vom Produzenten kaufen. Viele preisgekrönte Filme und Serien kommen von einer Videothek namens Netflix oder von Amazon. Selbst Microsoft dreht gerade eine große Serie mit Steven Spielberg. Ich mache mir ein bisschen Sorgen um das Konzept Fernsehsender“, frotzelt der TV-Journalist und Blogger. Gemeint ist der Abschied vom linearen TV-Programm. Heute geht alles mehr oder weniger bequem über Video on demand. Man schaut sich nur dann Filme an, wenn man es möchte. TV-Programme oder gar TV-Zeitschriften werden obsolet. Theoretisch. Man braucht irgendwie einen Internet-Anschluss mit einer Standardqualität von drei Megabit pro Sekunde.

Die zerfressende Breitband-Deutschlandkarte

Für hochauflösende HD-Filme sind sechs bis 16 Megabit vonnöten. Eigentlich keine so große Herausforderung für die TV-Kunden, wo doch die Bundesregierung behauptet, dass wir in Deutschland eine fast 100-prozentige Grundabdeckung mit 10 Megabit pro Sekunde erreicht haben. Was die Merkel-Regierung in ihre Digitale Agenda reingeschrieben hat, ist in der Realität aber nicht vorhanden, moniert der GFT-Geschäftsführer Thomas Dehler bei einer IT-Fachveranstaltung im brandenburgischen Herzberg:

„Netflix hat jüngst eine Deutschlandkarte gezeigt, wo man Video on demand reibungslos empfangen kann. Diese Karte ist zerfressen von nicht vorhandener Breitbandigkeit.“

Wenn er sich als Unternehmer das deutsche Internet anschaut, bekommt Dehler Angst. Und dabei geht es nicht um die fehlende Möglichkeit, populäre Serien wie „House of Cards“ mit dem Oscar-Gewinner Kevin Spacey zu genießen.

Keine neuen Arbeitsplätze ohne schnelles Internet

Die mittelmäßige Netzinfrastruktur außerhalb der Ballungszentren führt zu negativen Arbeitsmarkteffekten.

„Da ändern auch die Pläne von Internetminister Dobrindt, die auf dem Handelskongress in Berlin vorgetragen wurden, überhaupt nichts. Die so genannte Netzallianz wird es jedenfalls aus eigener Kraft nicht stemmen können, in den nächsten Jahren auf eine flächendeckende Breitbandversorgung von 50 Megabit zu kommen. Hier sind Investitionen des Staates vonnöten“, fordert Dehler.

Besonders bitter ist die digitale Rückständigkeit für strukturschwache Gebiete, die junge Talente an Städte wie Köln, Berlin, München oder Hamburg verlieren. Zwischen 2002, dem Jahr des Bevölkerungshöchststandes, und 2008 haben 202 von 413 Landkreisen und kreisfreien Städten mehr als ein Prozent ihrer Einwohner verloren. Wo die Lebensbedingungen schwierig sind, wo es an innovativen Betrieben und gut bezahlten Jobs mangelt, verschärft sich meist auch die demografische Lage.

„Wir verlieren rund 20 Prozent unserer Leistung, weil wir Bewerber für dezentrale Arbeit in unserem Pilotprojekt im Elbe-Elster-Kreis nicht einstellen können – aus technischen Gründen“, sagt Dehler bei der Präsentation einer Studie über die Notwendigkeit von neuen Arbeitskonzepten für ländliche Regionen. „In einer hoch entwickelten Volkswirtschaft wie Deutschland darf es so etwas nicht geben. Die Nichtverfügbarkeit von schnellem Internet wirkt diskriminierend“, kritisiert Dehler.

Neue Arbeitskonzepte gegen Abwanderung und Überalterung

Dabei zählt besonders in strukturschwachen Regionen wie dem Elbe-Elster-Kreis jeder neu geschaffene sozialversicherungspflichtige Arbeitsplatz, betont Marion Richter, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Cottbus. Die Abwanderung und Überalterung könne nur mit neuen Arbeitskonzepten gestoppt werden. „Wenn noch mehr Menschen die Region verlassen, können wir irgendwann zuschließen. Wir wissen gar nicht mehr, wie wir unsere alten Menschen betreuen sollen. Wir würden hier praktisch aussterben.“

Teilweise gehen schon ganze Ortschaften auf die Barrikaden, weil es keine vernünftige technische Anbindung gibt und Arbeitsplätze abwandern. Dieser Tatbestand sei schon sehr traurig, erklärt Gabriele Knütter, eine Mitarbeiterin der ersten Stunde in dem Elbe-Elster-Modellprojekt für dezentrale Arbeit.

Statt sich jährlich beim IT-Altherren-Gipfeln gegenseitig auf die Schulter zu klopfen, sollten vor allem jene Minister, die für die Digitale Agenda der Bundesregierung verantwortlich sind, die Kommunen im Umland von Berlin besuchen. Auf solchen Reisen kann man seinen Horizont erweitern. Die liebwertesten Gichtlinge des Merkel-Kabinetts könnten das gut gebrauchen.

Netflix und die zerfressende Breitband-Deutschlandkarte #jnrw14

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Richard Gutjahr auf dem NRW-Journalistentag Richard Gutjahr auf dem NRW-Journalistentag

Wer sagt denn, dass wir für das Fernsehen noch FERNSEHSENDER brauchen, so die provokative Frage von Richard Gutjahr beim NRW-Journalistentag in Dortmund.

„Warum nicht direkt vom Produzenten kaufen. Viele preisgekrönte Filme und Serien kommen von einer Videothek namens Netflix oder von Amazon. Selbst Microsoft dreht gerade eine große Serie mit Steven Spielberg. Ich mache mir ein bisschen Sorgen um das Konzept Fernsehsender“, frotzelt der TV-Journalist und Blogger.

Gemeint ist der Abschied vom linearen TV-Programm. Heute geht alles mehr oder weniger bequem über Video on demand. Man schaut sich nur dann Filme an, wenn man es möchte. TV-Programme oder gar TV-Zeitschriften werden obsolet. Theoretisch. Man braucht irgendwie einen Internet-Anschluss mit einer Standardqualität von drei Megabit pro Sekunde.

Für hochauflösende HD-Filme sind sechs bis 16 Megabit vonnöten. Eigentlich keine so große Herausforderung für die TV-Kunden, wo doch die Bundesregierung behauptet, dass wir in Deutschland eine fast 100-prozentige…

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