Neuer Podcast: Wie sauber ist unser Wasser? Welche Folgen hat autonomes Fahren für den Menschen? Wie kommen wir mit guter Laune durch die dunkle Jahreszeit?


Wie sauber ist unser Wasser? Welche Folgen hat autonomes Fahren für den Menschen? Wie kommen wir mit guter Laune durch die dunkle Jahreszeit? Das sind einige Fragen der ersten Podcast-Staffel. Ab August gehen Alexander Pradka und Melanie Hahn, Pressesprecher der Hochschule Fresenius, monatlich im Gespräch mit Experten Fragen und Problemen des Alltags auf den Grund.

adhibeo – der Wissenschaftspodcast ergänzt den gleichnamigen Wissenschaftsblog. „Adhibeo“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Ich wende an“: Das heißt, es geht um Forschung, die einen Praxisbezug hat. Wissenschaftler sitzen nicht in ihrem Elfenbeinturm, sie beschäftigen sich mit Themen, die uns alle angehen und unseren Alltag betreffen.

„In der digitalen Kommunikation wie in der Bildung werden Audio-Formate immer wichtiger. Mit unserem neuen Podcast-Format möchten wir den Zuhörerinnen und Zuhörern zeigen: Forschung ist nützlich für den Alltag. Unsere Experten können darüber hinaus ihre Forschungsschwerpunkte mit einer persönlichen Note präsentieren. Wir freuen uns über einen regen Austausch mit unseren Zuhörern“, erklärt Prof. Dr. Tobias Engelsleben, Präsident der Hochschule Fresenius.

Die erste Folge ist ab dem 15. August hörbar und trägt den Titel: Wie sauber ist unser Wasser? – ein Interview mit Prof. Dr. Thomas Knepper.

Prof. Dr. Thomas Knepper ist Vizepräsident für Forschung und Forschungsförderung an der Hochschule Fresenius sowie Direktor des Institutes for Analytical Research.

Der Podcast ist verfügbar über www.hs-fresenius.de/podcasts und iTunes.

Antrittsvorlesungen an der Hochschule Fresenius über Personaldiagnostik, Resilienz und die Arbeitswelt der Zukunft @hs_fresenius

Auf Antrag der Hochschule Fresenius hat das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst Dr. Yvonne Glock zur Professorin für Personal- und Nachhaltigkeitspsychologie, Dr. Ricarda Gades-Büttrich zur Professorin für Arbeits- und Gesundheitspsychologie und Dr. Dirk Stelling zum Professor für Differentielle Psychologie und psychologische Diagnostik in Hamburg berufen. Im Rahmen ihrer Antrittsvorlesungen wurden ihnen die Berufungsurkunden überreicht.

„Arbeitszeugnis ade? Referenzen als digitales und nachhaltiges Instrument für die Personaldiagnostik und -entwicklung“ lautete der Titel der Antrittsvorlesung von Professor Glock. In der heutigen Arbeitswelt stelle die erfolgreiche Personalauswahl einen wichtigen Erfolgsfaktor für Unternehmen dar. Nach wie vor würden sich Personalentscheider im Rekrutierungsprozess jedoch auf Bewerbungsgespräche und auf Arbeitszeugnisse verlassen. „Fünf bis fünfundzwanzig Prozent der Personalentscheidungen erweisen sich als falsch und Stellen werden nicht optimal besetzt“, so Glock.

Dieses Problem könne man mithilfe valider Instrumente beheben, indem die Passgenauigkeit zwischen dem gesuchten Kandidaten und dem Unternehmen oder der im Unternehmen ausgeschriebenen Stelle erhöht werde. Glock sieht in der Digitalisierung des Referenzerhebungsprozesses eine Lösung und beschrieb das Verfahren am Beispiel des Anbieters Queference. „Online-basierte Referenzen erweisen sich als relevante Ergänzung für die Personaldiagnostik und auch die Personalentwicklung“, schlussfolgerte die Psychologin.

Professor Gades-Büttrich hielt ihren Vortrag zum Thema „Resilienz – eine notwendige Kernkompetenz in der neuen Arbeitswelt?“. Mittlerweile würde der Resilienz sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt. „Trainingsangebote, Bücher und Vorträge zu diesem Thema boomen“, so die Psychologin. Daher stelle sich die Frage, ob die Stärkung der individuellen psychischen Widerstandsfähigkeit reicht, um den veränderten Anforderungen der neuen Arbeitswelt gerecht zu werden.

Auch Professor Stelling beschäftigte sich mit der Arbeitswelt der Zukunft. In seinem Vortrag beschrieb er die Auswirkungen zukünftiger Technologien auf unsere Arbeitswelt in den kommenden 50 Jahren. „Fahrzeuge fahren autonom oder werden digital von Teams kontrolliert. Teams bestehen nicht mehr nur aus Menschen, sondern haben Roboter oder digitale Experten als Mitglieder.“ Dies werfe neue Fragen für die Psychologie auf und stelle auch die Personaler vor neue Herausforderungen. Aktuelle Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass die Akzeptanz von Robotern kulturell sehr unterschiedlich ist. So sind Roboter sehr viel akzeptierter in Asien als in unserem Kulturkreis.

„Die Personalauswahl muss sich mit neuen Methoden diesen zukünftigen Herausforderungen stellen. Möglicherweise tragen Bewerber in zukünftigen Assessment Centern VR – Brillen, auf denen Situationen realitätsnäher dargestellt werden können als heute“, so Stelling.