Über allen IT-Gipfeln Ist Ruh, In allen Wipfeln Spürest du Kaum einen Hauch

#WirtschaftimRheinland

Realität in den Bundesverwaltungen: Wir wollen, wir werden, es gilt, es muss, wir möchten, es soll. Die Inflation der Unverbindlichkeiten im „Vertrag“ der Großen Koalition zur digitalen Agenda wird zielgerichtet mit „geeigneten Maßnahmen“ verfolgt wie ein Wackelpudding, den man an die Wand nagelt. Was Unionsparteien und SPD als Digitalpolitik ausweisen, knüpft nahtlos an die Bund-Online-Projekte der vergangenen Jahre an: Sie wurden zu Tode verwaltet. Fehlgeburten mit Lutschpastillen-Wirkung, die mangels zentraler Zuständigkeit und politischem Nachdruck in den verschiedensten Ressorts mit minimaler Sauerstoffzufuhr am Leben erhalten werden. Ab und zu erfährt der Netz-Patient eine Reanimation, bevor er seine letzten Bits und Bytes aushaucht.

Jeder Geschäftsbereich hat irgendetwas zur digitalen Agenda in das Koalitionspapier hineingekritzelt, um es mit fetten Budgets und Planstellen auszustatten – verfeinert mit Kompetenz-Zentren, in denen sich Verwaltungsjuristen austoben können. Da helfen auch keine IT-Gipfel weiter.

Deshalb verwundert es mich nicht, dass auch die Industrie 4.0 Initiativen der Bundesregierung im…

Ursprünglichen Post anzeigen 3 weitere Wörter

Wanka, Gabriel und der Internet-Kindergarten der Bundesregierung #Industrie40

ichsagmal.com

Technik-Geschichte

Manchmal ist es schon erschütternd, wie die eigenen Prognosen von der Realität überrollt werden. So schreibt der Tagespiegel, dass bei der vierten industriellen Revolution, die die Bundesregierung zum Vorzeigeprojekt für die vernetzte Ökonomie aufziehen wollte, nicht mal ein Revolutiönchen rausspringt. Das Projekt Industrie 4.0 werde zerrieben zwischen SPD-Minister Gabriel und CDU-Ministerin Wanka. „Die USA schaffen derweil Tatsachen und lassen Deutschland weit hinter sich“, schreibt der Tagesspiegel.

Da sind wir dann in von mir skizzierten Denkfallen der Industrie 4.0-Initiativen.

Die USA sind dabei, auch bei der vernetzten Industrie Trendsetter zu werden, warnt Franz Eduard Gruber, Gründer und Chef der Software-Firma Forcan, die sich auf die Steuerung von Maschinen spezialisiert hat. Die Amerikaner haben nach seinen Erfahrungen erkannt, dass die Standardisierung in der Kommunikation von Maschinen und Sensoren entscheiden ist.

„Wer den Standard definiert, der definiert, in welche Richtung der Weltmarkt künftig läuft“, so der ehemalige SAP-Manager auf einer Fachtagung des…

Ursprünglichen Post anzeigen 153 weitere Wörter

Tweed-Manager als Zeitgeist-Erscheinung in der Echzeitkommunikation

#WirtschaftimRheinland

Echtzeit-Livekommunikation mit Kai Rüsberg Echtzeit-Livekommunikation mit Kai Rüsberg

Ach wie schön waren die alten Zeiten, in denen Prozesse, Pläne, Budgets, Reklame, Kampagnen, Messen, Meetings und Marktprognosen den Arbeitsalltag von Führungskräften in Wirtschaft und Verwaltung prägten. Alles so schön überschaubar. Die Kommunikation mit Kunden funktionierte über so genannte Kanäle. Im Service sind also Kanalarbeiter tätig gewesen – nicht zu verwechseln mit dem namensgleichen Parteiflügel der SPD. Man hatte ein Ansinnen und schickte seine Botschaft über einen Kanal: Per Telefon, Brief, E-Mail oder über die persönliche Ansprache an Messeständen. Da liegt es doch auf der Hand, die Kommunikationsmöglichkeiten über soziale Netzwerke einfach in diese Prozesskette einzugliedern.

„Lassen Sie es mich ketzerisch formulieren: Social Media ist keine welterschütternde Revolution, sondern ein neuer Kanal – Punkt. Der Kunde hat ein Anliegen und ob er diese nun per SMS oder als ‘Kunde 2.0′ über Social Media kommuniziert, ist nicht so entscheidend“, verkündet ein Silberlocken-Salesmanager in einer Werbeanzeige.

Als Überschrift…

Ursprünglichen Post anzeigen 348 weitere Wörter

Alte Veranstaltungskonzepte funktionieren nicht mehr – „Events 4.0“ als „Plattformen 4.0“ für die neue „Ökonomie 4.0“!

#WirtschaftimRheinland

Im folgenden Beitrag wird argumentiert, warum wir anderen Formen von Events, aber auch von Initiativen, Medien und generell Unternehmen brauchen, weil uns Technologie und Komplexität in diesen Wandel treiben. Die neue Ökonomie 4.0 wird auf „Plattformen 4.0“ als generische Wertschöpfungs-Muster setzen müssen, was aber nicht nur Internet-Plattformen beschreibt, sondern auch klassische „Strukturen“ der Wertschöpfung neu definiert. Events als Einweg-Beschallung sind ebenso inkompatibel mit dem neuen Paradigma wie Medien, deren Leser nur Konsumenten sind, oder Unternehmen, deren Silos und starre Strukturen nicht flexibel auf Anforderungen des Marktes reagieren. Am Ende der Evolution 4.0 werden diese Strukturkonzepte als Inseln verschwinden und zu Plattformen 4.0 konvergieren.

Alles Plattform 4.0 20150524

Abb 1: Der Plattform 4.0-Gedanke transformiert alle „klassischen“ Strukturen

Event 1.0 versus Event 4.0

Stellen Sie sich eine klassische Veranstaltung als Worst Case vor. Sie fahren zum Event, hören mit anderen, ihnen unbekannten Zuhörern von einem „Experten“ eine Frontal-Präsentation und nehmen vielleicht die ein oder andere Information…

Ursprünglichen Post anzeigen 2.695 weitere Wörter

Barcamps neu denken #nöccn15

Netzstrategien für die Wirtschaft

DSC_0080

Einige Gedanken von Winfried Felser, um die Unkonferenz-Idee namens Barcamp weiterzuentwickeln. Man fährt zur Veranstaltung, hört mit anderen Teilnehmern von einem „Experten“ eine Frontal-Präsentation. Von der Einweg-Berieselung bleibt nicht viel übrig.

Was früher einmal ausreichte, ist im neuen Zeitalter ungeeignet. Barcamps als offene Formate mit freier Themenfindung und größer Interaktivität stellen hier schon eine wesentliche Innovation dar, weil sie sowohl von der Themenfindung als auch vom wirklichen Kompetenz-Transfer durch Interaktivität eine höhere User Centricity darstellen. Aber auch ihnen fehlen oft die Nachhaltigkeit und Vernetzung mit anderen relevanten Aktivitäten der Teilnehmer. So findet in der Regel keine Vorbereitung und Nachbereitung des Events statt. Das Matchmaking erfolgt nur über die Themen einzelner Sessions. Die Teilnehmer sind sich oft unbekannt und können auch wechselseitig ihre Herausforderungen und Kompetenzen nicht einschätzen. Der Anschluss eines Barcamps an die Probleme sowie Anforderungen der Nutzer und den Transfer in die Praxis sind gering. Von der kollaborativen Kompetenzentwicklung…

Ursprünglichen Post anzeigen 172 weitere Wörter

Was die Netlix-Aufladekarte bei Penny mit der Netzökonomie zu tun hat #nöccn

ichsagmal.com

Maschinenbauer, Schraubenhersteller und auch eine Vorzeigefirma wie Würth glauben nach wie vor, dass ihre Geschäftsmodelle den persönlichen Austausch bedingen. Ihre Leistungen würden online nicht funktionieren, lautet ein typischer und reflexartiger Satz von Industrievertretern.

„Das kollidiert doch mit der Welt, in der ich die Netflix-Aufladekarte mittlerweile an der Penny-Kasse bekomme oder meine Schrauben günstiger bei Amazon bestellen kann“, sagt Marco Petracca, Berater für B2B-Markenführung.

Netzszene muss praxisrelevante Vorschläge machen

Diese Welt ist dem Mittelstand fremd. Genauso fremd sind der Netzszene praxisrelevante Lösungsvorschläge, um Änderungen zu bewirken.

Der blinde Fleck in der Digitalisierung liegt also nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch an der Mangelhaftigkeit der netzökonomischen Kompetenz von digitalen Diskursen. Wir sollten also weniger über die digitalen Vorzeigeprojekte von Red Bull, Coca Cola & Co. sprechen oder stupides Online-Marketing-Blabla durch die Gegend pusten, sondern über handfeste digitale Strategien für Firmen wie EDAG Engineering in Fulda nachdenken.

Die neue Plattform-Logik

Besonders die…

Ursprünglichen Post anzeigen 344 weitere Wörter

Power von Live-Content nicht unterschätzen – Nekrologe liegen falsch @ruhrnalist @netzpiloten

ichsagmal.com

Livestreaming Battle

Trotz Hype interessiert sich angeblich niemand für die Livestreaming-Apps Periscope und Meerkat, die erst seit wenigen Wochen auf dem Markt sind. Zu dieser These versteigt sich zumindest Daniel Kuhn in einem Netzpiloten-Beitrag.

Etwas apodiktisch formuliert, aber anregend für tiefergehende Fachdebatten – etwa auf Facebook. Als Beleg für seine These stützt sich Kuhn auf die Zahl der Downloads. Beide Dienste müssten nach der medialen Welle eigentlich in den Appstores auf Spitzenplätzen liegen.

„Schaut man sich die Bestenlisten allerdings genauer an, muss man lange suchen, um die Apps zu finden. Laut App Annie ist die zu Twitter gehörende App Periscope in Deutschland nur auf Platz 329 und in den USA auf Platz 161 der beliebtesten iOS-Apps zu finden. Eine Android-Version gibt es bisher nicht. Der direkte Konkurrent Meerkat hat zwar bereits den Weg in den Google Play Store gefunden, belegt dort in den USA aber nur Platz 475 und unter…

Ursprünglichen Post anzeigen 689 weitere Wörter