Z-Superressort statt Digitalministerium? Eine Debatte zu den Vorschlägen von @DoroBaer und @lietzkow — ichsagmal.com

Kein Digitalministerium, sondern ein Superressort als Vorhut bei der Sicherung der technischen Souveränität bringen Staatsministerin Dorothee Bär und cnetz-Vordenker Professor Jörg Müller-Lietzkow in einem Gastbeitrag für die FAZ ins Spiel: „Schaut man nach Bayern und nach Hessen, so liefern die dort einge­rich­te­ten Digi­tal­mi­nis­te­ri­en auch nicht die eine lang­ersehn­te Nummer für alles Digi­ta­le, sondern die Zustän­dig­kei­ten…

Z-Superressort statt Digitalministerium? Eine Debatte zu den Vorschlägen von @DoroBaer und @lietzkow — ichsagmal.com

Über Eliten und die Desorganisation der Gesellschaft

Lektüreempfehlung

Die vornehmste Aufgabe der Libertären besteht nach Ansicht des Vulgärkapitalisten und Trump-Freundes Peter Thiel darin, einen „Ausstieg aus der Politik in allen Formen zu finden“.

„Was nach hehrem Ideal klingt, ist bei Lichte betrachtet nichts anderes als ein Freibrief für Steuerflucht und Verantwortungslosigkeit. Auch der konstruierte Antagonismus zwischen Politik und Technologie, der suggeriert, im Internet herrsche die große Freiheit, trägt zur Verkennung der Lage bei“, so. Die FAZ. Er redet der Demontage der Demokratie das Wort, die Trump auf seine Weise vier Jahre bearbeitete: Für Gewaltenteilung hat Thiel nichts übrig, die Presse betrachtet er als Feind, er spricht per Twitter zu seiner Gefolgschaft.

Die Politik darf das so nicht hinnehmen. „Sie muss die Banker und Manager mit der politischen Macht konfrontieren, muss sie als scheinbar Allmächtige entzaubern. Sie muss sie entlarven als jämmerliche Söldner“, fordert der Schweizer Publizist Frank A. Meyer. Das wird nicht ausreichen. Der Netzwerkforscher Manuel Castells hat das gut analysiert: Die alten und neuen Eliten (etwa Vulgärkapitalisten wie Thiel – er zählt gar zu den Protagonisten, die sich mit den alten Eliten koppeln) verbinden sich zur Absicherung ihrer Herrschaft bei gleichzeitiger Desorganisation der Gesellschaft.

Je stärker das Internet die Vernetzung vorantreibt und jeder nicht nur Empfänger von Botschaften ist, sondern auch Sender, desto stärker versuchen sich die alten Eliten abzusetzen, damit es nicht zu einem übermäßigen Vordringen von „gewöhnlichen“ Leuten in die innere Welt der Cliquen und des Klüngels kommt. Der Zugang zu den Netzwerken der Herrschenden bleibt versperrt. Nachzulesen im Standardwerk von Castells „Das Informationszeitalter I – Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft“.

Quartiersräte als Bindeglied

Die Zersplitterung der Gesellschaft und der Separatismus elitärer Gruppen ist auch nach Analysen des Wirtschaftswissenschaftlers Reinhard Pfriem ein großes Problem.

„Es gibt ein grundlegendes Defizit an der Möglichkeit politischer Artikulation“, mahnt der Ökonom und plädiert für die Entwicklung von institutionellen Formen, die tatsächlich wieder radikale Demokratie ermöglicht: „Es gibt in Berlin in einigen sozialen Brennpunkten der Stadt so genannte Quartiersräte, wo die heterogenen und zukunftsorientiert tätigen Akteure zusammengebracht und mit der darüber liegenden Ebene verkoppelt werden.“

Also ein Bindeglied zu den kommunalen und landespolitischen Instanzen. In der Hauptstadt sind es die Bezirksverordneten-Versammlungen und das Abgeordnetenhaus. Die gegenwärtige Form von repräsentativer Parlamentsdemokratie schwebe schon institutionell über dem, was Menschen wirklich bewegt. Pfriem bringt den Begriff der Agora ins Spiel, also den Ort der öffentlichen Verständigung und Kommunikation in der griechischen Antike. Das gilt nach seiner Auffassung auch für die Wissenschaft, die sich transparent zu zeigen und zu rechtfertigen hat sowie ihre von der Gesellschaft alimentierte Funktion unter Beweis stellen muss. 

China, Künstliche Intelligenz und digitale Bildung #DigitalX — ichsagmal.com

Hermann Simon: Wir müssen chinesischer werden. Was man in #China am besten tun kann, müsse man auch in China tun, betont der Gründer und langjährige Vorsitzende der Geschäftsführung des Beratungsunternehmens Simon-Kucher & Partners. Daher seine Formulierung „Wir müssen chinesischer werden“ und uns ein Beispiel an der Digitalisierung in China nehmen. Umgekehrt würde dies seit längerem…

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Von der Bierdeckel-Steuerreform zur Transaktionssteuer #EconTwitter — ichsagmal.com

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos diskutierten vor zwei Jahren Ökonomen auch über Ökonomik und stellten neue Ideen für die Wirtschaftswissenschaft vor. So richtig vom Hocker hauen mich die Überlegungen bislang nicht. 45 weitere Wörter

Von der Bierdeckel-Steuerreform zur Transaktionssteuer #EconTwitter — ichsagmal.com

Islands Frauen, Islands Lyrik: Der Übersetzer Wolfgang Schiffer über den Gedichtband „das kleingedruckte“ von Linda Vilhjálmsdóttir

Bücheratlas

Linda Vilhjálmsdóttir Foto: Studio Gassi

Der Gedichtband „das kleingedruckte“ der Isländerin Linda Vilhálmsdóttir handelt in kraftvollen Versen von den Frauen Islands – nicht zuletzt von den sogenannten Bergfrauen, die „souverän und unabhängig“ hervortreten. Diese Gedichte sind so klar und frisch wie die Luft auf der Insel (wenn nicht gerade ein Vulkan seine Asche ausspeit). Die Zeilen fügen sich zu einer lyrischen Erzählung aus dem Land der Sagas. Dem Übersetzer Wolfgang Schiffer haben wir einige Fragen zum Buch, zum Land und zum Übersetzen gestellt.  

Herr Schiffer, „das kleingedruckte“ ist der dritte Gedichtband der Isländerin Linda Vilhjálmsdóttir, der auf Deutsch erscheint und bereits der zweite, den Sie mit Jón Thor Gíslason übersetzt haben. Was sind für Sie die besonderen Stärken der Lyrikerin?

Ich beschäftige mich mit den Arbeiten von Linda Vilhjálmsdóttir bereits seit ihrem ersten Gedichtband „Bláþráður / Dünner Faden“ 1990, damals als Mitherausgeber des Bandes „Ich hörte die Farbe Blau“…

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Hörtipp: Von Diversity im Kopf und in der Verwaltung – Der SPRIN-D Podcast mit Katrin Suder vom Digitalrat

StefanPfeiffer.Blog

Ich gebe zu, dass ich den Digitalrat der Bundesregierung wenn überhaupt nur am Rande wahrgenommen habe. Mehr Aufmerksamkeit bekommen hat er jetzt durch das Gespräch zwischen Katrin Suder und Thomas Ramge im Podcast von SPRIN-D, der deutschen Agentur für Sprunginnovation, erhalten. Katrin Suder, Vorsitzende des Digitalrats der Bundesregierung, Mitglied des Kuratoriums der Hertie School of Governance, vorher im Verteidigungsministerium und eine ehemalige „McK’ie“, wird von Ramge zur Arbeit des Digitalrats und darüber hinaus befragt.


https://feeds.podcastproduzenten.de/sprind/feed/

Es werden viele Aspekte und Themen behandelt,fallen viele Begriffe, viele Schlagworte, die gerade heutzutage durch die Corona-Krise noch mehr in den Fokus geraten sind und ich erlebe einige Déja-vu und Future-vu in meinem ganz persönlichen Spagat zwischen Themen, mit denen ich im Job im IBM Livestudio und aus Privatinteresse hier im Blog oder bei #9vor9 beschäftige.

Katrin Suder spricht über die Notwendigkeit, sich in vielen Bereichen vom Projektmanagement nach dem Wasserfallmodell hin zu iterativer…

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Mobilität fast wieder auf Vor-Corona-Niveau – Homeoffice-Potenzial wird nicht ausgeschöpft — ichsagmal.com

Die Mobilität in Deutschland hat sich in der zweiten Februarhälfte 2021 (15. bis 26. Februar) stark dem Vorkrisenniveau angenähert. Während die Mobilität der Bevölkerung in den ersten beiden Februarwochen (1. bis 14. Februar 2021) noch 19 % unter dem Vorkrisenniveau des Februars 2019 lag, stieg sie in den Folgewochen deutlich: In der 7. Kalenderwoche (15. bis 21. […]

Mobilität fast wieder auf Vor-Corona-Niveau – Homeoffice-Potenzial wird nicht ausgeschöpft — ichsagmal.com

Konfetti, Caipirinha und lange Schlangen am Faxgerät: Es wurde in Redaktionen viel geraucht, diskutiert und gelacht — ichsagmal.com

Walter Tauber: „Wir hatten kleine Einzelbüros und ließen die Tür offen. Ein Kollege brüllte immer ‚Der Mensch’ und wir antworteten ‚…ist eine Sau.’ Ein deftiges und liebevolles Ritual.“ Moderne Redaktionen sind im Echtzeitstress: Technisch am Newsdesk perfekt ausgestattet als Koordinations- und Produktionszentrale. Der Newsroom ist heute in der Regel ein Großraumbüro, das architektonisch neue redaktionelle […]

Konfetti, Caipirinha und lange Schlangen am Faxgerät: Es wurde in Redaktionen viel geraucht, diskutiert und gelacht — ichsagmal.com

Spitzenpositionen per Losverfahren besetzen — ichsagmal.com

In seinem Buch „Luck: A Key Idea for Business and Society“ fordert der Verhaltensforscher Chengwei Liu ein Ende des Kults um Vorstandschefs und hochrangige Persönlichkeiten – dazu würde ich auch Parteivorsitzende, Regierungschefs, Minister und Ministerinnen zählen. Seine These: Der Faktor Glück spielt besonders in Top-Positionen eine entscheidende Rolle. „Wir haben eine romantische Vorstellung von Anführern […]

Spitzenpositionen per Losverfahren besetzen — ichsagmal.com