#DFG Präsident kann mit „Großer Transformation“ nichts anfangen – bedauerlich

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Was zur Zeit unter den Stichworten von „Großer Transformation“, „Forschungswende“ oder „Transformative Wissenschaft“ diskutiert wird, hält Professor Peter Strohschneider strukturell für populistisch.

Auf Seite 83 der Publikation „Nachhaltige Zeitenwende“ schreibt Strohschneider:

Die Pluralität und die Widersprüchlichkeit der Welt- und Problemlagen werde unter einem einzigen
Prinzip homogenisiert und eine Letztgeltung beansprucht.

„Dieses Prinzip wird sozusagen für transzendent und unverfügbar erklärt: Es gehe um nichts Geringeres als um die Rettung der Welt. Und man kann sich also gar nicht dieses Prinzip nicht zu Eigen machen, ohne dem Anathema zu verfallen. Anders gesagt, die transformative Wissenschaft überspielt ihre analytische Unterkomplexität durch guten Willen und stellt von Argumentation auf Moralisierung um.“

Das sei für die Ziele der Nachhaltigkeit keineswegs von Vorteil, so der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Der Diskurs der „Großen Transformation“ und der „Forschungswende“
sei auch deshalb zu kritisieren, weil er zurück in die kontraproduktive Dichotomie von Wahrheit und Nutzen führt…

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Bonner #Sommerinterview – So verlief die diesjährige Saison

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Was ARD und ZDF können, kann ich auch: Sommerinterviews in unserem Garten. Das mache ich nun schon im dritten Jahr. Die Saison ist abgeschlossen. So liefen die Gespräche:

Bonner Wirtschaftsanzeiger startet – Hakan Cengiz

Gestaltungsdiskurs zu Industrie 4.0, fehlende Debatte zu Society 4.0 und die Rolle von Fach- und Publikumsmedien – Professor Volker Banholzer

Wie die Digitalisierung unser Bildungssystem abschafft und wie mögliche Alternativen aussehen – Christoph Schmitt

Livestream made easy – Thomas Nowara

Mehr Menschen am richtigen Ort – Antje Röwe

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Unternehmerischer Sachverstand im Top-Management Mangelware #ZP17

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Wir sollten uns auch mit der Frage auseinandersetzen, ob wir in Deutschland mit der Digitalisierung wirklich nur Effizienz können und bei Innovationen versagen, wie Detecon-Analyst Marc Wagner im Interview zur Kölner Fachmesse Zukunft Personal ausdrückte:

„Beim Aufsetzen von Effizienzprogrammen und bei inkrementellen Verbesserungen sind wir in Deutschland total gut. Darauf sind wir konditioniert. Da werden die letzten fünf Prozent an Effizienz herausgeschwitzt. Was Unternehmer wie Robert Bosch gut konnten, das haben wir verlernt.“

Als aktionistische Ausweichaktion gründet so ziemlich jedes Unternehmen etwas und dem Stichwort „Lab“ oder „Garage“. Davor steht dann meistens „Digital“. Beheimatet sind die Zukäufe oder Neugründungen meistens in San Francisco, Tel Aviv oder Berlin.

In den Labs ballert man Geld raus

„Man erhofft sich in einem fancy Umfeld tolle radikale Innovationen. Ausgestattet mit einem dicken Budget soll der Anschluss an Unternehmen in den USA, in Asien und Israel gelingen. Es geht aber in diesen Labs primär nur…

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Good Governance oder: Wirtschaft alleine schafft keine Prosperität

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Sehr spannendes Buch, kommentiert Lutz Becker auf Facebook. Gemeint ist das Opus von Steffen Martus.

„Ich habe die ersten 200 Seiten von über 1000 wirklich verschlungen. Gerade treibt mich die Frage um, warum in der Aufklärung die von Handel und Kaufmannschaft geprägten Orte an Strahlkraft verloren, und stattdessen die kleinen Residenzstädte profitieren. Die Antwort ist vermutlich immer die gleiche, inklusive Institutionen und Good Governance. Oder andersrum gedacht, Wirtschaft alleine schafft keine Prosperität (Seite 188)“, so Becker.

Das Werk von Martus bietet aber noch viel mehr. Etwa die Ausführungen des Autors im Interview mit Alexander Kluge.

http://www.dctp.tv/filme/auswege-aus-dem-kerker-newsstories-16052017/embed/

Oder die Passagen im Buch über Kant als Marketing-Genie (sorry Herr Professor Meffert, sie wollen den Begriff ja beerdigen, aus guten Gründen – also das MARKETING):

„Er erkannte das Problem, dass vernünftige Argumente nicht notwendigerweise von sich aus überzeugen. Daher arbeitete er am Gedankenmarketing und machte sich populär. Mit seinen ‚Prolegomena zu einer jeden…

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Die große Frage lautet: Wem gehört die digitale Agenda im Unternehmen?

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CIOs können sich nicht mehr als interne Dienstleister zurücklehnen und Anfragen abarbeiten.

„Der CIO muss intern ein Beziehungsnetzwerk aufbauen und pflegen. Das verlangt nach Lobbyarbeit in der eigenen Organisation“, betont Mark Hayes vom Beratungshaus Harvey Nash.

Also Kontakte zu Einkauf, Marketing, Vertrieb, Logistik und anderen Abteilungen. So dürfen Einkäufe nicht am CIO vorbeigehen, wie es Axel Oppermann beschrieben hat. Der CIO müsse sich hier als unverzichtbarer Tech-Experte verankern. Auch da wächst der Konkurrenzdruck, erklärt Hayes.

„Es gibt immer mehr CDOs mit eigenem IT-Budget. Das führt intern zu Konflikten.“

Um zukunftsfähig zu sein, müssen CIOs sich neu erfinden.

„Deutschland braucht neue CIOs. Im Vergleich zu den vergangen fünf bis zehn Jahren werden in Unternehmen andere Fähigkeiten nachgefragt“, sagt Hayes.

Technologische Kenntnisse sind die Basis. Dazu kommen neue Themen wie Data Science, Big Data, Open Source, Forschung und Entwicklung, digitale Expertise, Plattform-Strategien.

„Große Unternehmen legen eine digitale Strategie fest. Das allererste was…

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