#DFG Präsident kann mit „Großer Transformation“ nichts anfangen – bedauerlich

ichsagmal.com

Was zur Zeit unter den Stichworten von „Großer Transformation“, „Forschungswende“ oder „Transformative Wissenschaft“ diskutiert wird, hält Professor Peter Strohschneider strukturell für populistisch.

Auf Seite 83 der Publikation „Nachhaltige Zeitenwende“ schreibt Strohschneider:

Die Pluralität und die Widersprüchlichkeit der Welt- und Problemlagen werde unter einem einzigen
Prinzip homogenisiert und eine Letztgeltung beansprucht.

„Dieses Prinzip wird sozusagen für transzendent und unverfügbar erklärt: Es gehe um nichts Geringeres als um die Rettung der Welt. Und man kann sich also gar nicht dieses Prinzip nicht zu Eigen machen, ohne dem Anathema zu verfallen. Anders gesagt, die transformative Wissenschaft überspielt ihre analytische Unterkomplexität durch guten Willen und stellt von Argumentation auf Moralisierung um.“

Das sei für die Ziele der Nachhaltigkeit keineswegs von Vorteil, so der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Der Diskurs der „Großen Transformation“ und der „Forschungswende“
sei auch deshalb zu kritisieren, weil er zurück in die kontraproduktive Dichotomie von Wahrheit und Nutzen führt…

Ursprünglichen Post anzeigen 756 weitere Wörter

Bonner #Sommerinterview – So verlief die diesjährige Saison

ichsagmal.com

Was ARD und ZDF können, kann ich auch: Sommerinterviews in unserem Garten. Das mache ich nun schon im dritten Jahr. Die Saison ist abgeschlossen. So liefen die Gespräche:

Bonner Wirtschaftsanzeiger startet – Hakan Cengiz

Gestaltungsdiskurs zu Industrie 4.0, fehlende Debatte zu Society 4.0 und die Rolle von Fach- und Publikumsmedien – Professor Volker Banholzer

Wie die Digitalisierung unser Bildungssystem abschafft und wie mögliche Alternativen aussehen – Christoph Schmitt

Livestream made easy – Thomas Nowara

Mehr Menschen am richtigen Ort – Antje Röwe

Ursprünglichen Post anzeigen

Unternehmerischer Sachverstand im Top-Management Mangelware #ZP17

ichsagmal.com

Wir sollten uns auch mit der Frage auseinandersetzen, ob wir in Deutschland mit der Digitalisierung wirklich nur Effizienz können und bei Innovationen versagen, wie Detecon-Analyst Marc Wagner im Interview zur Kölner Fachmesse Zukunft Personal ausdrückte:

„Beim Aufsetzen von Effizienzprogrammen und bei inkrementellen Verbesserungen sind wir in Deutschland total gut. Darauf sind wir konditioniert. Da werden die letzten fünf Prozent an Effizienz herausgeschwitzt. Was Unternehmer wie Robert Bosch gut konnten, das haben wir verlernt.“

Als aktionistische Ausweichaktion gründet so ziemlich jedes Unternehmen etwas und dem Stichwort „Lab“ oder „Garage“. Davor steht dann meistens „Digital“. Beheimatet sind die Zukäufe oder Neugründungen meistens in San Francisco, Tel Aviv oder Berlin.

In den Labs ballert man Geld raus

„Man erhofft sich in einem fancy Umfeld tolle radikale Innovationen. Ausgestattet mit einem dicken Budget soll der Anschluss an Unternehmen in den USA, in Asien und Israel gelingen. Es geht aber in diesen Labs primär nur…

Ursprünglichen Post anzeigen 552 weitere Wörter

Good Governance oder: Wirtschaft alleine schafft keine Prosperität

ichsagmal.com

Sehr spannendes Buch, kommentiert Lutz Becker auf Facebook. Gemeint ist das Opus von Steffen Martus.

„Ich habe die ersten 200 Seiten von über 1000 wirklich verschlungen. Gerade treibt mich die Frage um, warum in der Aufklärung die von Handel und Kaufmannschaft geprägten Orte an Strahlkraft verloren, und stattdessen die kleinen Residenzstädte profitieren. Die Antwort ist vermutlich immer die gleiche, inklusive Institutionen und Good Governance. Oder andersrum gedacht, Wirtschaft alleine schafft keine Prosperität (Seite 188)“, so Becker.

Das Werk von Martus bietet aber noch viel mehr. Etwa die Ausführungen des Autors im Interview mit Alexander Kluge.

http://www.dctp.tv/filme/auswege-aus-dem-kerker-newsstories-16052017/embed/

Oder die Passagen im Buch über Kant als Marketing-Genie (sorry Herr Professor Meffert, sie wollen den Begriff ja beerdigen, aus guten Gründen – also das MARKETING):

„Er erkannte das Problem, dass vernünftige Argumente nicht notwendigerweise von sich aus überzeugen. Daher arbeitete er am Gedankenmarketing und machte sich populär. Mit seinen ‚Prolegomena zu einer jeden…

Ursprünglichen Post anzeigen 148 weitere Wörter

Die große Frage lautet: Wem gehört die digitale Agenda im Unternehmen?

ichsagmal.com

CIOs können sich nicht mehr als interne Dienstleister zurücklehnen und Anfragen abarbeiten.

„Der CIO muss intern ein Beziehungsnetzwerk aufbauen und pflegen. Das verlangt nach Lobbyarbeit in der eigenen Organisation“, betont Mark Hayes vom Beratungshaus Harvey Nash.

Also Kontakte zu Einkauf, Marketing, Vertrieb, Logistik und anderen Abteilungen. So dürfen Einkäufe nicht am CIO vorbeigehen, wie es Axel Oppermann beschrieben hat. Der CIO müsse sich hier als unverzichtbarer Tech-Experte verankern. Auch da wächst der Konkurrenzdruck, erklärt Hayes.

„Es gibt immer mehr CDOs mit eigenem IT-Budget. Das führt intern zu Konflikten.“

Um zukunftsfähig zu sein, müssen CIOs sich neu erfinden.

„Deutschland braucht neue CIOs. Im Vergleich zu den vergangen fünf bis zehn Jahren werden in Unternehmen andere Fähigkeiten nachgefragt“, sagt Hayes.

Technologische Kenntnisse sind die Basis. Dazu kommen neue Themen wie Data Science, Big Data, Open Source, Forschung und Entwicklung, digitale Expertise, Plattform-Strategien.

„Große Unternehmen legen eine digitale Strategie fest. Das allererste was…

Ursprünglichen Post anzeigen 51 weitere Wörter

Internet der Dinge mit Öko-Intelligenz – Überlegungen zur Post-Müll-Epoche @UweSchneidewind

ichsagmal.com

In einer Pressemitteilung befördert das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie einen Gedanken zutage, den ich im vergangenen Jahr in einer Session des Nachhaltigkeitscamps in Bonn diskutiert habe: Wie man Produkte mit Öko-Intelligenz aufladen kann.

Eine Studie des Bundesumweltministeriums geht davon aus, dass die Kreislaufwirtschaft von der Digitalisierung besonders profitieren würde – gleichzeitig zeigt sie, dass das Thema bisher aber kaum systematisch angegangen wird. Dr. Henning Wilts, Leiter des Geschäftsfeldes Kreislaufwirtschaft und Dr. Holger Berg, Projektleiter im Geschäftsfeld Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie widmen sich daher dieser Thematik und arbeiten an einer „Circular Economy Literacy“, die den Weg in die digitale und ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft ebnen soll. Im neu erschienen Positionspapier „in brief“ des Wuppertal Instituts gehen die beiden Autoren ausführlich auf das Thema ein.

Obwohl das Optimierungspotenzial groß sei, ist die Realität noch weit von sogenannten geschlossenen Kreisläufen entfernt. Aus Abfällen gewonnene Sekundärrohstoffe – Rezyklate genannt…

Ursprünglichen Post anzeigen 440 weitere Wörter

Einladung zur Pressekonferenz am 11. September in Berlin #D2030

Die Zukunft beginnt jetzt #FutureHubs #D2030

Pressekonferenz: Deutschland 2030 – Der Zukunft eine Stimme geben
Am 11. September, um 11 Uhr im Haus der Bundespressekonferenz, Schiffbauerdamm 40 10117

Teilnehmende (u.a.):
Prof. Dr. Dirk Helbing (ETH Zürich), Dr. Karlheinz Steinmüller (Zukunftsforscher, Autor), Dr. Alexander Fink (ScMI Szenario-Management), Beate Schulz-Montag und Klaus Burmeister (Geschäftsführung D2030)

Die gemeinnützige Initiative D2030 hat in einem partizipativen Prozess Szenarien für die Zukunft Deutschlands im Jahr 2030 entwickelt. Am 11.09. werden diese, gemeinsam mit einem Memorandum zur Bundestagswahl, der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziel der Initiative ist es, einen breiten Zukunftsdialog anzustoßen, der Deutschland Wege aus der Alternativlosigkeit und dem Krisendenken weist und uns als Gesellschaft in Zukunft handlungsfähig macht. Weitere Infos unter http://www.d2030.de

Kontakt:

Andreas Schiel
schiel@d2030.de
0176-21547017

Eventseite auch auf Facebook.

Man hört, sieht und streamt sich in Berlin.

Ursprünglichen Post anzeigen

Autonome Mobilität: Was verändert sich im Transportwesen? Antworten um 16 Uhr im Livestream

ichsagmal.com

Der autonome LKW fährt 24 Stunden am Tag und er muss keinen Parkplatz suchen.

„Seamless logistics – also die nahtlose Logistik – ist der feuchte Traum der Logistikbranche“, so Professor Lutz Becker in einer FutureHubs-Fachrunde der D2030-Zukunftsinitiative.

Das werde Konsequenzen haben. Was werden dann die LKW-Fahrer machen? Selbst die das Be- und Entladen gehe über Roboter.

„Ich glaube, diese Entwicklung wird sehr schnell kommen, weil der ökonomische Druck so hoch ist. Wenn der LKW den halben Tag steht, brauche ich zwei LKWs. Bei der autonomen Mobilität brauche ich nur noch einen“, sagt Becker.

Das werde die Branche völlig umkrempeln: Keine Wartezeiten, ständige Verfügbarkeit, Reduktion der Ausfallzeiten und vieles mehr.

Hier müssten die Ökonomen im Sinne der Möglichkeitswissenschaft Antworten liefern, fordert Professor Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts.

„Was heißt das für so eine Branche, was bedeutet das im Hinblick auf die Arbeitsplätze, die dort verloren gehen, wie nehme ich heute…

Ursprünglichen Post anzeigen 86 weitere Wörter