Hi, Ai – Liebesgeschichten aus der Zukunft – Filmabend am Freitag in Bonn

Filmabend zur Künstliche Intelligenz im bpb:medienzentrum am 15. November um 18 Uhr / Diskussion mit Filmproduzent und Philosphieprofessorin / Eintritt frei inklusive Snacks und Getränke

Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb lädt ein zum Filmabend „Hi, Ai – Liebesgeschichte aus der Zukunft“ am Freitag, 15. November 2019 um 18 Uhr im bpb:medienzentrum, Adenauerallee 86 in Bonn. Im Anschluss gibt es eine Diskussion mit der Philosophieprofessorin Susanne Hahn von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Der Produzent Stefan Kloos wird per Skype dazu geschaltet.

Die Entwicklungen in der Künstlichen Intelligenz und Robotik schreiten mit großen Schritten voran und verändern unser Verhältnis zu Maschinen nachdrücklich. Die ehemals scharfen Trennlinien zwischen Mensch und Maschine verwischen zunehmend und werfen nicht nur technische Fragen auf.

Für den Dokumentarfilm wurden Menschen begleitet, die mit Robotern in Beziehung stehen: die mit ihnen eine Reise unternehmen oder sie in den Kreis ihrer Familie aufnehmen. Der Film thematisiert die Frage wie sich die zunehmend enge Interaktion zwischen Menschen und autonomen Maschinen nicht nur sicher, sondern auch moralisch verantwortungsvoll gestalten lässt. Wo liegen die ethischen Grenzen der Technisierung und wie kann das Zusammenleben mit den zunehmend selbst denkenden Maschinen gestaltet werden?

Moderiert wird die Veranstaltung von Nora Hespers, freie Journalistin und Buchautorin.

Auf einen Blick:
Filmabend „Hi, Ai – Li ebesgeschichten aus der Zukunft“
Zeit: 15. November, 18 – 20:30 Uhr
Ort: bpb:medienzentrum, Adenauerallee 86, 53113 Bonn

Den Link zur Anmeldung, der Trailer zum Film und weitere Informationen.

Gib der Zukunft ein Hashtag: Die Abstimmung

Der Kölner Soziologe Klaus Janowitz sprach vor ein paar Jahren sehr treffend von der „Hashtag-Ökonomie“ als Gegenentwurf zur durchorganisierten Gesellschaft. Es geht um Verbindungen von Neigungen und Interessen. Es geht um vernetzten Individualismus fernab von Reports, Indikatoren, Kennzahlen und Excel-Tabellen, die nur Ausdruck der Hilflosigkeit in einer vernetzten Welt sind.

Hashtags sind also eine wichtige Klammer auch im Community-Management. Und da hat sich bei kritischen Diskursen über Zukunftsthemen eine interessante Entwicklung auf Twitter ergeben. „Der Zukunft eine Stimme geben, ist das Motto, dass jetzt ausfüllt, interpretiert und gestaltet werden wird. Immer wieder montags, eröffnen wir einen kuratierten Open Space für Zukunftsthemen“, so formuliert es Klaus Burmeister aka @foresight_lab.

Das Ganze soll nun ein Hashtag bekommen. Hier die Abstimmung, die bis Donnerstag, 12 Uhr läuft:

Zum 75. Geburtstag von Peter Weibel: Utopische und anti-utopische Visionen für die Netzkultur

Der französische Comic-Zeichner und Erzähler Albert Robida entwarf in seinen Science-Fiction-Geschichten Ende des 19. Jahrhunderts ein erstaunlich genaues Bild unserer heutigen Kommunikationsgesellschaft. In seinen Erzählungen stehen riesige Flachbildschirme herum, über die auf Endlosbändern Nonstop-Nachrichten aus aller Welt laufen, es gibt Videotelefon-Konferenzen und ein immens beschleunigtes Leben. In einem Interview im Jahre 1919 sagte er, er beneide die Menschen der Zukunft kein bisschen: „Sie werden ihren Alltag im Räderwerk einer total mechanisierten Gesellschaft verbringen, in einem Maße, dass ich mich frage, wie sie noch die einfachsten Freuden genießen wollen, die uns zur Verfügung stehen: Stille und Einsamkeit. Aber da sie all das überhaupt nie kennengelernt haben werden, wird es ihnen auch nicht fehlen.“

Die Szenarien der so genannten Anti-Utopisten wie Robida oder Jules Vernes sind erstaunlich treffsicher. Ihre Denkanstöße sollte man sehr ernst nehmen, wenn es um die Mensch-Maschine-Interaktion geht. So sind Google und Facebook ja keine selbstlosen Vereine, sondern entwickeln sich zu mächtigen Schaltzentralen der digitalen Öffentlichkeit und kassieren dafür kräftig Werbegelder. Sie sind Infrastrukturanbieter und sollten sich auch dementsprechend verhalten. Die Chefs der Internet-Giganten führen bei jeder sich bietenden Gelegenheit die steigende Zahl der Nutzer als Beweis ihrer Leistungsfähigkeit ins Feld führen. Alles sei so einfach und komfortabel. Dahinter steht die Botschaft: Werde ein Teil dieser schönen neuen Welt der sozialen Netzwerke. Im Beschwerdemanagement sind diese Konzerne dann alles andere als komfortabel und kompetent. Dann kippt die Ökonomie der Beteiligung in eine höchst undurchsichtige Servicebürokratie.

Vielleicht sollte man sich stärker an den Ur-Gedanken der Netz-Visionäre orientieren, die anknüpfen an die Dialogutopie von Lesegesellschaften, literarischen Salons und Debattierclubs. So erkunden Kurd Alsleben, Antje Eske und befreundete Künstler, Philosophen und Wissenschaftler, welche künstlerischen Möglichkeiten mit den neuen Kommunikationsformen des Netzes auftreten und entwickeln eine Kunst der Konversation, die auf eine lange Tradition verweisen kann: von der antiken „ars sermonis“, den Musenhöfen der italienischen Renaissance, der französische Salonkultur des 17. und 18. Jahrhunderts, bis zum Surrealismus und Dadaismus des 20. Jahrhunderts.

„Konversationskunst“ sei eine Kunst des Austauschs, die sich von der alltäglichen Kommunikation abhebt. Sie produziere kein Werk, sondern erlaubt das gemeinsame, spielerische Sammeln von Erfahrungen und das Entstehen von Ideen, die den aktuellen gesellschaftlichen Common Sense überschreiten. „Ich weiß allein nicht weiter“ ist das Leitmotiv dieses Konversierens.

Das 21. Jahrhundert könnte wieder ein Jahrhundert des Gesprächs sein. Das 20. Jahrhundert war ein Jahrhundert der Manifeste. Was wir jetzt erleben, ist eine Abweichung von geschlossenen Medienformaten. Schon in den 1980er Jahren experimentierten Alsleben und Eske mit vernetzten Dialogen über HyperCards. Essentiell sei dabei die kulturelle Tiefe der Konversationen. Beide wollen die künstlerischen Qualitäten und die politische Dimension des Social Web abtesten. Basta-Entscheidungen und das reine Manifestieren von politischen Positionen würden nicht mehr funktionieren. Es geht immer mehr um das mühsame Aushandeln von Positionen und um die Frage „Wie wäre es denn schön“.

Auch für Professor Peter Weibel vom Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) gibt es einen Bogen von der Salon-Konversation, über die Aufklärung bis zum Chat-Room: „Das Internet führt fort, was im Umkreis der Aufklärung begonnen wurde und man kann hoffen, dass es sich als eine erweiterte politische Macht etabliert.“ Die Dialogformen der sozialen Medien seien nichts anderes als die demokratisierte Form der Salonkonversation, die früher nur in elitären Kreisen geführt wurde – heute ist es ein Jedermann-Phänomen. Das Internet habe das Gespräch als politische Kraft zu einem Instrument der gemeinsamen Lebensgestaltung gemacht. Diese Dialoge müsse man als Philosophie des Sprechaktes sehen. „Hier werden Dinge mit Worten gemacht“, so Weibel. Das Monopol der Sprecher in den Parlamenten und Massen sei gebrochen.

Als Vorbild für den Netz-Diskurs könnte auch das dadaistische Cabaret Voltaire in Zürich dienen. Hier ging es vor allen Dingen um den spielerischen Umgang mit den Fragen des Lebens. Ein Dadaist war zugleich Anti-Dadaist. „Sein liebster Zeitvertreib ist es, Rationalisten in Verwirrung zu stürzen, indem er zwingende Gründe für unvernünftige Theorien erfindet und diese Theorien dann zum Triumph führt“, erläutert mein Lieblingsphilosoph Paul Feyerabend in seinem Buch „Wider den Methodenzwang“. Das einzige, wogegen sich der Dadaist eindeutig und bedingungslos wendet, sind allgemeine Grundsätze, allgemeine Gesetze, allgemeine Ideen wie „die Wahrheit“, „die Vernunft“, „die Gerechtigkeit“, „die Liebe“ und das von ihnen hervorgerufene Verhalten, wenn er auch nicht bestreitet, dass es oft taktisch richtig ist, so zu handeln, als gäbe es derartige Gesetze und als glaube er an sie. Der Dadaist vereint Vernunft und Unvernunft, Sinn und Unsinn, Plan und Zufall – sie gehören als notwendige Teile eines Ganzen zusammen. Denn letztlich ist alles ein Produkt unserer schöpferischen Einbildungskraft und nicht das Ergebnis eines Universums von Tatsachen.

Dafür stehen auch die Regellosigkeit des Netzes und der Kontrollverlust. Es gibt keine Gewissheiten im Netz: „Manchmal lassen sich verkrustete Probleme nur durch Neugründung einer Alternative lösen, und nirgends ist das Weiterziehen und Neugründen leichter als im Internet, wo die unbesiedelten Kontinente nie zu Ende gehen. Die Konvektionsbewegung zwischen agilen Neugründungen, erstarrten Imperien, Zerfall und Erneuerung gibt es online wie offline, im Internet sind ihre Zyklen nur kürzer als draußen“, stellt Kathrin Passig fest.

Siehe auch:

Ideengeber und Kunstweltbeweger: Symposium zum 75. Geburtstag von Peter Weibel

Neuer Podcast: Wie sauber ist unser Wasser? Welche Folgen hat autonomes Fahren für den Menschen? Wie kommen wir mit guter Laune durch die dunkle Jahreszeit?


Wie sauber ist unser Wasser? Welche Folgen hat autonomes Fahren für den Menschen? Wie kommen wir mit guter Laune durch die dunkle Jahreszeit? Das sind einige Fragen der ersten Podcast-Staffel. Ab August gehen Alexander Pradka und Melanie Hahn, Pressesprecher der Hochschule Fresenius, monatlich im Gespräch mit Experten Fragen und Problemen des Alltags auf den Grund.

adhibeo – der Wissenschaftspodcast ergänzt den gleichnamigen Wissenschaftsblog. „Adhibeo“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Ich wende an“: Das heißt, es geht um Forschung, die einen Praxisbezug hat. Wissenschaftler sitzen nicht in ihrem Elfenbeinturm, sie beschäftigen sich mit Themen, die uns alle angehen und unseren Alltag betreffen.

„In der digitalen Kommunikation wie in der Bildung werden Audio-Formate immer wichtiger. Mit unserem neuen Podcast-Format möchten wir den Zuhörerinnen und Zuhörern zeigen: Forschung ist nützlich für den Alltag. Unsere Experten können darüber hinaus ihre Forschungsschwerpunkte mit einer persönlichen Note präsentieren. Wir freuen uns über einen regen Austausch mit unseren Zuhörern“, erklärt Prof. Dr. Tobias Engelsleben, Präsident der Hochschule Fresenius.

Die erste Folge ist ab dem 15. August hörbar und trägt den Titel: Wie sauber ist unser Wasser? – ein Interview mit Prof. Dr. Thomas Knepper.

Prof. Dr. Thomas Knepper ist Vizepräsident für Forschung und Forschungsförderung an der Hochschule Fresenius sowie Direktor des Institutes for Analytical Research.

Der Podcast ist verfügbar über www.hs-fresenius.de/podcasts und iTunes.

China und die digitale Gesellschaft #ThinkAtIBM #Livestudio

Elena Gatti, Managing Director DACH bei Azoya International

Wer an Kunden in China verkaufen will, der muss die wohl digitalste Gesellschaft der Welt verstehen – ein Land der kreativen Ideen, in dem der Supermarkt zum Kunden kommt und das Smartphone alles erledigt. Warum ist China der größte Mobile-Payment-Markt der Welt? Was zeichnet Unternehmen wie Baidu, Alibaba und Tencent (WeChat) aus? Und warum sind Chinesen für das KaDeWe so wichtig? Antworten von Elena Gatti, Managing Director DACH bei Azoya International:

Antrittsvorlesungen an der Hochschule Fresenius über Personaldiagnostik, Resilienz und die Arbeitswelt der Zukunft @hs_fresenius

Auf Antrag der Hochschule Fresenius hat das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst Dr. Yvonne Glock zur Professorin für Personal- und Nachhaltigkeitspsychologie, Dr. Ricarda Gades-Büttrich zur Professorin für Arbeits- und Gesundheitspsychologie und Dr. Dirk Stelling zum Professor für Differentielle Psychologie und psychologische Diagnostik in Hamburg berufen. Im Rahmen ihrer Antrittsvorlesungen wurden ihnen die Berufungsurkunden überreicht.

„Arbeitszeugnis ade? Referenzen als digitales und nachhaltiges Instrument für die Personaldiagnostik und -entwicklung“ lautete der Titel der Antrittsvorlesung von Professor Glock. In der heutigen Arbeitswelt stelle die erfolgreiche Personalauswahl einen wichtigen Erfolgsfaktor für Unternehmen dar. Nach wie vor würden sich Personalentscheider im Rekrutierungsprozess jedoch auf Bewerbungsgespräche und auf Arbeitszeugnisse verlassen. „Fünf bis fünfundzwanzig Prozent der Personalentscheidungen erweisen sich als falsch und Stellen werden nicht optimal besetzt“, so Glock.

Dieses Problem könne man mithilfe valider Instrumente beheben, indem die Passgenauigkeit zwischen dem gesuchten Kandidaten und dem Unternehmen oder der im Unternehmen ausgeschriebenen Stelle erhöht werde. Glock sieht in der Digitalisierung des Referenzerhebungsprozesses eine Lösung und beschrieb das Verfahren am Beispiel des Anbieters Queference. „Online-basierte Referenzen erweisen sich als relevante Ergänzung für die Personaldiagnostik und auch die Personalentwicklung“, schlussfolgerte die Psychologin.

Professor Gades-Büttrich hielt ihren Vortrag zum Thema „Resilienz – eine notwendige Kernkompetenz in der neuen Arbeitswelt?“. Mittlerweile würde der Resilienz sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt. „Trainingsangebote, Bücher und Vorträge zu diesem Thema boomen“, so die Psychologin. Daher stelle sich die Frage, ob die Stärkung der individuellen psychischen Widerstandsfähigkeit reicht, um den veränderten Anforderungen der neuen Arbeitswelt gerecht zu werden.

Auch Professor Stelling beschäftigte sich mit der Arbeitswelt der Zukunft. In seinem Vortrag beschrieb er die Auswirkungen zukünftiger Technologien auf unsere Arbeitswelt in den kommenden 50 Jahren. „Fahrzeuge fahren autonom oder werden digital von Teams kontrolliert. Teams bestehen nicht mehr nur aus Menschen, sondern haben Roboter oder digitale Experten als Mitglieder.“ Dies werfe neue Fragen für die Psychologie auf und stelle auch die Personaler vor neue Herausforderungen. Aktuelle Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass die Akzeptanz von Robotern kulturell sehr unterschiedlich ist. So sind Roboter sehr viel akzeptierter in Asien als in unserem Kulturkreis.

„Die Personalauswahl muss sich mit neuen Methoden diesen zukünftigen Herausforderungen stellen. Möglicherweise tragen Bewerber in zukünftigen Assessment Centern VR – Brillen, auf denen Situationen realitätsnäher dargestellt werden können als heute“, so Stelling.

GRÜNDE VON DEUTSCHEN UND CHINESEN, WENIGER FLEISCH ZU ESSEN – Vergleichsstudie @hs_fresenius – Next Economy Open

In vielen Industrienationen essen die meisten Menschen nach wie vor zu viel Fleisch, obwohl das ungesund und schlecht für das Klima ist. So geht ein großer Anteil aller Treibhausgasemissionen auf das Konto der Viehzucht. Studierende des Studiengangs Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) an der Hochschule Fresenius in Köln haben in einer Projektarbeit untersucht, wie hoch die Bereitschaft in Deutschland im Vergleich zu China ist, den Fleischkonsum zu reduzieren und was die Gründe sind. Hierfür haben sie über 700 Menschen in Deutschland und China online befragt. Das Ergebnis: Die Befragten aus China sind tendenziell eher bereit, weniger Fleisch zu essen – allerdings nicht der Umwelt zuliebe, sondern für ihre eigene Gesundheit.

Geht es um den Klimawandel, denkt man in erster Linie an Autoabgase und Industrieschlote. Doch auch das Steak auf dem Teller trägt zur Erderwärmung bei. Denn laut der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO stammen mindestens 14,5 Prozent aller weltweiten Treibhausgasemissionen aus der Haltung und Verarbeitung von Tieren. Den größten Anteil daran haben Rinder. Sie sind für etwa 65 Prozent dieser Emissionen verantwortlich. Schweine dagegen tragen nur neun Prozent bei, bei Geflügel sind es sogar nur acht Prozent. Ob Verbraucher in Deutschland und in China willens sind, seltener Fleisch zu konsumieren und welche Motivation dahintersteckt, haben Studierende in einer Projektarbeit näher beleuchtet.

Neben Experteninterviews haben sie eine Online-Umfrage zur Substitution von Fleisch in Deutschland und in China durchgeführt. Insgesamt wurden 200 deutsche und 568 chinesische Teilnehmer befragt. Ein interessantes Ergebnis: In beiden Ländern waren etwa die Hälfte der Befragten, die aktuell Fleisch essen – in China (53 Prozent) mehr als in Deutschland (46 Prozent) – bereit, ihren Fleischkonsum zu reduzieren. Die Motive dahinter sind aber völlig unterschiedlich: Dominieren in Deutschland ethische Beweggründe, wie Fragen des Tierwohls (33 Prozent) und des Naturschutzes (18 Prozent), ist in China vor allem die Gesundheit (64 Prozent) ausschlaggebend für das Interesse an fleischreduzierter Ernährung. Naturschutz geben nicht einmal zwei Prozent und Tierwohl nur gut sieben Prozent der Befragten aus China als Motiv an. Während in Deutschland reges Interesse an Fleischersatzprodukten besteht, werden in China vor allem Eierspeisen (54 Prozent) als Alternative zum Fleischkonsum betrachtet, während Käse, der von der deutschen Befragten zu 41 Prozent als Fleischersatz favorisiert wird, in China gar keine Rolle spielt.

„In den Modulen ‚Strategische Führung‘ und ‚Digitale Medien‘ konnten unsere Studierenden sich verschiedene aktuelle Themen empirisch erarbeiten. So fördern wir nicht nur die wissenschaftliche Kompetenz, sondern auch die Fähigkeit wissenschaftliche Ergebnisse verständlich aufzubereiten. Aus der Untersuchung lassen sich Tendenzen auf die Motivation der Verbraucher, auf mögliche Unternehmensstrategien in der Ernährungsbranche und auf künftigen Forschungsbedarf erkennen“, so Professor Lutz Becker, Studiendekan des Masterstudiengangs Sustainable Marketing & Leadership (M.A.).

Die Umfrage ist übrigens in der Wirtschaftsethik-Vorlesung entstanden, die ich im Wintersemester 2018/19 durchgeführt habe.

#Bunte versus #Wirtschaftswoche: Von der Strahlkraft der Marke – Gossip und Privates

Influencer-Marketing und Strategien digitaler Superstars – was kann man von Kardashian & Co. für den Erfolg im Netz lernen?Interview mit Professor Julian Kawohl über die aktuelle Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Die Empfehlungen:

1) Fokus auf Instagram
2) Engagement ist wichtiger als Follower
3) Ca. 5 Beiträge die Woche sind völlig ausreichend
4) Beauty & Lifestyle, Fitness & Sport sowie Fashion & Mode sind die Top-Kategorien, um in der Breite zu punkten
5) Private Post rund um Freunde, Familie & Bekannte und Freizeit, Alltag & Selfies kommen am besten an
6) Bei Unternehmenskooperationen ist auf den Fit zwischen Marke und Person zu achten
7) Bei Werbung kommen Produktplatzierungen besser an als Eigenpromotion
8) Diese ist dezent einzusetzen und passend in die Storyline zu integrieren
9) Die Werbefrequenz ist zudem sorgfältig zu dosieren
10) Schließlich sollte der Fokus auf einzelne Produkte statt Multiprodukt-Promotion gelegt werden.