Wie die Energiewende von den Atomfreunden schlecht geredet wird

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Wie Atomfreunde und Industrielobbyisten um Pfründe kämpfen Wie Atomfreunde und Industrielobbyisten um Pfründe kämpfen

Es wird Zeit, sich die Argumente der Industrielobby gegen die Energiewende etwas genauer anzuschauen, wie es die DIW-Ökonomin Claudia Kemfert im Interview mit dem Tagesspiegel gemacht hat. Wer ist wirklich verantwortlich für die steigenden Strompreise?

Es sei jedenfalls Spinnerei, die Förderung von Ökostrom als deutsche Marotte abzutun.

„In fast 100 Ländern in der Welt werden erneuerbare Energien finanziell gefördert. Eine echte Marotte ist es, unsere Erfolge schlechtzumachen. Neulich sagte der renommierte amerikanische Ökonom Jeffrey Sachs bei einer Tagung hier in Berlin, wir sollten doch stolz auf unsere Energiewende sein. Da hat er recht. Wir vollbringen ein globales Energiewirtschaftswunder, wenn wir uns nicht ständig selbst dabei blockieren“, so Kemfert.

Wenn uns als „Industrienation“ (die wir ja schon lange nicht mehr sind, gs) die Umstellung auf saubere Energiequellen gelinge, wird das überall Nachahmer finden. Das sei das Beste, was wir für den Klimaschutz tun können.

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Tipps für den digitalen Unternehmer-Journalismus #freientagnrw

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Der Freien-Treff 2014 des DJV-NRW im Journalistenzentrum Haus Busch Die Abschluss-Session

Verlagshäuser in NRW betreiben eine Politik des Kahlschlags bei Stellen für Redakteurinnen und Redakteuren. Entsprechend wächst der Druck für viele „freigesetzte“ Journalisten, sich neu zu orientieren.

Besonders, wenn der Weg in die Selbständigkeit führt. Unternehmer-Journalismus ist eine mögliche Antwort. Wie das im Netz funktioniert, war heute Schwerpunkt bei der Veranstaltung freientag.digital des DJV-NRW. In drei Runden wurden sechs Workshops angeboten. Für die Teilnehmer bot sich dadurch die Gelegenheit, die Hälfte aller Sessions wahrzunehmen. Was für uns gut war, dürfte für die Referenten eine anstrengende Aufgabe gewesen sein. Entsprechend waren wohl auch die Stimmbänder der Vortragenden strapaziert. Großes Lob von meiner Seite für dieses Engagement.

Folgende drei Workshops habe ich besucht:

DJV NRW Der Ruhrnalist

Kai Rüsberg aka @ruhrnalist mit seinem Spezialgebiet „Mobile…

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Paul K. Feyerabend und der elitäre Wortschwall der Experten

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Das Internet funktioniert nach Auffassung des Philosophen Ludwig Hasler wie ein Restaurant, das am Eingang mit der Affiche begrüßt „Hier kocht Ihr Tischnachbar für Sie!“ Die Profis seien beurlaubt, die Laien übernehmen – nicht allein die Küche, auch die Medien, den Kommerz, das Sozialnetz.

„Das Internet, die Galaxie der Dilettanten? Für Eliten/Fachleute zum Fürchten? Die Antwort kann nur diffus ausfallen. Das Internet erklären zu wollen ist wie im Trüben fischen“, so Hasler.

Der Laie sei – frei nach Max Frisch – ein Mensch, der sich in seine eigenen Angelegenheiten einmischt.

„Die Griechen nannten ihn idiotes, die Römer idiota: Er lebt für sich, vertraut seiner Erfahrung, pfeift auf die Finessen der Theoretiker. Als ‚Idioten’ traten die Apostel an gegen verblendete Welt- und verstockte Schriftgelehrte. Franziskus von Assisi nannte sich einen einfältigen idiota. Luther fand, die unverbildete ‚Albernheit des Laien’ sei für göttliche Botschaften empfänglicher als die eingebildete Gescheitheit der Wissenden. Das ‚Lob der Torheit’ war längst angestimmt, als Erasmus von Rotterdam es besang: Der Humanist verspottete den Bildungsdünkel, spielte Leben gegen Schule aus, Common Sense gegen Dogma, Lachen gegen Tintenernst, erklärte die Torheit zur alleinigen Quelle des sozialen und privaten Lebensglücks“, so Hasler.

Er stellt die richtigen Fragen: Reiht sich die digitale Kultur in diese Laienbewegungen ein? Das Internet als Maschine zur Umverteilung der Macht – weg von den Experten, hin zu den Idioten? Wann zuvor waren Kunden so sehr Könige? Und er gibt die richtige Antwort:

„Nie hatten plebiszitäre Neigungen eine vergleichbare Chance, sich selbst zu organisieren. Im Web fällt die traditionelle Grenze zwischen Fachmann und Amateur.“

Experten bevorzugen störrische Esel

Die Warnungen der so genannten Profis und Experten sind häufig nur elitäres Gehabe. „Seriöse“ Bewertungen von politischen Ereignissen, Wirtschaft, Finanzen, Büchern, Restaurants verlören gegen User-Sternchen und YouTube-Filmchen an Bedeutung. Im Aufstieg der Dilettanten wittert der Internet-Skeptiker Andrew Keen gar eine „kulturelle Verflachung, die die traditionelle Trennung von Künstler und Publikum, von Urheber und Verbraucher verwischt“. Entscheidend ist ja wohl, dass jeder (selbsternannte) Experte auf vielen Gebieten zugleich Idiot und Laie ist. Der eine kennt sich mit Naturwissenschaften aus und ist in der Philosophie oder Wirtschaftswissenschaft ein blindes Huhn und umgekehrt. Die Gedankenwelt der Experten sei zudem oft von Vorurteilen behaftet, nicht von vertrauenswürdig und der Kontrolle von außen bedürftig, so das Credo des Philosophieprofessors Paul K. Feyerabend. Er hasste den elitären Wortschwall der Experten. Ihre Dogmatik könne dazu verführen, dass sie anstelle von Pferden, störrische Esel besteigen und somit auf wirre Wege geraten.

„Solche Fehler können von Laien und Dilettanten entdeckt werden und sind oft von ihnen entdeckt worden“, erklärt Feyerabend.

Einstein, Bohr und Born waren Dilettanten und sie haben das bei zahlreichen Gelegenheiten gesagt. Schliemann, der die Vorstellung zurückwies, Mythos und Legende hätten keinen Tatsachengehalt, begann als erfolgreicher Kaufmann, bevor er als erster Forscher Ausgrabungen im kleinasiatischen Hisarlık durchführte und die Ruinen des bronzezeitlichen Trojas fand. Wie ist es möglich, dass die Unwissenden oder schlecht Informierten mehr zuwegebringen als diejenigen, die einen Gegenstand in- und auswendig kennen, fragte sich Feyerabend.

„Eine Antwort hängt mit der Natur des Wissens selbst zusammen. Jede Einzelinformation enthält wertvolle Elemente Seite an Seite mit Ideen, die die Entdeckung von Neuem verhindern.“

Außerhalb ihres Spezialgebietes seien Experten von weitverbreiteten und zählebigen Gerüchten abhängig. Viele Gerüchte, die mit anmaßender Gewissheit aufgetischt werden, seien nicht anderes als simple Fehler, die aus einer Mischung von Selbstgefälligkeit und Ignoranz entstehen.

„Das Management der Zukunft findet unter den Bedingungen der Komplexität und Zufall statt. Zufallsfluktuationen und Komplexität erzeugen nichtlineare Dynamik“, schreibt der Wissenschaftstheoretiker Klaus Mainzer in seinem Buch „Der kreative Zufall – Wie das Neue in die Welt kommt“.

In unsicheren und unübersichtlichen Informationsräumen könnten Menschen nur auf Grundlage beschränkter Rationalität entscheiden und nicht als homo oeconomicus. Der Laplacesche Geist eines linearen Managements von Menschen, Unternehmen und Märkten sei deshalb zum Scheitern verurteilt. Auch wissenschaftliche Modelle und Theorien seien Produkte unserer Gehirne.

„Wir glauben in Zufallsreihen Muster zu erkennen, die keine sind, da die Ereignisse wie beim Roulette unabhängig eintreffen. Wir ignorieren Spekulationsblasen an der Börse, da wir an ein ansteigende Kursentwicklung glauben wollen“, erläutert Professor Mainzer.

Zufall führe zu einer Ethik der Bescheidenheit. Es gebe keinen Laplaceschen Geist omnipotenter Berechenbarkeit. In einer zufallsabhängigen Evolution sei kein Platz für Perfektion und optimale Lösungen. Zufällig, spontan und unberechenbar seien auch Einfälle und Innovationen menschlicher Kreativität, die in der Kultur- und Wissenschaftsgeschichte als plötzliche Ereignisse beschrieben werden. Ohne Zufall entstehe nichts Neues.

„Nicht immer fallen die Ereignisse und Ergebnisse zu unseren Gunsten aus – das Spektrum reicht von Viren und Krankheiten bis zu verrückten Märkten und Menschen mit krimineller Energie“, resümiert Mainzer.

Politiker, Entdecker und Unternehmer sollten weniger auf Top-down-Planung setzen, sondern sich auf maximales Herumprobieren und das Erkennen der Chancen, die sich ihnen bieten, konzentrieren, rät der frühere Börsenhändler Nassim Taleb, Autor des Opus „Der Schwarze Schwan – Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse“.

Die beste Strategie bestehe darin, möglichst viel auszuprobieren und möglichst viele Chancen zu ergreifen, aus denen sich Schwarze Schwäne ergeben könnten.

„Dass wir in Umgebungen, in denen es zu Schwarzen Schwänen kommen kann, keine Vorhersagen machen können und das nicht einmal erkennen, bedeutet, dass gewisse ‚Experten’ in Wirklichkeit gar keine Experten sind, auch wenn sie das glauben. Wenn man sich ihre Ergebnisse ansieht, kann man nur den Schluss ziehen, dass sie auch nicht mehr über ihr Fachgebiet wissen als die Gesamtbevölkerung, sondern nur viel bessere Erzähler sind – oder, was noch schlimmer ist, uns meisterlich mit komplizierten mathematischen Modellen einnebeln. Außerdem tragen sie mit größter Wahrscheinlichkeit Krawatten“, bemerkt Taleb.

Siehe auch:

Hoodie-Journalist oder nicht: Herumprobieren statt schwadronieren!

Organisationsentwicklungsmaßnahme MOOC im VHS

Streifzüge

Wecke den Riesen auf Im anregenden Blog von Karlheinz Pape stieß ich mal wieder auf einen interessanten Artikel, in dem er sich mit dem vhsMOOC vom vergangenen Jahr befasst. KH Pape skizziert erst die gegenwärtige Situation der deutschen Volkshochschulen, die sich in ca. 900 jeweils eigenständige Bildungsanbieter aufteilen – abgesehen von den großstädtischen Ausnahmen eher kleine Bildungsanbieter mit wenig Ressourcen. Kooperationen sind selten, und das Selbstverständnis in Zeiten des Internets ist noch unklar. Daher auch der Titel des vhsMOOCs: „Wecke den Riesen auf!“

Der vhsMOOC kam auf Initiative von einzelnen Personen zustande, mit dem Ziel sich Gedanken darüber zu machen wie sich die VHS weiterentwickeln kann. KH Pape nennt diesen MOOC daher auch im Titel eine „Organisationsentwicklung von unten – bei Volkshochschulen„:

Ohne irgendeinen offiziellen Auftrag starteten am 16. September 2013 ein paar aktive VHS-Mitarbeiter aus verschiedenen Städten ein ganz besonderes und öffentliches Projekt für alle VHS-Mitarbeiter, Kursleiter und weitere Interessierte, den…

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Elchtest für Gelbe Tonnen!

Es hulkt in der Gelben Tonne

Es hulkt in der Gelben Tonne

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat sich einiges in der Recyclingwirtschaft vorgenommen. Mit der sechsten Novelle der Verpackungsverordnung werden überfällige EU-Anpassungen vorgenommen. Danach folgt direkt die siebte Novelle, um fantasievolle Rechenmodelle bei der Organisation von Gelben Tonnen und Säcken in den Griff zu bekommen. So werden derzeitig Verpackungen bei den privatwirtschaftlich organisierten Dualen Systemen abgemeldet, da sie über Eigenrücknahmen oder so genannte Branchenlösungen nicht direkt bei Privathaushalten, sondern im Handel als Abfälle erfasst werden. Wie viel da wirklich anfallen oder missbräuchlich abgemeldet werden, kann keiner so richtig erklären. In der Öffentlichkeit versteht das sowieso niemand mehr. Sogar der Grüne Punkt-Konzern, der laut nach strengeren Auflagen in der anstehenden Novellierung ruft und Schlupflöcher stopfen will, schwenkt nach Informationen der FAZ um:

„Für das zweite Quartal hat er ebenfalls Zehntausende Tonnen aus der teuren haushaltsnahen Entsorgung abgemeldet – und seinen Kostenanteil auf einen Schlag auf nur noch 42 Prozent gedrückt. Diese Müllrechnung kann auf Dauer nicht aufgehen“, schreibt FAZ-Redakteur Helmut Bünder.

Entsprechende Schreiben sind Ende des vergangenen Jahres an die Kundschaft des Grünen Punktes verschickt worden. Bevor Bund und Länder den rechtlichen Rahmen für die zehn konkurrierenden Dualen Systeme verändern, sollten sie noch einmal genau hinter die Kulissen schauen und so eine Art Elchtest einführen. Also ungefähr in der Art „Die Kritiker der Elche sind selber welche“. Dann sollte sich der Verordnungsgeber die Frage beantworten, warum er seit fast 25 Jahren beim Verpackungsrecycling herumnovelliert und nicht in der Lage war, die Totalverweigerer an die kurze Leine zu nehmen. Die machen seit über zwei Jahrzehnten gar nichts – weder Gelbe Tonne, Eigenrücknahme noch irgendwelche Branchenlösungen, die früher „Selbstentsorgung“ hießen.

Die Dualen Systeme sollten sich die Frage beantworten, warum sie förmlich danach schreien, irgendwann Opfer der Rekommunalisierung zu werden, da einige Kontrahenten in schöner Regelmäßigkeit Stinkbomben zünden und sich weigern, für eine faire Aufteilung der Recyclingkosten zu sorgen und die Konstruktionsfehler des Mengenausgleichs zu beseitigen. Die Vertragsgrundlagen sind privatrechtlicher Natur und benötigen eigentlich keine Intervention des Staates oder gar eine Neufassung der Verpackungsverordnung. Die Konfliktparteien könnten das Ganze am runden Tisch aushandeln und Vernunft walten lassen. Mehr dazu in meiner morgigen Kolumne für das Debattenmagazin „The European“.

Abmahnungen für kopierte AGBs, um sich vor Abmahnungen zu schützen

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Heben sich Allgemeine Geschäftsbedingungen von üblichen juristischen Standardformulierungen ab, können sie urheberrechtlichen Schutz genießen. Dies entschied das Oberlandesgericht Köln. Dem Urteil liegt ein Fall zugrunde, bei dem ein Unternehmen für seinen Auftritt bei einem Online-Auktionshaus die von einem Anwalt ausgearbeiteten Geschäftsbedingungen eines Konkurrenten kopiert hatte. OLG Köln, Az. 6 U 193/08

Wer im Internet Geschäfte machen will – und sei es nur durch den nebenberuflichen Verkauf von Waren per Online-Auktion – hat viele rechtliche Pflichten. Dazu gehören die Impressumpflicht sowie diverse weitere Informationspflichten. Oft übernehmen gerade kleinere Unternehmen und Selbstständige einfach die Informationen oder Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) anderer Anbieter – häufig in der Annahme, dass für ein größeres Unternehmen wahrscheinlich ein Anwalt die entsprechenden Formulierungen ausgearbeitet hat und diese damit rechtssicher sind. Der Fall: Ein Rechtsanwalt hatte für einen Mandanten einen Konkurrenten abgemahnt, weil dieser bei Online-Auktionen seinen Informationspflichten gegenüber den Kunden nicht nachkam. Der Konkurrent reagierte umgehend: Er kopierte einfach die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Unternehmens, welches ihn abgemahnt hatte.

Nur seinen eigenen Firmennamen setzte er ein. Der Anwalt sah hier sein Urheberrecht verletzt – immerhin hatte er mit Sachkenntnis und individuellen Formulierungen besondere AGB für seinen Klienten erstellt. Er mahnte den Konkurrenten nun wegen einer Urheberrechtsverletzung ab. Dieser war der Meinung, dass Geschäftsbedingungen grundsätzlich nicht unter das Urheberrecht fallen würden. Obendrein handle es sich hier um standardisierte und übliche juristische Klauseln für einfachste Verkaufsfälle. Das Urteil: Nach Mitteilung der D.A.S. Rechtsschutzversicherung entschied das OLG Köln, dass auch Geschäftsbedingungen durchaus unter das Urheberrecht fallen können – unter der Voraussetzung, dass sie nicht nur juristische Standardformulierungen enthalten und eine individuelle Gedankenführung erkennen lassen.

Die geprüften AGB zeigten „hinreichende schöpferische Eigenheiten“ um sie als ein vom Urheberrecht umfasstes sprachliches Werk anzusehen. Das Unternehmen hätte die fremden AGB daher nicht einfach verwenden dürfen. Oberlandesgericht Köln, Urteil vom 27.02.2009, Az. 6 U 193/08

Vielleicht sollte einfach das Bundesjustizministerium einige Standard-AGBs ins Netz stellen, damit man von solchen Dämlichkeiten verschont bleibt 😦

Smartwatch vs. Datenbrille – Kommt die Google Glass noch auf den Markt?

Nach Samsung bringt nun auch Motorola eine Smartwatch auf den Markt. Die Moto 360 soll schon im Sommer erhältlich sein. Interessant an der Moto 360 sind aus meiner Sicht zwei Aspekte.

1. Die Uhr wurde noch vor dem Verkauf an Lenovo unter der Ägide von Google entwickelt

2. Nahezu zeitgleich wurde die Android Version Wear von Google angekündigt

Obwohl Google zu seinem abgespeckten Android dazu schreibt: „Wearable Devices sind Uhren, Brillen, Rucksäcke und Pullis“ wird es in den nächsten Monaten sicher mehr Uhren mit dieser Betriebssystem Variante auf dem Markt geben als Rucksäcke und Pullis.

Android wear cuecard

Android wear cuecard Foto: http://developer.android.com/wear/index.html

Von der Oberfläche her erinnert Android Wear stark an die Oberfläche der Google Glass.

Android Wear stream

Android Wear stream Foto: http://developer.android.com/wear/index.html

Alle Welt diskutiert nur noch über Smartwatches. Eine Uhr am Handgelenk ist ein altes Kulturgut und wird eher gesellschaftlich geduldet, als eine Brille mit einer Kamera.

Auf Facebook schreibt ein User dazu:

Inzwischen wird es ja bereits breit thematisiert, dass die Leute zu häufig auf ihr Smartphone schauen, weil sie Angst haben, etwas zu verpassen. Hier kann eine gut gemachte Smartwatch Abhilfe schaffen.

Der Blick auf eine Uhr ist ein eher akzeptierter Vorgang als der schräge Blick nach oben in ein Glass Prisma. Eventuell braucht es erst die Vorstufe Uhr um eine Akzeptanz für die Brille zu schaffen. Auch eine Kamera am Arm werden die Menschen leichter hin nehmen, als das dritte Auge in einer ständig auf sie gerichteten Brille.

Sascha Pallenberg auf der CeBIT 2014 Samstag Blaue Blogger Tour 22
Sascha Pallenberg auf der CeBIT 2014 mit Google Glass Foto: Schleeh

Aber das verzögert den Durchbruch der Brillen aus meiner Sicht höchstens. Die Vorteile eines Bildschirms im Blickfeld, oder einer echten Augmented Reality Brille werden sich langfristig durchsetzen.

Hannes Schleeh mit Epson Moverio BT-200
Hannes Schleeh mit Epson Moverio BT-200 Foto: Anett Gläsel-Maslov

Aber was ist mit Google Glass? Noch gibt es kein Release Datum für die Consumer Variante. Google hatte versprochen die Datenbrille im Jahr 2014 auf den Markt zu bringen. Schon wird spekuliert, das Google seine Glass sterben lassen wird.

Glass or no Glass

Robert Scoble, bislang als großer Google Glass Fan bekannt schreibt auf Google Plus:

Larry Page ist gerade auf der Bühne bei TED. Ich bin zu Hause und schaue zu. Er trägt keine Google Glass. Dies passt in die neue Geschichte, die sich in meinem Kopf bildet: dass Google nicht weiß, wie man bei einem Produkt bleibt. Erinnert Euch an Google Wave? Es war eine sehr interessante Idee, die Google aber sehr schnell aufgegeben hat. Warum? Weil es umstritten war, und die Ausführung nicht gut war. Wird Google bei Glass bleiben? Ich fange an, sehr skeptisch zu werden.

Bei Mashable wird die Smartwatch von Motorola sogar schon zum Totengräber der Google Glass erklärt:

Hannes Schleeh mit echter Google Glass

Hannes Schleeh mit echter Google Glass Foto: Anett Gläsel-Maslov

Warum die Moto 360 Smartwatch die Google Glass töten wird, lautet der Titel. Peter G McDermott ein Teilnehmer des Entwickler-Programms von Google Glass erklärt, wie er zu dieser Meinung kommt. Die Laufzeit der Brille sei mit der eingesetzten Batterie zu kurz. Nach 20 bis 30 Minuten Filmaufnahme sei der Akku bereits leer. Ein weiterer Grund ist für ihn die Sicherheit. Eine ständig am Kopf getragene und einsatzbereite Kamera wird von vielen Firmen nicht geduldet, da so kritische Informationen aufgenommen werden könnten. Er hält die Datenbrille auch nicht für zuverlässig, da sie selbst ein WLAN oder Smartphone als Zugang zum Internet benötigt, was in der Praxis aus seiner Sicht nicht einwandfrei klappt. Bei der Smartwatch kann sich McDermott weder ein Akzeptanzproblem bezüglich Datenschutz noch Probleme mit der Batterielaufzeit vorstellen. Zudem hält er Uhren für sexier als die an Cyborgs erinnernde Google Glass.

Teilweise stimmt er darin mit Robert Scoble überein, der schon Ende letzten Jahres seine Meinung zu den Vor- und Nachteilen der Google Glass auf Google+ gepostet hatte.

Am Ende des Artikels hat Mashable eine Abstimmung platziert. Die Frage, ob die Smartwatch Moto360 die Google Glass töten wird haben Stand 24.3.2014 15:00 Uhr 5.241 Leser mit Ja und nur 2.076 inklusive mir, mit nein beantwortet.

Screenshot Mashable Foto Hannes Schleeh
Screenshot Mashable Foto Hannes Schleeh
Killt die Moto360 die Google Glass?

Da fragt man sich langsam, was macht eigentlich Apple? Gerüchte um eine iWatch brodeln ja schon länger. Angeblich soll Apple schon mit Schweizer Edeluhren Herstellern verhandeln. Analysten sehen Apple auch schon in die Bedeutungslosigkeit versinken, sollte der Konzern aus Cupertino in diesem Jahr keine Smartwatch auf den Markt bringen.

Ob auch Apple schon an einer Datenbrille arbeitet? Patente dazu hat Apple ja bereits angemeldet. Was meint Ihr dazu?

Schreibt mir in den Kommentaren was Ihr am liebsten tragen würdet, Google Glass, Moto360, iWatch oder iGlass?

Crosspost von schleeh.de

Radinnovationen: Doppelkammersystem für Mountainbikes und „unplattbare“ Reifen für E-Bikes

Frank Bohle, Geschäftsführer des durch seine Marke Schwalbe bekannten Fahrradreifenherstellers Ralf Bohle GmbH aus Reichshof, hat klare Visionen:

„Das Fahrrad als Verkehrsmittel im Alltag kann das nächste Jahrzehnt bestimmen. Seit einigen Jahren prägen die Bilder mit immer mehr radelnden Menschen in den Metropolen der Welt unsere Vorstellung vom modernen Verkehr.“

Er verweist auf die erfolgreichen Fahrradverleihsysteme in Städten wie Paris, die wenige Jahre vorher noch als nahezu fahrradfrei galten. Der Geschäftsführer des europäischen Fahrradreifen-Marktführers plädiert für ein stärkeres Miteinander im Verkehr:

„Die intelligente Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsträger dürfte die nächsten Jahre prägen. Welcher Metropole das am besten gelingt, diese wird bei der Lösung der Verkehrsprobleme und insgesamt menschenfreundlicheren Innenstädten einen attraktiven Vorsprung haben.“

Für die städtischen Exkursionen hat der Hersteller den Reifen „Marathon Plus“ im Sortiment, der wohl „unplattbar“ ist. Zehn Jahre nach Einführung dieses Reifens kommt in diesem Frühjahr eine Neuauflage in den Handel. Der neue „Unplattbare“ soll leichter rollen, länger halten und eignet sich nach Angaben des Herstellers auch für E-Bikes mit Geschwindigkeiten bis zu 50 Stundenkilometern. Hinter der europäischen Fahrradbranche liegen zwei schwierige Jahre, geprägt durch lange Winter und verzögerte, wechselhafte Sommer sowie die Folgen der Euro-Krise in südeuropäischen Ländern. Im vergangenen Jahr setzte die Bohle-Gruppe 147 Millionen Euro um. Das ist eine leichte Steigerung gegenüber 2012, als 144 Millionen Euro erreicht wurden. Der milde Winter stimmt Bohle optimistisch. Die Radsaison geht diesmal früher los.

In die neue Straßensaison startet Schwalbe diesmal mit zwölf Profi-Rennsportteams, darunter drei Teams der höchsten Kategorie World Tour (Trek Factory Racing, AG2R La Mondiale und FDJ.fr). Alle Teams gehen mit dem Schwalbe „One“ in die Wettkämpfe. Für die Mountainbike-Szene arbeiten die Entwickler gemeinsam mit dem Laufradhersteller Syntace an einem Doppelkammersystem. Von außen erkennbar an zwei Ventilen, rollt der Reifen außen mit niedrigem Luftdruck, der durch die innere Kammer mit höherem Luftdruck gesichert wird. Das Ziel der Doppelkammer-Innovation: Im Gelände haftet der Reifen mit niedrigem Luftdruck besser. Gleichzeitig verhindert der hohe Luftdruck in der inneren Kammer den gefürchteten Plattfuß per Durchschlag.

Über Kommunikationstechnik reden: Aastra veranstaltet Partnerstammtische in Deutschland und Österreich

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Probieren geht über studieren. Der Berliner ITK-Anbieter Aastra lädt ab morgen zu den traditionellen Partnerstammtischen ein. In insgesamt 16 deutschen und zwei österreichischen Städten präsentiert der ITK-Hersteller Neuigkeiten rund ums Portfolio. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die jüngst auf der CeBIT vorgestellte Aastra 100, das neue für SIP-Trunks (SIP-„Amt“) optimierte Mittelstandssystem. Es ergänzt die OpenCom 100-Familie um eine IP-basierte Variante und ist konzipiert für das Next Generation Network. Je nach Anschluss beim Kunden – IP oder ISDN – können Aastra-Partner aus der OpenCom 100-Familie jetzt die jeweils passende Hardware wählen.

Zusätzlich zu den reinen Produktneuigkeiten liefern die diesjährigen Stammtische auch wichtige Hintergrundinformationen zum Thema SIP-Trunks und auf welche Marktveränderungen sich Partner in Zukunft einstellen müssen. Außerdem auf der Agenda: die neuen SIP-Telefone Aastra 6800i, die automatische Anrufverteilung ACD 100 sowie Informationen zum Status der Integration von Aastra und Mitel. Die Stammtische starten in Berlin (25. März), danach folgen Chemnitz/Mittweida (26. März) und Frankfurt/Rödermark (1. April). Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Interessenten melden sich an unter www.aastra.de/anmeldung-stammtische.htm.

Die Stammtische finden bereits zum 13. Mal statt. Alle relevanten Neuigkeiten werden kompakt an einem Nachmittag vorgestellt, teilt das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Wie bei Stammtischen üblich, können die Teilnehmer mitdiskutieren und Fragen stellen. Ab 14 Uhr beginnt die Veranstaltung mit einem Warm-up für Aastra Neueinsteiger, bei dem Basisinformationen zur Aastra 100 / OpenCom 100 vermittelt werden, inklusive der Themen UPN- und IP-DECT sowie Applikationen. Um 15.30 Uhr startet die Inforunde mit den Neuigkeiten aus dem Portfolio. Der Stammtisch endet mit einem gemeinsamen Abendessen von 18 bis 20 Uhr, das nochmals Gelegenheit zur Diskussion bietet. Hier die Gesamtübersicht.