Gründung des Internet Governance Forum Deutschland e.V. – Offene Diskussionsplattform für rechtliche, politische, soziale und technische Fragen des Internets

Auf der 14. Jahrestagung des Internet Governance Forum (IGF) in Berlin wurde die Gründung des Internet Governance Forum Deutschland e.V. bekannt gegeben. Unterstützt wird die Initiative vom Bundeswirtschaftsministerium, dem Bundesinnenministerium, dem Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur. Der neue Trägerverein beschäftigt sich mit der digitalpolitischen Koordination auf Bundesebene und geht unter anderem auf die besonderen Anliegen und Interessen von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Behörden im Zusammenhang mit Internet Governance ein.

Das IGF, die offene Diskussionsplattform der Vereinten Nationen (UN) zu zentralen rechtlichen, politischen, sozialen und technischen Fragen des Internets, erörtert globale Trends der Internetpolitik, aktuelle Gesetzesvorhaben und bewährte Praktiken. Die Delegierten befassen sich mit den aufkommenden Chancen und Herausforderungen des Internets und analysieren Möglichkeiten, wie künftig das volle Potenzial des Internets ausgeschöpft werden kann. Nach dem sogenannten Multi-Stakeholder-Ansatz sind alle relevanten gesellschaftlichen Gruppen gleichberechtigt eingebunden. Dazu zählen Parlamentsabgeordnete, Regierungen, Wirtschaft, Wissenschaft, die Zivilgesellschaft und die technische Community.

Mit Hilfe des Trägervereins sollen deutschlandweit weitere Teilhaber und neue Stakeholder integriert werden, um den politischen und gesellschaftlichen Veränderungsprozess zu verbreitern und inhaltlich zu vertiefen. Zudem sollen weitere Aktivitäten der Stakeholder in die Öffentlichkeit getragen werden und so den gesellschaftlichen Diskussionsprozess zum Thema Internet Governance bereichern.

„Um international glaubhaft für ein freies Netz und den Schutz der Privatsphäre plädieren zu können, müssen wir zuallererst die wichtigsten Fragen hierzu auf nationaler Ebene beantworten. Mit der Gründung des Internet Governance Forum Deutschland e.V. gehen wir dieser Verpflichtung nun gezielt nach“, sagt Gründungsvorsitzender Tim Richter von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN).

Die Gründungsmitglieder in alphabetischer Reihenfolge:
Philipp Grabensee, Afilias; Thomas Grob, Deutsche Telekom; Wolfgang Kleinwächter, für die Wissenschaft; Peter Koch, Internet Society (ISOC) Deutschland; Lisa Kretschmer, Reporter ohne Grenzen; Dirk Krischinowski, dotBERLIN GmbH & Co. KG; Marco Mattioli, Jugend-IGF; Kathrin Morasch, Jugend-IGF; Alfredo Märker, Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN); Annette Mühlberg, verd.di; Frithjof Nagel, Gesellschaft für Informatik (GI); Crispin Niebel, für die Wissenschaft; Julia Pohle, für die Wissenschaft; Tim Richter, Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN); Michael Rotert, eco – Verband der Internetwirtschaft; Jörg Schweiger, DENIC eG; Isabel Skierka, für die Wissenschaft; Thorsten Thiel, für die Wissenschaft.

Siehe dazu auch:

Telefoninterview mit Professor Wolfgang Kleinwächter, der seit Jahren in Fragen der Internet Governance aktiv ist. Es geht um kollaborative, transparente und durchlässige Entscheidungsfindungen, die international schon heute praktiziert werden, etwa in Internet Governance-Gremien wie ICANN.

Hier können auch Privatpersonen ihre Interessen vortragen. Jeder kann hinfahren und ans Mikrofon treten und seine Meinung äußern. Demokratie bei ICANN fängt damit an, dass jedes Meeting und jede wichtige Session gestreamt wird. Jede Sitzung wird transkribiert. Jeder kann nachlesen, was Teilnehmer wortwörtlich gesagt haben. Es gibt Diskussionsforen, bei denen man sich einklinken kann. Man wird rechtzeitig eingeladen. Es gibt Fristen, die eingehalten werden müssen. In solch offenen Formaten können sich autoritäre Geister nicht entfalten.

Die neue Website des Governance Forums würde ich mal überprüfen:

@fiene Gebt Facebook nicht auf – Da hat Daniel Fiene recht @digitalnaiv — ichsagmal.com

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In Workshops lässt Daniel Fiene die Teilnehmer gerne Facebook-Airchecks machen. „Sie analysieren dabei die unterschiedlichsten Medienmarken. Was auffällt: Nicht wenige Marken haben ihre Pages aufgegeben. Sie schleudern die Links zu ihren Artikeln raus, ohne groß die Nutzer anzusprechen. Meist agieren sie nachrichtlich, wenig empathisch, manchmal sogar lediglich automatisiert. Spätestens wenn nicht mal kontrolliert wird, ob bei…

über @fiene Gebt Facebook nicht auf – Da hat Daniel Fiene recht @digitalnaiv — ichsagmal.com

@BMWi_Bund @peteraltmaier – (Fast) keine Auskunft zum Sachverständigenrat @SVR_Wirtschaft — ichsagmal.com

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Ihr Antrag vom 11. November 2019 nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) über fragdenstaat.de[#170240] Bescheid zu Ihrem Antrag „Sehr geehrter Herr Sohn, über die Internetplattform fragdenstaat.de beantragten Sie Informationen darüber, welche Medien zu welchem Zeitpunkt das Jahresgutachten 2019/2020 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vorab erhalten haben und wer die diesbezüglichen Entscheidungen getroffen hat. Weiterhin beantragten…

über @BMWi_Bund @peteraltmaier – (Fast) keine Auskunft zum Sachverständigenrat @SVR_Wirtschaft — ichsagmal.com

Macht und Windfall Profits #NEO19x #Witt @DrLutzBecker1 @gsohn

#NEO19x Matchen, Moderieren, Managen

Unternehmen können mit digitalen Technologien und neuen Geschäftsmodellen ihre Effizienz relevant erhöhen sowie ihre Wertschöpfung massiv verbessern. Solche Sätze werden einem in unterschiedlichen Variationen jeden Tag an den Kopf geballert. Egal, ob es um Plattform-Ökonomie, Internet der Dinge, vernetzte Fabriken oder gähnend langweilige Powerpoint-Monologe zur Digitalen Transformation geht. Die immer gleichen Wortkaskaden werden zu neuen Geschichten über den Wandel der Wirtschaft in Zeiten des Internets zusammen gewürfelt. Es regiert eine offiziöse Sprache mit leeren Floskeln und positiven Formulierungen, die kaum auf Ablehnung stoßen kann. Denn schließlich geht es um Ziele, Strategien, Innovationen, Kundenorientierung, offene Kommunikation und Kollaboration. Das kann auf jeder Konferenz und in jeder internen Sitzung in Organisationen beliebig kombiniert werden – es bleibt folgenlos.

Management-Komödien ohne Krawattenzwang

Wir erleben auf unterschiedlichen Bühnen eine postfordistische Management-Komödie, die Mark Fisher in einem Beitrag für das Buch „Schöne neue Arbeit – Ein Reader zu Harun Farockis Film ‚Ein neues Produkt’“ geschrieben…

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Lesezeichen: Facebook, Twitter Instagram & Co reagieren noch nicht angemessen gegen Trolle und Bots

StefanPfeiffer.Blog

Die nächsten Wahlen kommen bestimmt, doch auch in der Zwischenzeit wird Meinung gemacht. Und wie das Strategic Communication Centre of Excellence (Stratcom) der Nato laut heise online herausgefunden hat, ist Manipulation weiter möglich, obwohl Facebook, Google und Twitter immer wieder betonen, dass sie massiv gegen Falschmeldungen sowie gegen Bots und Trolle vorgehen.

Stratcom hat für nur „300 Euro bei kommerziellen „Manipulation Service Providers“ (MSPs) 3530 Kommentare, 25.750 Likes, 20.000 Seitenabrufe und 5100 Follower auf Facebook, Instagram, Twitter und YouTube“ erwerben können. Twitter hat bei dem Test noch am besten abgeschnitten, da man 35 Prozent der Troll-Konten blockiert habe. Danach kam YouTube, dass Manipulationen immerhin richtig stellte. Facebook und Instagram landeten auf den beiden letzten Plätzen. Instagram hat laut Bericht kaum gekaufte der Likes oder Views korrigiert.

Die Selbstregulierung funktioniert offensichtlich trotz der Beteuerungen und freiwilligen Verpflichtung der Konzerne zur Hygiene vom September 2018 nicht. Der Manipulation wie bei den…

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Erfahrungsberichte aus dem Redaktionsalltag: Konfetti, Caipirinha und lange Schlangen am Faxgerät — ichsagmal.com

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Der Artikel ist auf journalist.de nicht mehr abrufbar. Daher hier noch einmal mein Opus: Es wurde in Redaktionen viel geraucht, diskutiert und gelacht. Erfahrungsberichte. Moderne Redaktionen sind im Echtzeitstress: Technisch am Newsdesk perfekt ausgestattet als Koordinations- und Produktionszentrale. Der Newsroom ist heute in der Regel ein Großraumbüro, das architektonisch neue redaktionelle Konzepte des ressort- und…

über Erfahrungsberichte aus dem Redaktionsalltag: Konfetti, Caipirinha und lange Schlangen am Faxgerät — ichsagmal.com