Mitel und Aastra: Feinjustierung der Geschäftsstrategie für den ITK-Markt

Bewegtbild für die Unternehmenskommunikation

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Die ITK-Unternehmen Mitel und Aastra haben bekanntlich ihre Kräfte gebündelt. Nach der Fusion geht es nun um eine Feinjustierung der Geschäftsstrategie: Ziel der Integration sei es, ein leistungsfähiges globales Portfolio zu schaffen, das die Anforderungen der regionalen Märkte berücksichtigt, die bestehenden Investitionen von Kunden schützt und bei Bedarf einen klaren Migrationspfad in Richtung Cloud-Kommunikation ermöglicht.

„Dieser Schritt erwies sich für beide Unternehmen bisher als taktisch klug“, kommentiert das Fachmagazin CRN.

Die kanadische Mitel sei eher im nordamerikanischen Raum stark, das Kerngeschäft von Aastra liegt in Europa. Letztlich decke man jetzt gemeinsam ein großes Feld ab und stärkt sich gegenseitig in den jeweiligen Märkten. „Unsere Unternehmen passen geografisch gut zusammen“, sagt Michael Page, deutscher Aastra-Vertriebsleiter, gegenüber CRN. Dank des Anteils von Mitel sei Aastra an Alcatel vorbeigezogen und schaffte es in Deutschland laut eigenen Angaben auf den zweiten Platz der größten TK-Anbieter. Die Spitze des Treppchens belege weiterhin Unify.

Ausgeweitet werde die Vertriebsstrategie.

“Die für den deutschen Markt wichtigen Produkte finden sich in der gemeinsamen Portfolio-Strategie wieder. Das gilt sowohl für den Bereich der Kommunikationsserver als auch für Applikationen und Endgeräte. Die kombinierte Entwicklungskapazität beider Unternehmen wird unseren Partnern ermöglichen, auch in Zukunft in einem sich wandelnden Marktumfeld erfolgreich auftreten zu können“, sagt Page.

Eine 2+4 Vertriebsstrategie: IT-Systemhäuser, Microsoft Lync Partner, Cloud Anbieter und Carrier. In Unternehmen gebe es nach Erkenntnissen von Page quasi keine Trennung mehr zwischen IT- und TK-Abteilung. Zudem wollen die Kunden von Integratoren oft Lösungen aus einer Hand.

„Auf der Suche nach neuen Partnern ist Aastra auch im Lync-Markt umtriebig. Hier stehe man laut eigener Aussagen schon mit den größten Resellern in Kontakt und sei schon seit rund zwei Jahren aktiv. Wie Page erklärt, will das Unternehmen in diesem Bereich besonders Endgeräte und Applikationen vermarkten“, schreibt CRN.

Auch das florierende Cloud-Business soll für Wachstum sorgen.

„Wir werden sowohl Plattformen für große Systemintegratoren bieten und Whitelable-Angebote für kleinere Partner“, erklärt Page gegenüber CRN.

Derzeit stelle Aastra ein eigenes Cloud-Team auf und will in der zweiten Jahreshälfte mit ersten Ansätzen und Angeboten an die Öffentlichkeit treten.

Die Portfolio-Integration umfasst den Schutz von Investitionen der Partner und Kunden,Investitionen in einheitliche Endgeräte und Applikationen, offene Standards mit SIP-Telefonen, Migrationspfad in die Cloud für alle Unternehmensgrößen, Integration von MiVoice Conference Phone und SIP DECT über alle Plattformen hinweg, Erweiterung von MiCollab um Key Features des Aastra Mobile Client, einheitliche Gateway-Lösungen sowie Session Border Controler.

Bei der SIP-DECT-Technologie fokussiert sich Aastra auf die sichere Kommunikation in Unternehmen:

„Sicherheit hat für viele unserer Kunden oberste Priorität. Mit unserer SIP-DECT-Lösung erfüllen wir diese Anforderung mit höchsten Sicherheitsstandards. Die Kommunikation in Unternehmen zwischen Mitarbeitern oder mit Kunden und Geschäftspartnern bleibt vertraulich. Dieses hohe Niveau der Sicherheit hat uns auch der Industrieverband DECT Forum bescheinigt“, sagt Aastra-Deutschlandchef Jürgen Signer.

Sein Unternehmen gehöre zu den wenigen Herstellern, die jüngst vom DECT-Forum mit dem neuen Siegel „DECT Security“ ausgezeichnet wurden.

Die SIP-DECT-Mobilteile ermöglichen nach Firmenangaben eine zuverlässige mobile Kommunikation und werden häufig in erfolgskritischen Umgebungen wie Krankenhäusern, Hotels, Lagerstätten, öffentlichen Institutionen oder in der Industrie eingesetzt. Mit dem Release 5.0 erhöhe sich die Sicherheit der Schnurloslösung, beispielsweise indem sich während der Gespräche der Codeschlüssel zwischen Mobilteilen und Basisstationen alle 60 Sekunden automatisch erneuert.

Die hohen Sicherheitsstandards finden sich auch im IP-Netzwerk wieder:

„Die Sprachdaten werden nicht über das Protokoll RTP übertragen, sondern über das sichere SRTP (Secure RTP) verschlüsselt“, teilt Aastra mit.

Mit dem neuen Release bringe man auch Video auf die Mobilteile und ermöglicht so die Übertragung von Bildern, beispielsweise bei Alarm- oder Überwachungsszenarien.

„Für Installationen in Großunternehmen und Institutionen verdoppelt sich die maximale Ausbaustufe auf bis zu 10.000 Mobilteile und maximal 4.000 Basisstationen“, so Aastra.

Durch den offenen Standard könnten Unternehmen bereits vorhandene Infrastrukturen nutzen.

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