Deutschland 4.0 – Wie die Digitale Transformation gelingt (Rez.)

deutschland_40Zur Digitalen Transformation sind in den letzten Jahren eine ganze Reihe Bücher  erschienen – einige davon habe ich in meinem Blog besprochen: „Dematerialisierung – Die Neuverteilung der Welt in Zeiten des digitalen Darwinismus“ von Ralf Kreuzer & Karl-Heinz Land; Tim Cole  mit „Digitale Transformation. Warum die deutsche Wirtschaft gerade die digitale Zukunft verschläft und was jetzt
getan werden muss!
 – um nur die zu nennen, die Transformation bereits im Titel führen.
Tobias Kollmann (Prof. BWL u. Wirtschaftsinformatik) und Holger Schmidt (Journalist/Netzoekonom) sind seit langem als Speaker und Autoren zu digitalen Themen bekannt. Autoren empfehlen sich mit solchen Titeln als Experten und Berater – hier geht es offensichtlich um Politikberatung. Bereits der Einband kommt schwarz/rot/golden staatstragend daher. Und es geht ausdrücklich um Deutschland als führende Industrienation, die auch in der neuen Digitalen Wirtschaft ein starker Player bleiben soll.
Seitdem Web 2.0 vor einem Jahrzehnt eine ganz Netzepoche prägte, wurden immer wieder Begriffe mit Versionsnummer in den Raum gestellt. Deutschland 4.0 bezieht sich auf Industrie 4.0, ein Konzept, das von den Autoren übrigens kritisch gesehen wird (vgl. S. 166). Industrie 4.0 und davon abgeleitete Begriffe, wie Arbeit 4.0 und Bildung 4.0 gehen auf die von der Bundesregierung eingeleitete Kampagne Zukunftsprojekt Industrie 4.0, Deutschlands Zukunft als Produktionsstandort sichern zurück. „Industrie 4.0 gilt zwar als Zukunftskonzept der deutschen Industrie zur Absicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie, ist aber de facto kaum verbreitet“ (nach dem Strukturreport des  Instituts der Deutschen Wirtschaft, s. S. 71).
Das Buch ist sehr strukturiert, übersichtlich gegliedert. Gesellschaft, Technologie, Wirtschaft, Arbeit, Politik – alles 4.0 – sind die Felder von Analyse und Bestandsaufnahme, wobei Wirtschaft und Politik deutlich mehr Raum zugeteilt wird.

die erste Halbzeit der Digitalisierung verpasst

die erste Halbzeit der Digitalisierung verpasst

Die Geschichte ist die: Deutschland hat „die erste Halbzeit der Digitalisierung verschlafen“ (S. 64), v.a. in der Plattformökonomie hat es den Anschluß verpasst. Plattformen sind die Schlüsselstellen zumindest der aktuellen Digitalisierungswelle.
Transaktionsplattformen sind Mittler zwischen Anbietern und Kunden; Innovationsplattformen bündeln die Entwicklung von Technologien/Produkten.
Plattformen bestimmen insbes. die Spielregeln in Konsumentenmärkten und schöpfen den Großteil des Mehrwerts ab. Nicht nur Amazon und Ebay mit ihren Verkaufsplattformen, AirBnb, Uber zählen dazu, Buchungssysteme, Apple’s Plattform für Entwickler und Facebook als Plattform für Medien, auch Datingportale sind weitere Beispiele: Betreiber stellen die Struktur, auf der Angebot und Nachfrage sich in grösstmöglicher und aktuellster Auswahl finden. Branchen wie der Einzelhandel, Reisemarkt, Hotellerie, Medien, Liefer- und Transportdienste u.v.m. wurden längst von diesen Digitalisierungsschüben erfasst. Das ist die digitale Gegenwart.

Digitalisierung greift in die Kernbranchen deutscher Wirtschaft

Die nächste Digitalisierungswelle greift über auf die Kernbranchen der deutschen Wirtschaft und wird auch hier zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor (vgl. S. 69). Für diese zweite Halbzeit gilt: „Wenn Deutschland die Produktionstechnologie- Abteilung der Welt bleibt, dann haben wir viel erreicht. Auf dieses Ziel arbeiten wir hin.“ Ziel sei es, ,,auch künftig die Welt mit Maschinen zu beliefern, die aber intelligent sind„, so Siemens CTO /Russwurm (S.70). Selbstfahrende Autos, intelligente Roboter, aus der Ferne zu steuernde Maschinen, das Internet of Things (IoT), datengetriebene Industrie und 3D- Druck,  SmartHome, Fintech, E-Health sind die Themen. Letztendlich geht es um die digitale Wettbewerbsfähigkeit der klassischen Industrie, des Mittelstandes und von Start-Ups. Das ist die digitale Zukunft.
Im Kapitel Politik 4.0 werden die Anforderungen an die einzelnen Politikfelder – Infrastruktur-, Bildungs-, Wirtschafts-, Arbeits- und Europapolitik – Schritt für Schritt durchdekliniert. Hervorheben lassen sich das Bekenntnis zum Prinzip Netzneutralität, die Einbindung digitalen Wissens in den Bildungskanon, Unterstützung von Start-Ups und die digitale Aktivierung des Mittelstandes, flexible Beschäftigung und die Einbindung in eine europäische Perspektive.
Gegenüber den Ausführungen v.a. zu Wirtschaft und Politik fällt das Kapitel Gesellschaft 4.0 deutlich ab. Die Wechselwirkung von gesellschaftlicher, technischer und wirtschaftlicher Entwicklung, die Transformation gesellschaftlicher Systeme ist wohl ein eigenes Thema. Konzepte wie Networked Sociality und Vernetzter Individualismus kommen nicht vor.
In der bisherigen Resonanz wurde Deutschland 4.0 ziemlich einhellig positiv bewertet. Das Buch enthält in kompakter Form die wesentlichen Themen des Digitalen Wandels. Mit einem 25- Punkte Programm zur Digitalen Transformation schließt das Buch ab.
Ein wenig irritiert die durchgehende 4.0 Rhetorik. Zwar setzen sich die Autoren von Industrie 4.0 ab – doch sind die davon abgeleiteten Begriffe in allen Kapiteln präsent. 4.0 tritt uns auch in zahlreichen Publikation von Bundes- und Landesregierung NRW entgegen, zuletzt ein Weißbuch Arbeiten 4.0.  Der Begriff soll auf eine vierte industrielle Revolution verweisen – und bringt damit jeweils die Fragen mit sich, was denn nur die zweite und die dritte gewesen sei. Ob der Begriff als weitverbreiter Slogan glücklich gewählt ist, ist fraglich.
Manche Leser sehen in Deutschland 4.0. nicht nur eine Betriebsanleitung für Digitale Transformation, sondern gleich eine Bewerbungsgrundlage für regierungsamtliche Aufgaben als Minister oder Staatssekretär für Digitales – man wird sehen …. klausmjan
Kollmann, Tobias & Schmidt, Holger: Deutschland 4.0 Wie die Digitale Transformation gelingt. Springer Gabler, Wiesbaden 2016, 186 S. 24,95 €.
Nebenbei: Wenn auch Titel zur Digitalisierung vornehmlich als gedrucktes Buch verbreitet werden, dann zeigt das die Resistenz des Mediums Buch gegenüber digitaler Transformation an. 

World Café – Transformation der Systeme #iw7

Hashtag

Der Fliegende #Hashtag über Köln

Jedes Jahr  im Herbst, in der letzten Oktoberwoche, startet die Internetwoche Köln. Mittlerweile bei Nummer 7 angelangt und diesmal mit dem Untertitel „Das Festival für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft„. Beteiligt sind Akteure der digitalen Szene Köln: StartUps und andere Unternehmen, Hochschulen, öffentliche Einrichtungen, Verbände, Anwaltskanzleien (!) und unabhängige Veranstalter. Insgesamt gibt es unter der Dachmarke Internetwoche Köln >100 Diskussionen, Workshops, Fachvorträge, Netzwerkrunden  und auch ein Frühstück – meist kostenlos, dank Sponsoring und Eigenarbeit der Veranstalter. Auch das Netnocamp im Jahre 2010 fand übrigens im Rahmen der ersten Internetwoche Köln statt.

Am Dienstag, den 25.10. gibt es unter dem Titel Transformation der Systeme – Wie digitaler Wandel Systeme verändert, die unseren Alltag bestimmen“,  eine  „Gemeinschaftsproduktion“ in den Räumen der IHK Köln. „Gemeinschaftsproduktion“ von fünf Experten aus der „Online-Szene“:  Claudia Schleicher (Prozessbegleitung/Facilitating, OpenSpace Methoden), Pirmin Vlaho (Bildung), Gunnar Sohn (Wirtschaftsblogger, Live-Streaming Pionier), Ibo Mazari (Gamification, Digital Signage) und Klaus Janowitz (Netnographie, Digitaler Wandel).

Dass Digitaler Wandel bzw. Digitale Transformation genauso ein gesellschaftlicher und kultureller wie ein wirtschaftlicher und technologischer Prozess ist, ist mittlerweile Allgemeingut. In zahllosen Diskussionen geht es um Veränderungen in der Arbeitswelt, in Bildung und Mobilität, im Handel, den Medien und in den grundlegenden Mustern von Vergemeinschaft und gesellschaftlicher Organisation.
Immer wieder treten dabei eine Reihe von Prinzipien hervor: Konnektivität als Möglichkeit der Verbindung zwischen Menschen, Dingen und Prozessen, Personalisierung als Möglichkeit der persönlichen Zuordnung – oft automatisiert mittels Algoritmen. Schließlich das Matching bei gelingender Verbindung. Ein von uns vertretener Leitgedanke ist dabei das Konzept der Vernetzten Sozialität/Networked Sociality, damit verbunden ist u.a. das Bild eines Neuen Sozialen Betriebssystems. 

Café du monde

Café du monde

Ein solches Thema soll nicht allein mit aufeinander abfolgenden Vorträgen von Experten + Diskussion auf Wortmeldungen abgehandelt werden.
Wir geben Impulse – mit dem Open Space Format World Café beziehen wir die Teilnehmer ein. World Café bietet Gelegenheit, mit den im Raum versammelten Kompetenzen Szenarien zu entwickeln und – gerne auch kontrovers – zu diskutieren.
Zu fünf Themenfeldern (Arbeit, Bildung, Handel, gesellschaftliche Organisation, Netzökonomie, evtl. auch Mobilität) werden Thementische eingerichtet, an denen zu drei jeweils gleichen Fragestellungen Szenarien entwickelt und  Haltungen dazu formuliert werden. Nähere Informationen,  sowie einige Kurzvideos zu den Themenfeldern werden wir einige Zeit vorher auf der Facebook- Seite zum Event veröffentlichen.

Zukunftsforscher (und „Erfinder“ des Megatrend– Konzeptes) Matthias Horx  äußerte sich kürzlich skeptisch zur Zukunftsgläubigkeit der Digitalisierung. Sicherlich ist Digitalisierung nicht der einzige Antrieb der Entwicklung, sie ist verbunden mit anderen Innovationen und langfristigen gesellschaftlichen Entwicklungen und Prozessen. Die Verbreitung des Internet und die Digitalisierung der Medien bietet aber die Infrastruktur durch die solche Entwicklungen wirksam werden. Somit sprechen wir zu Recht von Digitalem Wandel und Digitaler Transformation (zu den beiden Begriffen habe ich im Mai einen Blogbeitrag geschrieben).

iw7_banner-silhouette_rgb_100Wir erwarten einen spannenden Nachmittag und freuen uns auf zahlreiche und engagierte Teilnehmer.
Um frühzeitige Anmeldung wird gebeten – die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Ein Klick auf die nebenstehende Graphik führt zum Anmeldeformular (bitte runterscrollen). Falls Ihr am 25.10. doch verhindert seid, gebt bitte eine Nachricht, so dass andere nachrücken können.

SMOWL-Vorstand im Amt bestätigt – Die Ost-Westfalen-Lippe-Vernetzer

Der alte und neue SMOWL-Vorstand

Der alte und neue SMOWL-Vorstand

Das Wirtschafts- und Kompetenz-Netzwerk Social Media OWL e.V. gehört nach eigenen Angaben zu den jungen und zugleich erfolgreichen Netzwerken „made in OWL“ – also Ost-Westfalen-Lippe:

„Seit 2011 haben sich die Experten für digitale Kommunikation nicht nur bestens in der Region vernetzt, sondern stehen heute bundesweit als Berater, Referenten, Dozenten und Moderatoren in der ersten Reihe und begleiten Unternehmen und Organisationen bei allen Aufgabenstellungen rund um die Themen Kommunikation, Social Media, digitaler Wandel und digitale Transformation“, teilt der Verein mit.

Auf der Jahreshauptversammlung in Rheda-Wiedenbrück wurde nicht nur auf die Arbeit der vergangenen zwei Jahre zurückgeblickt. Auch der Vorstand musste neu gewählt werden. Thorsten Ising, Michael Kemkes und Frank Michna sind alter und zugleich neuer Vorstand und wurden einstimmig im Amt bestätigt.

In den vergangenen zwei Jahren haben sie das Kompetenz-Netzwerk bekannt gemacht und „SMOWL“ bundesweit in die Köpfe der Menschen getragen. Ob als Partner in Sachen Arbeit 4.0, im Austausch mit den Hochschulen und IHKs über die Grenzen von OWL hinaus oder als Impulsgeber auf Messen wie der CeBIT und zahlreichen Veranstaltungen in Berlin, Köln, München, Stuttgart und Hamburg – immer öfter taucht das Kürzel „SMOWL“ hinter den Namen von Referenten und Moderatoren auf, wenn über digitale Transformation und Kommunikation gesprochen wird.

Das Wirtschafts-Netzwerk habe sich zu einer Plattform für Wissenstransfer rund um den digitalen Wandel und die damit verbundenen Veränderungsprozesse in und um Unternehmen und deren Bild in der Öffentlichkeit entwickelt. Zu den Mitgliedern gehören Kommunikationsberater, Online-Agenturen und Webshop-Entwickler, ebenso wie Medien- und Markenanwälte, Datenschützer, SEO-Spezialisten und IT-Unternehmen. Sie alle stehen im permanenten Austausch und bilden sich untereinander fort. Das so erarbeitete Wissen geben sie bereitwillig weiter. So stehen die Experten des Netzwerks oft auch kostenfrei für Vorträge und Impulse zur Beratung von Vereinen und Non-Profit-Organisationen zur Verfügung.

„Wir stehen erst am Beginn eines gewaltigen Wandels, den ein einzelnes Unternehmen, sowohl in der Geschwindigkeit, als auch in der Tragweite, kaum begreifen und umsetzen kann. Deshalb haben wir uns organisiert, um Trends und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und unseren Kunden Wissensvorteile zu verschaffen“, erklärt der Vorsitzende Thorsten Ising.

Gleichzeitig möchte man die Kompetenz in der Region sichtbarer machen.

Into the Wild – Datenbrillen auf der re:publica

Innenhof der republica 2014 Innenhof der republica 2014 Foto: Schleeh

Braucht man in der Wildnis Datenbrillen? Anscheinend, denn das Motto der diesjährigen re:publica war „Into the Wild“. Ich habe in der realen Wildnis auf dem Gelände der Station Berlin noch nie so viele verschiedene Datenbrillen auf einem Fleck versammelt gesehen. Selbst die IT-Messe CeBIT 2014 konnte der re:publica in diesem Punkt nicht das Wasser reichen.

Fake Google Glass aus dem 3D Drucker Meine Fake Google Glass aus dem 3D Drucker auf der re:publica 2013

Auf dem letzten Treffen der Internetgemeinde in 2013 war ich mit meinem Fake-Modell der Google Glass der Einzige mit einer Datenbrille. Das brachte mir damals eine sehr große Aufmerksamkeit und machte mein Newbie-Debüt auf Europas größter Veranstaltung dieser Art zu einem vollen Erfolg. In diesem Jahr hätte sich kein Blogger, Nerd oder Journalist nach mir auch nur umgedreht, hätte ich das Ding aus dem 3D-Drucker wieder auf der Nase gehabt. Denn wer fällt schon auf ein Fake rein, wenn es das Original zu sehen und zum Aufsetzen gibt.

Matthias Greiner und Hannes Schleeh mit Epson Moverio am Metaio Stand auf der republica 2014 Matthias Greiner und Hannes Schleeh mit Epson Moverio am Metaio Stand auf der republica 2014 Foto: Anett Gläsel-Maslov

Am Stand meiner Lieblingsfirma für Augmented Reality, Metaio ging es zu wie beim Cyper-Optiker. Hatten die Kollegen aus München nicht nur eine echte Google Glass, sondern auch ein Modell der Datenbrille von Epson am Stand in der Eingangshalle. Direkt daneben, hinter den Schuhen für Atheisten gab es den „Demonstrator“ des Fraunhofer Instituts COMMED aus Dresden zu bewundern.

Doch damit nicht genug. Am dritten Tag der re:publica, nachdem die Media Convention Berlin in der Halle dahinter der Droidcon Platz gemacht hatte, waren in gerade einmal zwanzig Metern Entfernung ein Prototyp der neuen Sony Datenbrille und die am Vortag in den USA erschienene Epson Moverio BT-200 am Epson Stand verfügbar. Ich war begeistert und habe sie alle aufgesetzt und ausgetestet. Mein Partner und Bloggercamp.tv Kollege Gunnar Sohn hat mich schon als „Brillenschlange“ bezeichnet.

Hannes Schleeh mit der echten Google Glass auf der republica 2014 Foto Adrian Hannes Schleeh mit der echten Google Glass auf der republica 2014

Womit er nicht ganz Unrecht hatte der liebe Gunnar, ich habe jede der Brillen ausprobiert und auf der Nase gehabt. Hier mein Vergleich und Fazit:

Google Glass Augmented Reality auf der re:publica 2014 Hannes Schleeh mit Google Glass Foto: Anett Gläsel-Maslov

1. Google Glass

Die kleinste und leichteste Brille, damit wäre die Glass auch die Unauffälligste. Leider ist sie Dank des Herstellers Google besonders in Deutschland nicht wohl gelitten. Die Glass ist nur in einem vorhandenen WLAN autark ohne Smartphone zu tragen. Hält aber bei hoher Beanspruchung wie Video oder Augmented Reality nur 15 bis 20 Minuten durch. Mit 1.500 Dollar plus Steuer ist die Glass derzeit noch sehr teuer. Da sich der Durchsichtbildschirm über und nicht vor dem Auge befindet, ist die Glass eigentlich keine „echte“ Augmented Reality Brille.

Google Glass republica 2014 Google Glass republica 2014 Foto: Schleeh

Über die Google Glass habe ich mich auch mit dem ehemaligen Google Pressesprecher, Stefan Keuchel unterhalten. Er bedauert genau wie ich, dass Google die Videochatfunktion softwareseitig abgestellt hat. Keuchel hält diese Feature genau wie die Navigation mit der Datenbrille für die Killer Applikationen. Auch eine Einbindung in einen Hangout on Air ist mittlerweile damit nicht mehr legal möglich.

Hannes Schleeh mit einer Epson Moverio BT 200 auf der republica 2014 Hannes Schleeh mit einer Epson Moverio BT 200 auf der republica 2014 Foto: Anett Gläsel-Maslov

2. Epson Moverio BT-200

Die Moverio BT-200 ist die derzeit einzige in großen Stückzahlen zu einem nachvollziehbaren Preis erhältliche „echte“ Augmented Reality Brille. Mit 699,99 Dollar mehr als die Hälfte günstiger als eine Google Glass. Für diesen Preis bekommt der Käufer aber auch ein viel größeres Volumen und eine Datenbrille mit ausgelagerter Prozessoreinheit und Batterie. Deshalb muss man mit einem etwa vier Millimeter dicken Kabel vom Kopf zur Steuereinheit leben. Aber diese Brille verdient den Namen Augmented Reality Brille wirklich. Mit zwei großen, die Augen überdeckenden durchsichtigen Bildschirmen bietet sie eine echte Augmentierung der Wirklichkeit. Metaio hat damit die erste reine Anwendung ohne unterlegtes Kamerabild für seinen Junaio Browser entwickelt und auf der re:publica 2014 gezeigt. Auch 3D-Bilder sind damit möglich.

Marc Antoine Godfroid at the Epson booth republica 2014 Marc Antoine Godfroid at the Epson booth republica 2014 Foto: Schleeh

Epson arbeitet schon an der dritten Ausgabe, denn die Moverio hat eine Vorgänger Version, die die jetzige um 60 Prozent in Gewicht und Größe überragt. Eric Mizufuka, der für den amerikanischen Markt verantwortliche Produktmanager für die Moverio hat in einem Webinar auf diesen massiven Miniaturisierungs Fortschritt verwiesen. Leider ist die Datenbrille, laut Aussage des Europa Verantwortlichen Marc Antoine Godfroid nicht von Google zertifiziert. Somit kann man kein Google Plus Profil auf der mit Android 4.0.4 ausgestatteten AR-Brille einrichten um an einem Hangout oder Hangout on Air teilzunehmen. Die Brille kann via Bluetooth oder WLAN an das Internet angebunden werden.

Hannes Schleeh mit der Sony Augmented Reality Brille auf der republica 2014 Hannes Schleeh mit der Sony Augmented Reality Brille auf der republica 2014 Foto: Sony Mitarbeiter

 3. Sony Smart Glasses

Ein ähnliches Konzept wie die Epson hat Sony in seiner auf dem Mobile World Congress erstmals vorgestellten Smart Glass umgesetzt. Allerdings ist die Anzeige nur monochrome grün und erinnert ein wenig an die ersten Computerbildschirme. Damit lassen sich aber die Gläser viel kleiner halten und die Sony sieht fast aus wie eine normale Brille, wenn das Kabel zur Steuereinheit nicht wäre.

Augmented Reality durch die Sony Brille republica 2014 Augmented Reality durch die Sony Brille republica 2014 Foto: Schleeh

In diesem Punkt sind sich die beiden japanischen Hersteller einig. Der gezeigte Prototyp hatte sehr zu meiner Verwunderung auch keine Ohrbügel. So muss man das Teil wie ein Monokel auf der Nase ständig festhalten. Ich hoffe das wird noch geändert. Für den Einsatz als Terminator-Terminal müsste dann noch die Farbe der Anzeige in rot geändert werden.

Hannes Schleeh mit dem Demonstartor von Fraunhofer COMMED auf der republica 2014 Hannes Schleeh mit dem Demonstrator von Fraunhofer COMMED auf der republica 2014 Foto: Schleeh

4. Fraunhofer COMMED Demonstrator

Kein fertiges Produkt und auch nur eine Anwendung kann man auf der Datenbrille des Fraunhofer Instituts COMMED betrachten. Die zugegebenermaßen optisch am fragwürdigsten aussehende Datenbrille bietet enorme innere Werte. Fraunhofer hat es geschafft ein OLED-Display zu produzieren und patentieren, das zu jedem Farbpixel ein auf die Augen gerichtetes Kamerapixel besitzt. Damit lassen sich die Augenbewegungen tracken. Der Demonstrator zeigt dies an einer Welttkarte, die man in sein Blickfeld eingeblendet erhält. Durch eine Veränderung der Blickrichtung verschiebt sich die Weltkarte zum angesehenen Punkt. Die monochrome Farbe hat dieser Demonstartor mit der Sony gemeinsam. Anscheinend lieben die Entwickler von Prototypen die grüne Leuchtschrift. Fraunhofer verkauft und lizenziert diese Technologie, wie mir Dr. Konrad Crämer im Live-Interview auf der re:publica verriet. Sowohl Epson als auch Metaio und Sony haben sich diese Technologie am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung angesehen. Mal sehen wer sie zuerst in seinen zukünftigen Produkten integriert.

5. Weitere Augmented Reality Datenbrillen

Gefehlt haben nur noch die Vuzix, Meta, RenconJet, Atheer One, und last but not least aus Italien, Europa die Glassup oder kennt Ihr noch weitere Augmented Reality Brillen, die schon gezeigt wurden? Wenn ja schreibt mir bitte in einem Kommentar dazu, welche Ihr noch kennt.

Fazit:

Am coolsten ist immer noch die Google Glass. Allein der Formfaktor und die Größe sprechen für diese Datenbrille. Auch die Farbe im Bild spricht für die Glass. Das beste Augmented Reality Erlebnis bietet die Epson Moverio. Damit hat man einen riesigen Flatscreen vor den Augen und die Junaio Anwendung von Metaio ist ein Riesenschritt in Richtung Augmented Reality ohne Kamerakrücke. Wer es selbst ausprobiert hat wird mir zustimmen, wenn ich das als immersive bezeichne. Von der Form und der Anmutung finde ich die Sony am Besten. Sie sieht auf den ersten Blick wie eine ganz normale Brille aus und ist damit, bis auf die fehlenden Bügel am unauffälligsten und tragbarsten. Die Fraunhofer Brille ist als Versuchsträger oder Demonstrator kein Endkundenprodukt, zeigt aber wohin die weitere Integration gehen wird. Auf der CeBIT 2013 musste ich für die gleiche Leistung an einem Messestand noch zwei Brillen übereinander aufsetzen und hatte die Augmentierung dann nur auf einem Auge.

Zwei Datenbrillen auf einem Kopf Augmented Reality und Eyetracking in zwei Devices auf der CeBIT 2013 Zwei Datenbrillen auf einem Kopf Augmented Reality und Eyetracking in zwei Devices auf der CeBIT 2013 Foto: Gunnar Sohn

Wenn wir uns einmal virtuell die ideale Datenbrille aus den Beispielen zusammenbauen, dann ist das ein Gerät mit dem Aussehen und Formfaktor der Sony, an der mich die dünnen Gläser und kaum sichtbar eingeschliffenen Spiegel fasziniert haben. Das Ganze mit den OLED Displays des Frauenhofer COMMED, damit die Brille weiß wohin der Nutzer blickt und in der Farbenpracht und Klarheit der Epson Moverio, ohne externe Steuerung und Kabel wie bei der Google Glass. Das wäre ein Traum.

Crosspost von schleeh.de

Augmented Reality – mit iPad und Google Glass im Museum

Bayerisches Nationalmuseum München Bayerisches Nationalmuseum München Foto: Schleeh

Die Idee entstand im Winter 2013. Zum DLD im Januar wollte Metaio zeigen, was heute mit Augmented Reality möglich ist. Warum also nicht alte Kunst mit neuer Technologie verbinden, dachten sich die Macher der Münchner Software-Schmiede. Weiterlesen

Smartwatch vs. Datenbrille – Kommt die Google Glass noch auf den Markt?

Nach Samsung bringt nun auch Motorola eine Smartwatch auf den Markt. Die Moto 360 soll schon im Sommer erhältlich sein. Interessant an der Moto 360 sind aus meiner Sicht zwei Aspekte.

1. Die Uhr wurde noch vor dem Verkauf an Lenovo unter der Ägide von Google entwickelt

2. Nahezu zeitgleich wurde die Android Version Wear von Google angekündigt

Obwohl Google zu seinem abgespeckten Android dazu schreibt: „Wearable Devices sind Uhren, Brillen, Rucksäcke und Pullis“ wird es in den nächsten Monaten sicher mehr Uhren mit dieser Betriebssystem Variante auf dem Markt geben als Rucksäcke und Pullis.

Android wear cuecard

Android wear cuecard Foto: http://developer.android.com/wear/index.html

Von der Oberfläche her erinnert Android Wear stark an die Oberfläche der Google Glass.

Android Wear stream

Android Wear stream Foto: http://developer.android.com/wear/index.html

Alle Welt diskutiert nur noch über Smartwatches. Eine Uhr am Handgelenk ist ein altes Kulturgut und wird eher gesellschaftlich geduldet, als eine Brille mit einer Kamera.

Auf Facebook schreibt ein User dazu:

Inzwischen wird es ja bereits breit thematisiert, dass die Leute zu häufig auf ihr Smartphone schauen, weil sie Angst haben, etwas zu verpassen. Hier kann eine gut gemachte Smartwatch Abhilfe schaffen.

Der Blick auf eine Uhr ist ein eher akzeptierter Vorgang als der schräge Blick nach oben in ein Glass Prisma. Eventuell braucht es erst die Vorstufe Uhr um eine Akzeptanz für die Brille zu schaffen. Auch eine Kamera am Arm werden die Menschen leichter hin nehmen, als das dritte Auge in einer ständig auf sie gerichteten Brille.

Sascha Pallenberg auf der CeBIT 2014 Samstag Blaue Blogger Tour 22
Sascha Pallenberg auf der CeBIT 2014 mit Google Glass Foto: Schleeh

Aber das verzögert den Durchbruch der Brillen aus meiner Sicht höchstens. Die Vorteile eines Bildschirms im Blickfeld, oder einer echten Augmented Reality Brille werden sich langfristig durchsetzen.

Hannes Schleeh mit Epson Moverio BT-200
Hannes Schleeh mit Epson Moverio BT-200 Foto: Anett Gläsel-Maslov

Aber was ist mit Google Glass? Noch gibt es kein Release Datum für die Consumer Variante. Google hatte versprochen die Datenbrille im Jahr 2014 auf den Markt zu bringen. Schon wird spekuliert, das Google seine Glass sterben lassen wird.

Glass or no Glass

Robert Scoble, bislang als großer Google Glass Fan bekannt schreibt auf Google Plus:

Larry Page ist gerade auf der Bühne bei TED. Ich bin zu Hause und schaue zu. Er trägt keine Google Glass. Dies passt in die neue Geschichte, die sich in meinem Kopf bildet: dass Google nicht weiß, wie man bei einem Produkt bleibt. Erinnert Euch an Google Wave? Es war eine sehr interessante Idee, die Google aber sehr schnell aufgegeben hat. Warum? Weil es umstritten war, und die Ausführung nicht gut war. Wird Google bei Glass bleiben? Ich fange an, sehr skeptisch zu werden.

Bei Mashable wird die Smartwatch von Motorola sogar schon zum Totengräber der Google Glass erklärt:

Hannes Schleeh mit echter Google Glass

Hannes Schleeh mit echter Google Glass Foto: Anett Gläsel-Maslov

Warum die Moto 360 Smartwatch die Google Glass töten wird, lautet der Titel. Peter G McDermott ein Teilnehmer des Entwickler-Programms von Google Glass erklärt, wie er zu dieser Meinung kommt. Die Laufzeit der Brille sei mit der eingesetzten Batterie zu kurz. Nach 20 bis 30 Minuten Filmaufnahme sei der Akku bereits leer. Ein weiterer Grund ist für ihn die Sicherheit. Eine ständig am Kopf getragene und einsatzbereite Kamera wird von vielen Firmen nicht geduldet, da so kritische Informationen aufgenommen werden könnten. Er hält die Datenbrille auch nicht für zuverlässig, da sie selbst ein WLAN oder Smartphone als Zugang zum Internet benötigt, was in der Praxis aus seiner Sicht nicht einwandfrei klappt. Bei der Smartwatch kann sich McDermott weder ein Akzeptanzproblem bezüglich Datenschutz noch Probleme mit der Batterielaufzeit vorstellen. Zudem hält er Uhren für sexier als die an Cyborgs erinnernde Google Glass.

Teilweise stimmt er darin mit Robert Scoble überein, der schon Ende letzten Jahres seine Meinung zu den Vor- und Nachteilen der Google Glass auf Google+ gepostet hatte.

Am Ende des Artikels hat Mashable eine Abstimmung platziert. Die Frage, ob die Smartwatch Moto360 die Google Glass töten wird haben Stand 24.3.2014 15:00 Uhr 5.241 Leser mit Ja und nur 2.076 inklusive mir, mit nein beantwortet.

Screenshot Mashable Foto Hannes Schleeh
Screenshot Mashable Foto Hannes Schleeh
Killt die Moto360 die Google Glass?

Da fragt man sich langsam, was macht eigentlich Apple? Gerüchte um eine iWatch brodeln ja schon länger. Angeblich soll Apple schon mit Schweizer Edeluhren Herstellern verhandeln. Analysten sehen Apple auch schon in die Bedeutungslosigkeit versinken, sollte der Konzern aus Cupertino in diesem Jahr keine Smartwatch auf den Markt bringen.

Ob auch Apple schon an einer Datenbrille arbeitet? Patente dazu hat Apple ja bereits angemeldet. Was meint Ihr dazu?

Schreibt mir in den Kommentaren was Ihr am liebsten tragen würdet, Google Glass, Moto360, iWatch oder iGlass?

Crosspost von schleeh.de

Tradierte Managementprozesse: vieles überflüssig, manches gefährlich

Verstaubte, alte Unternehmensorganisationen haben in Web-3.0-Zeiten keine Chance.

Verstaubte, alte Unternehmensorganisationen haben in Web-3.0-Zeiten keine Chance.

Unternehmen können in Zukunft nur noch dann überleben, wenn sie die Intelligenz und die volle Schaffenskraft von Toptalenten für sich gewinnen. Denn der Markt ist gnadenlos. Und die Kunden kennen kein Pardon. Der Wandel von einer klassischen Pyramidenorganisation zum Netzwerkunternehmen müsste also im Eiltempo klappen.

Doch während sich draußen unumkehrbar alles verändert, vertrödeln sich drinnen in den Unternehmen die Manager mit „gängigen“ Verfahren und verbrauchten Ritualen aus dem letzten Jahrhundert: Topdown-Formationen, Silodenke, Insellösungen, Abteilungsegoismen, Hierarchiegehabe, Budgetierungsmarathons, Anweisungskultur, Kontrollitis, Kennzahlenmanie.

In den Schaubildern der Unternehmen sieht es noch immer aus wie anno dazumal. Sie verdeutlichen – mehr als alles andere – die wahre, fossile Gesinnung: Der Chef thront ganz oben, darunter, in Kästchen eingesperrt, seine brave Gefolgsmannschaft. Die Mitarbeiter kommen in solchen Organigrammen nicht einmal vor. Sie werden wie Fußvolk verwaltet und in Abteilungsschubladen organisiert. Und die Kommunikation zu den Kunden läuft über Kanäle.

Crosschannel? Das crosst gar nichts!

Doch Werbekanäle sind nichts anderes als das externe Gegenstück interner Silos und veralteter Topdown-Hierarchien: unvernetzt nebeneinander her agierend. Mit stolzer Brust wird zwar über Multichannels geredet und mit Crosschannel-Expertise geprahlt, doch aus Sicht der Kunden betrachtet crosst gar nichts. Unkoordiniertheit ist Normalität.

In der Auftragsabwicklung können viele ein Lied davon singen, wie sie in die Bredouille geraten, weil der Vertrieb unhaltbare Versprechen macht, um seine Planzahlen zu sichern und/oder attraktive Gratifikationen für sich zu ergattern. Und jeder schiebt bei Patzern dem anderen die Schuld in die Schuhe.

Bei einem besser nicht genannten Premium-Autobauer „gehört“ der Autokonfigurator dem Marketing, wenn er auf der Internetpräsenz angeklickt wird, und dem Vertrieb, wenn dies vor Ort in der Niederlassung passiert. In der Händlerorganisation nutzt der Verkauf ein anderes CRM-System als der Service. „Wie wissen alles über das Auto, aber fast nichts über den, der es fährt“, klagt mir ein Mitarbeiter sein Leid.

Marionettentheater für Sozialanalphabeten

Formalismen, Command & Control sowie der kundenfeindliche Standardisierungswahn sind mit die größten Bremsklötze auf dem Weg in eine neue Business- und Arbeitswelt. Die Zahlenhörigkeit vieler Führungsgremien ist geradezu abstrus. Oft genug wird ganz fanatisch das Falsche getan, Hauptsache, es kann gemessen werden.

Dem Kennziffernjoch kann niemand entkommen. Selbst die Mitarbeiterperformance wird nun über Dashboards und Cockpits gesteuert, so als ob Menschen Maschinen wären, bei denen man die Anzahl der Umdrehungen misst. Gottseidank, sagt der Bürokrat, tauchen ständig irgendwelche Problemchen auf, für die es noch keine Regel gibt, und Vorgänge, für die man flux ein neues Formular basteln kann.

Reportings und Budgetierungsverfahren, durch die ab September die halbe Firma in Lähmung verfällt, fressen jetzt noch mehr Ressourcen. Bisweilen kommt mir das vor wie ein Beschäftigungsprogramm für Sozialanalphabeten. Denn solange man mit Zahlenklauberei zugange ist, muss man sich nicht mit den Menschen befassen.

Mitarbeiter werden via Checklistengespräch geführt. Und ihre Performance wird über Standardprozesse gesteuert. Doch Standards bewirken nur eins: Standardleistungen – und damit langweiliges Mittelmaß. Wer aber seine Mitarbeiter wie Marionetten steuert und zu hirnbefreiten Abarbeitern macht, braucht sich am Ende nicht zu wundern, wenn deren Engagement auf der Strecke bleibt.

Jeder zweite Manager ist quasi überflüssig

Die Hälfte der Managementkosten könnte eingespart werden, würde man sich von Bürokratie, Hierarchien und aufwendigen Zielvereinbarungsplanspielen weitgehend lösen. Was den Unternehmen heute im Markt begegnet, ist permanente Vorläufigkeit. Manager laufen also besser den Kunden hinterher – und nicht den Budgets.

Leider ist das Beharrungsvermögen in den Teppichetagen enorm. Doch weitermachen wie bisher ist keine Option. Ein Re-Start ist dran. Noch vor den technologischen und produktbasierten Innovationen sind jetzt zuallererst Innovationen drinnen im Unternehmen dringendst vonnöten.

Jammern bringt aber nicht weiter. Und Manager-Bashing gibt es genug. Auch Zeigefinger-Bücher sind bestenfalls wirkungslos, wenn sie keine handlungsorientierten Optimierungsvorschläge machen. Denn Angst ohne Ausweg wird einfach verdrängt, und alles bleibt wie gehabt.

Neue Mittel und Wege werden also gebraucht. Und genau an dieser Stelle kommt – mit Verlaub – mein neues Buch „Das Touchpoint-Unternehmen“ ins Spiel. Es bietet eine Fülle von Mitteln, Wegen und Instrumenten auf die drängendste aller Managerfragen: Wenn nicht so wie vorvorgestern, wie dann heute und morgen? Anne M. Schüller

Vom homo hierarchicus zum digitalen Transformator: Über den Niedergang hierarchischer Führungsmodelle

Digitaler Masterplan?

Digitaler Masterplan?

Viele Unternehmen haben noch nicht den Einstieg in den digitalen Wandel gefunden, zu diesem Befund kommt die Studie „Digitale Transformation“ der Smarter Service-Initiative. Den meisten Unternehmen fehle die notwendige Expertise, um die im Einsatz digitaler Technologien liegenden Chancen für das eigene Geschäft zu erkennen, zu bewerten und zu erschließen.

„Fehlender Leidensdruck in den Chefetagen verhindert und verschleppt den Wandel, der von der Organisation bereits gesehen und gewünscht wird. Viele Führungskräfte sind sich der strategischen Relevanz durchaus bewusst. Sie scheinen jedoch von schwerfälligen und komplexen Business Systemen und Prozessen ‚paralysiert‘ zu sein“, schreiben die Studienautoren.

Die traditionelle Rolle des Managers als homo hierarchicus kommt zunehmend in die Defensive. Selbstorganisation, Autonomie, Individualität, Kommunikation auf Augenhöhe, Partizipation, die Ökonomie des Gebens und Nehmens machen den Kontrollsehnsüchten der Führungskräfte einen Strich durch die Rechnung.

„Im digitalen Zeitalter sind hierarchische Führungsmodelle unterlegen. Je stärker wir in das digitale Zeitalter kommen, umso stärker werden Unternehmen die Notwendigkeit spüren, Kommunikationsverantwortung, und damit Macht zu dezentralisieren“, raten die Smarter Service-Experten.

Christian Henne von HenneDigital ist davon überzeugt, dass die meisten Unternehmen den Transformationsprozess nur dann schaffen können, wenn sie Personal an wichtigen Stellen austauschen.

„Das ist wie bei einer Fußballmannschaft: Du kannst nur das System spielen, das die Spieler hergeben. Willst du den Systemwechsel, brauchst Du einen neuen Coach und neue Spieler an wichtigen Positionen. Spieler, die an ihren alten Rollen hängen, auf ein neues System zu zwingen, macht sie unzufrieden und wird die Qualität gefährden. Also sortiere die aus, die nicht mitmachen wollen. Alle anderen sind eingeladen, die Veränderung aktiv zu gestalten oder zumindest zu unterstützen.“

Chief Digital Officer mit rotem Telefon

Es müsste zudem ein kulturelles Umfeld für Träumer und Spinner geben, die das Silodenken in Organisationen unterlaufen. Wichtig könnte auch die Funktion eines Chief Digital Officer (CDO) werden – mit einem roten Telefon zum Vorstandschef. So hat Starbucks vor zwei Jahren einen CDO engagiert, der für Mobile, Social Media, Kundenservice eCommerce und digitale Infrastruktur in den Coffee Shops zuständig ist.

„Zu den Erfolgsfaktoren zählt, sich zunächst an den Prioritäten der Geschäftsführung auszurichten, und mit einfachen und verständlichen Reports dafür zu sorgen, dass die Stimme des Kunden auch in den Fluren der Geschäftsführung gehört wird. Auch wenn er keine operative Verantwortung trägt, sollte der CDO den Hut für alle kundenbezogenen Marktforschungstätigkeiten aufhaben. Eine wichtige Überlebensstrategie besteht darin, sich unübliche Verbündete zu suchen und bei Bedarf unüberwindbar erscheinende Hindernisse mit der Unterstützung des CEO auszuräumen“, schlussfolgert die Smarter Service-Studie.

Ob IT-Führungskräfte in diese Rolle schlüpfen können, sei noch nicht absehbar, bemerken Mark Hayes und Bernd Stahl vom IT-Beratungshaus Harvey Nash im ne-na.de-Interview.

Sie müssen an ihrer Geschäftskompetenz arbeiten und die richtigen Bündnispartner im Unternehmen finden: Die besten CIOs werden diesen Wandel aktiv mitgestalten und sich als unverzichtbare Innovatoren mit einem starken technologischen Hintergrund etablieren. Um das zu erreichen, sollten die IT-Führungskräfte den Schulterschluss mit den Kindern der Babyboomer suchen: „Diese Generation ist der heimliche Verbündete des CIO“, resümiert Harvey Nash in der CIO-Studie 2013. Der CIO sollte sich als Change Agent an die Spitze der digitalen Transformation stellen und den Technologie ermöglichten Kulturwandel vorantreiben. Wie sich das entwickelt, wird in der CIO-Umfrage 2014 abgefragt, an der sich bis Mitte März nicht nur CIOs beteiligen können.

Über die Neuland-Ideologie der Merkel-Partei

Wohl nichts...

Wohl nichts…

Der Wissenschaftler und CDU-Politiker Stephan Eisel bezeichnet sich als kritischen Rationalisten im Geiste von Karl Popper und legt dementsprechend strenge Kriterien an, wenn ein Themengebiet wie „Internet und Demokratie“ erforscht wird. Alles müsse quellenkritisch hinterfragt werden, so Eisel in seinem Socialbar-Vortrag im Bonner Wissenschaftsladen. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und frühere Redenschreiber von Helmut Kohl zählt sicherlich nicht zur netzpolitischen Avantgarde seiner Partei – als wichtigen Stichwortgeber im schwarzen Lager sollte man ihn schon ernst nehmen. Er bietet sozusagen den ideologischen Überbau für die Neuland-Thesen seiner Kanzlerin. Alles, was mit dem Internet zu tun habe, müsse doch nüchterner und realistischer betrachtet werden, so Eisel.

So bewege sich der Zugang zum Internet seit Jahren in einer Größenordnung von 75 bis 80 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung über 14 Jahren und verändert sich nicht. Der neue (N)ONLINER-Atlas der Initiative D21 und die ARD-ZDF-Onlinestudie würden diese Stagnation bestätigen.

Gottgegeben und alternativlos ist dieser Status quo mitnichten. Deutschland dümpelt wie beim Breitbandausbau und der Etablierung eines schnellen Internets im Mittelfeld herum. Die Online-Durchdringung der 27 EU-Staaten liegt bei 76 Prozent. Spitzenreiter sind die skandinavischen Länder und die Niederlande, in denen über 90 Prozent der Bürgerinnen und Bürger online sind. Was können die, was wir nicht können, Herr Eisel?

Ein Land von passiven TV-Couchpotatoes?

Wenn es um die Digitalisierung von Bildung, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik geht, sind wir schlechtes Mittelmaß. Vielleicht sollten die selbsternannten Politikflüsterer hier eine Ursache für die mangelhafte Ausbreitung sowie Nutzung des Internets suchen und von der Bundesregierung endlich eine netzpolitische Agenda einfordern, die diesen Namen auch verdient. Stattdessen verweist Eisel auf die Popularität des Fernsehens als reines Konsummedium und sieht hier mögliche Ursachen für Netzaversionen. Der Deutsche an sich zählt also wohl mehrheitlich zur Gruppe der passiven Couch-Potato-Klientel, die sich lieber berieseln lässt, als im Internet selbst die Initiative zu übernehmen. Wenn man die Glotze einschaltet und nichts tut, dann tut sich eben nichts – da können sich die politischen Meinungsmacher des Establishments wieder gemütlich zurücklehnen und sich an Polit-Talkshows ergötzen, in denen wie bei einer Karussell-Fahrt immer wieder dieselben Funktionärs-Nasen der guten, alten Zeit auftauchen.

Netzaktivisten können kein Schwein schlachten

Zudem sollten die hochnäsigen Netzaktivisten zur Kenntnis nehmen, dass es eine digitale Spaltung in der Gesellschaft gibt, die uns allen etwas fremd vorkommt. CDU-Mann Eisel sieht die Spaltung in der Internet-Nutzung am Arbeitsplatz. Das sei vielen Menschen aufgrund ihrer beruflichen Situation verwehrt:

„Es gibt im Internet keine Chancengleichheit zwischen denen, die den ständigen Zugang haben und denjenigen, die den Zugang nur in ihrer Freizeit haben. Es macht einen Unterschied, ob ich Busfahrer oder Krankenpflegerin oder ob ich Kommunikationsleitern bin. Auch das wird viel zu wenig diskutiert – vielleicht auch deswegen, weil übers Internet vor allem in akademischen Zirkeln diskutiert wird. Und akademische Zirkel sind sich wenig bewusst, dass sie in der Minderheit sind.“

Auf die Netzkompetenz sollte man sich allerdings wenig einbilden, denn in vielen Berufen seien auch Akademiker Analphabeten, meint Eisel:

„Wenn wir ein Schwein schlachten und Wurst herstellen müssten, würden wir schnell an die Grenzen unserer Kompetenz stoßen.“

Hier kann man das Internet ausdrucken

Hier kann man das Internet ausdrucken

In der Tat, liebwertester Internet-Erklär-Gichtling Eisel. Jeder Experte ist auch ein Idiot und Laie fernab seiner Expertise. Nur sind die Metzgermeister wesentlich weiter, als es Politikwissenschaftler vermuten. So kommen beim Fleischverkauf intelligente Waagen zum Einsatz, die mit Warenwirtschafts-, ERP- oder SAP-Systemen verbunden sind – bis hin zur Kopplung an die Preisfindung. Mit der von Philipp Matthäus Hahn im 18. Jahrhundert erfundenen „Wand-Neigungswaage“ hat das nichts mehr zu tun. Die Metzger-Maschinen sind wiegende und druckende Internet-Terminals.

Auch Kühe und Schweine sind in der Computerwolke

Und selbst Traktoren, Milchvieh und Schweine halten sich schon längst im Netz auf. So etwas nennt sich Präzisions-Landwirtschaft – neudeutsch auch Precision Farming genannt.

„Beim Ackerbau wird nicht mehr konstant gedüngt, sondern nur noch punktuell nach dem Bedarf der Pflanzen“, erläutert Antje Krieger, Marketing-Managerin von Agri Con in einer Bloggercamp.tv-Gesprächsrunde.

So kann über Bodenanalysen der Stickstoff-Bedarf genau ermittelt werden. Die Traktoren ziehen über GPS automatisch ihre Bahnen, ohne dass der Fahrer lenken muss. Die Vermessung des Feldes liegt in der Computerwolke.

Die tägliche Nutzung des Internets am Arbeitsplatz skizzierte auch Gerald Maatmann, Jungbauer in der Grafschaft Bentheim. Früher wollte er seine 80 Kühe über Excel verwalten.

„Eine Kuh produziert Daten und die möchtest Du natürlich sofort eingeben. Da musste ich ständig zum Rechner rennen. Das klappt einfach nicht.“ Jetzt setzt er das Programm von der QSX-Datenschmiede ein. „Unser Lehrling hat die Anwendung auf seinem Smartphone und auch mein Vater. Es läuft auf dem Stallrechner. Man muss keine Updates installieren – einfach anmelden und alles ist da.”

Bei einer Trächtigkeitsuntersuchung seiner Kühe ist das Smartphone mal in den Gülle-Schacht gefallen. „20 Kühe hatten wir mit dem Tierarzt schon durch. Im vernetzten Stall gehen die Daten direkt nach der Eingabe in die Cloud. Das Gerät war hinüber, aber meine Daten nicht”, sagt Maatmann.

Man könnte noch weitere Anwendungsfelder anführen, die belegen, wie viele Berufsgruppen außerhalb des akademischen Milieus Zugang zum Internet haben und ohne Netzintelligenz gar nicht mehr auskommen können und wollen. Schaut man sich die von Eisel zitierten Studien etwas genauer an, sieht man auch dort die Dynamik der digitalen Transformation für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die sich quer durch alle Bevölkerungsgruppen vollzieht. So geht der Internet-Zuwachs in Deutschland vor allem von den über 60-Jährigen aus, von denen inzwischen 43 Prozent im Netz aktiv sind. 169 Minuten sind die Onliner täglich im Netz – eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 36 Minuten. Das liegt vor allem am Siegeszug von Smartphones und Tablets.

Aber, sagt jetzt wiederum Stephan Eisel, der Aktivitätsgrad im Internet sei doch viel geringer als viele Internet-Aktivisten tatsächlich wahrnehmen wollen. Er erwähnt die Zahl der regelmäßigen Nutzer von Facebook, die man auf rund 26 Millionen schätzt. Zur regelmäßigen Nutzergruppe werden auch jene gezählt, die sich nur ein einziges Mal im Monat einloggen. Das habe mit Aktivität wenig zu tun, so Eisel.

Er sollte sich die Statistik noch einmal etwas genauer anschauen, denn von den registrierten Nutzern sind 19 Millionen jeden Tag auf Facebook unterwegs – also knapp ein Viertel der deutschen Bevölkerung und nicht die vom früheren Kohl-Ghostwriter angeführten drei bis vier Prozent.

Ja aber, erwidert dann Meister Eisel, Like-Klicks könne man doch nicht mit einem fundierten Diskurs verwechseln, der in einer Demokratie so wichtig sei. Er könnte noch auf die von Jakob Nielsen vor sieben Jahren aufgestellte 90-9-1-Regel für Online-Communities verweisen. Demnach konsumieren 90 Prozent die Informationen eher passiv, neun Prozent tragen gelegentlich etwas mit Beiträgen bei und nur ein Prozent sind wirklich aktiv bei der Erstellung von Inhalten. Aber auch diese These aus den Frühzeiten des Social Webs hat sich erledigt. Nach Analysen von BBC ist die Nielsen-Verteilung nicht mehr zu halten, da sich heute bereits mindestens 17 Prozent der Menschen intensiv im Social Web beteiligen. 60 Prozent sind aktiv beim Hochladen von Fotos, beim Start von Diskussionen oder bei der Gründung von Initiativen, da das technische Rüstzeug für die Beteiligung im Social Web immer komfortabler und einfacher in der Handhabung wird.

eGovernment oder das Reich der digitalen Untoten

Es gibt allerdings immer noch ein „Ungleichgewicht der Partizipation” zwischen den Möglichkeiten, die das Social Web bietet und den Beteiligungsangeboten von Politik, Staat und Wirtschaft. Technologisch komfortabel gelöst ist beispielsweise das Portal FragdenStaat.de. Das Begehren nach Information und Partizipation wird allerdings von den Behörden mit einer perfiden Kunst des Abwimmelns zunichte gemacht. So hat das Informationsfreiheitsgesetz 13 Paragrafen und fast die Hälfte des Regelwerkes kann eingesetzt werden, um Anfragen wieder loszuwerden.

Wenn Partizipationsprojekte der öffentlichen Hand ins Leere gehen, wie beim „Liquid-Friesland-Projekt“, an dem sich innerhalb eines Jahres nur 60 Bürger beteiligt haben bei einer Landkreis-Einwohnerzahl von 100.000, liegt es vielleicht nicht in erster Linie an der mangelhaften Beteiligungsbereitschaft der Bevölkerung, sondern an der schlechten Umsetzung dieser Initiativen. Eisel kann sich mal das Vergnügen machen, den eGovernment-Aktionismus der Bundesregierung etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Stichwort BundOnline. Das sind Internet-Mumien, die das Dasein von Untoten fristen. Kaum ein Projekt hat die erhoffte Nutzerfrequenz erreicht. Das Kabinett-Ärzteteam hat bei seinen Online-Initiativen etwas Wesentliches vergessen: Wo krankt der Patient und welche Therapie macht Sinn? Wer braucht die Internetdienstleistungen des Bundes, was muss getan werden, damit sie auch genutzt werden und wie können Doppelentwicklungen vermieden werden? Ohne Anamnese gibt es keine erfolgreiche Medikation. Die verstorbenen Patienten des BundOnline-Projektes wurden in aller Stille zu Grabe getragen und die Todesursache lautet in allen Fällen „ärztliches Versagen“.

Man braucht sich nur das Verteidigungsministerium anschauen. Die schreiben seit Jahren lieber wöchentlich lange Berichte, warum sie etwas nicht können, statt es einfach zu tun. Das Phänomen der mangelhaften Beteiligung liegt wohl eher an der digitalen Inkompetenz von Verwaltungen und Regierungen. Oder an einer Blockadepolitik, um sich nicht in die Karten schauen zu lassen. Wenn also Internet-„Experten“ wie Eisel davor warnen, die eigene Lebenshaltung nicht auf andere zu projizieren, sollten sie doch bei ihren eigenen Analysen damit anfangen. Das gilt übrigens auch für Netzaktivisten, die an der Lebensrealität vieler Menschen vorbei agieren – allerdings an der digitalen Lebensrealität von Menschen wie Jungbauer Maatmann.

Johannes Mirus hat die Eisel-Zahlenbrei gut auf den Punkt gebracht:

„Wie Poli­ti­ker das so machen, nutzte er wun­der­bare Sta­tis­ti­ken, von denen er nur die zwei Zah­len raus­pickt, die seine Argu­men­ta­tion unter­stüt­zen, wäh­rend er den Rest geflis­sent­lich igno­riert. So kommt er auf den Trich­ter, dass der sta­gnie­rende Anteil von Onlinern in Deutsch­land nichts mit der Demo­gra­fie zu tun habe. Zum einen stimmt schon ein­mal nicht das Wort Sta­gna­tion, wenn man in Wirk­lich­keit nur eine sich abfla­chende Kurve vor sich hat, was völ­lig nor­mal ist bei der Dif­fus­sion einer Inno­va­tion. Zum ande­ren ist es tat­säch­lich Bull­s­hit, dass es nicht an der älte­ren Bevöl­ke­rungs­schicht liegt. Bei den 14- bis 19-Jährigen sind ein­hun­dert Pro­zent online, bei den Bis-29-Jährigen immer noch 97,5 Pro­zent. Bei denen, die sech­zig Jahre oder älter sind, dage­gen nur 42,9 Pro­zent. Das steht alles in den Zah­len, die er selbst ver­linkt hat. Oder, um es zu ver­kür­zen: Ste­phan Eisel redete nur Unsinn.“

Siehe auch:

Was macht Kuh 34? Wie Traktoren, Milchvieh und Schweine in der Computerwolke landen.