Mitmachkultur bei Facebook Live

Mobile Reporting

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Mark Zuckerberg ist beseelt von der Zahl Zehn. Er geht mit Facebook chancenreiche Projekte an, die zehnmal mehr Vernetzung ermöglichen. Das Grundprinzip: Durch eine reibungslose und einfache Teilnahme steigen die Netzwerkeffekte der Plattform an und erhöhen die Möglichkeit, gigantische Datenmengen zu erfassen, zu analysieren und auszutauschen. Dazu zählt das von vielen Experten als utopisch eingestufte Ziel, Daten per Laser zu übertragen und über Drohnen zur Erde zu senden.

Die Lichtstrahlen „ermöglichen eine extrem hohe Bandbreite und sind nicht reguliert. Das Team für Laserkommunikation bei Facebook arbeitet an Lasern, die Daten zehnmal schneller übertragen sollen als heutige Versionen“, schreibt Wired. Klingt nach Zukunftsmusik. Nicht so für das Connectivity Lab des Zuckerberg-Konzerns. Bis Ende des Jahres wird ein System getestet, das Funksignale zu einer Drohne überträgt, die sie über Laser an weitere Drohnen weitergibt.

„Die Luftflotte versorgt über Laserstrahlen Transponder, die maximal 50 Kilometer von jeder Drohne entfernt sind und das Signal über WLAN- oder 4G-Netze für die Nutzer weiterreichen“, führt Wired aus.

Herrliche Botschaften für das Brot-und-Butter-Geschäft der Netzbetreiber, die noch auf Kupferkabel-Niveau über Vectoring die vergrabenen Leitungen schneller machen wollen. Vom Faktor 10 können Höttges und Co. dabei noch nicht einmal träumen, geschweige denn von den Netzwerkeffekten eines Plattformbetreibers, der das Ökosystem immer weiter ausbaut.

Etwa mit dem Dienst Facebook Live. Livestreaming zählt für Zuckerberg zu einem wichtigen Puzzleteil für die Schaffung eines Echtzeit-Netzwerkes: Die Möglichkeit, live Fragen und Meinungen abzugeben und direkt Antworten zu bekommen, sorgt für ein zehnfaches an Kommentaren, teilt Facebook mit. Die Zuschauer bleiben im Schnitt dreimal so lange im Film wie bei aufgezeichneten Videos. Zudem werden die Live-Videos öfter bildschirmfüllend und mit Ton angesehen.

„Facebook liegt in Sachen Live-Interaktion deutlich vorne, bei den Google Hangouts kann man zwar auch Fragen ‚in Echtzeit‘ stellen, allerdings ist das mit dem Kommentieren anderer Kommentare, dem Sharing und Einladen anderer FB-Friends dort eben einfach viel zu hakelig, kompliziert oder schwer auffindbar“, kommentiert der TV-Experte Detlef Korus.

Bei Facebook spielt sich das Livestreaming-Geschehen in der eigenen Timeline ab. Das Video ist dort nach der Sendung sofort als Konserve verfügbar. Nutzt man noch ein zweites Gerät, kann man neben der Videoübertragung auch noch schriftlich auf Kommentare reagieren, Hinweise posten und auf andere Seiten verlinken. All das ist mit anderen Diensten nicht oder nur umständlich möglich. Bei Live-Hangouts bleibt noch die Möglichkeit der Konferenzschaltungen als Trumpfkarte übrig. Für Interaktionen kann man den Dienst vergessen. Das ist aber das Salz in der Suppe.

facebookrheumaligalivestreaming

Dies kommt besonders bei Themen an, die Menschen bewegen. So konnte ich bei einem Facebook-Workshop der Deutschen Rheuma-Liga in Frankfurt von meinen noch sehr frischen Erfahrungen mit der Morningshow berichten und mit den ehrenamtlich tätigen Redakteuren der Facebook-Seite einige Experimente mit Live-Videos wagen. Was wir da aus dem Stehgreif produzierten, hat meine eigenen Erwartungen übertroffen. Mitmachkultur, Berichte von Betroffenen, Fragen zur Selbsthilfe, Hinweise auf Kontaktbörsen, Ernährungstipps, Therapiemöglichkeiten, Aufklärung über die Dimension der Rheumaerkrankungen, Rentenfragen, Hinweise auf die große Zahl an Patienten im Kindes- und Jugendalter, Schwierigkeiten bei der Diagnose – all das löste die Livestreaming-Session in den Kommentaren aus.

Das lief ohne Ankündigung, ohne werbliches Gemurmel und ohne strategische Vorplanung. Der direkte Dialog mit Menschen zählt, unterstützt von unschlagbaren Netzwerkeffekten.

Das konnten wir jüngst wieder bei einer Sendung über Craft Beer erleben.

Bin gespannt, wie sich das beim Thema Audio-Livestreaming entwickeln wird. Man hört, sieht und streamt sich.

Ideen fürs MediaLAB.NRW gefragt ‪#‎djvcamp16‬ @ruhrnalist

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Der Ruhrnalist in der der Seitenansicht Der Ruhrnalist in der Seitenansicht

Habt Ihr Projektideen fürs MediaLAB.NRW? Kai Rüsberg aka @ruhrnalist hat die Initiative auf dem djvcamp in Kölle vorgestellt. Seine Session hatte über Facebook Live gesendet. Hier könnt Ihr Euch das noch einmal anschauen als Inspiration für neue Medienformate.

Wer mitmachen will, kann sich auf der MediaLAB-Seite anmelden.

Meine Session ist vielleicht auch noch interessant.

Man hört, sieht und streamt sich am Samstag beim kollaborativen Sommerinterview mit Thomas Sattelberger. Start um 17 Uhr.

Und das ist nun Quatsch mit Sauce: Facebook ist das neue Fernsehen – und macht uns zu Analphabeten.

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Meistermacher Morningshow: Die kollaborative Sportsendung der anderen Art #MM #EM2016

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Die wahren Macher der Meistermacher Morningshow Die wahren Macher der Meistermacher Morningshow

Auf Storify hab ich mal das aufregende Abenteuer einer handgestrickten Sportsendung zur Fußball-Europameister in Frankreich betitelt.

Warum? Alles, was wir seit der Testsendung kurz vor dem EM-Eröffnungsspiel Frankreich gegen Rumänien in das Format der Meistermacher Morningshow aufgenommen haben, ist ein Produkt der beteiligten Crowd.

Sendezeit, Doppel-Livestream via Hangout on Air und Facebook-Live, Spielerfrauen-Beobachtung durch Katja Raasch, Studiogäste, Themenschwerpunkte, Titel einzelner Sendungen, Wunsch nach Fortsetzung der Sendung zum Start der Bundesliga-Saisaon (am Freitag, den 5. August geht es um 10 Uhr weiter, denn da beginnt die 2. Liga) – all das ist durch Interaktion zustande gekommen.

Lektion: Wenn man die Kultur der Beteiligung ernst nimmt, Crowdsourcing als Bereicherung sieht, das unverwechselbare Format über Interaktion auflädt (das fängt mit der Namensfindung des Formats an), ein klares Profil über die Fans weiterspinnt und regelmäßig auf Sendung geht, kann man unendlich viele Community-Effekte erzielen. Das gilt für die…

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Mitmachen beim ne-na.me-Kollektiv – Redaktionssystem kurz erklärt

Kollektiverweiterung wäre schön

Kollektiverweiterung wäre schön

Kurze Erläuterung, wie ne-na.me funktioniert. Wer Lust hat, kann hier publizieren. Einfach bei mir melden – also unten einen Kommentar hinterlassen und mir noch ne Mail schicken, damit ich die Einladung über die Admin-Funktion versenden kann.