Über Zugehörigkeit, Identität und Alltagsrassismus

Ich sag mal

Nationalismus lehrt dich, stolz auf Dinge zu sein, die du nicht vollbracht hast und Menschen zu hassen, die du nicht kennst.

Dieser Satz am Ende meiner emotional geprägten The European-Kolumne über Alltagsrassismus, den wir bei einer Schiffsreise in Dalmatien erlebt haben, beschreibt treffend das Grundübel aller fremdenfeindlichen Debatten. Es geht um bequeme Denkhaltungen, um sich abzugrenzen und abzuschotten. Es geht um Sündenböcke, die man als Allzweckwaffe benutzt. Nur nichts zulassen, um das vorurteilsbeladene Weltbild zu erschüttern. Kritisches Denken ist anstrengend. Am Schluss stellt sich vielleicht heraus, dass ja doch alles ein wenig komplexer ist als man anfänglich dachte. Einzelne Bäume möchte der Alltagsrassist vor lauter Wald gar nicht wahrnehmen. Darum geht es, wenn von d e r Nation oder d e r so genannten nationalen Identität gesprochen wird. Es sind Feindbilder, die in einer bequemen Komfortzone kultiviert werden. Der französische Philosoph Michel Serres hat das sehr gut auf den…

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