An die Zins-Gichtlinge des Finanzamtes Bonn-Außenstadt: Sollen wir spekulieren für Verzugszinsen?

Ich sag mal

Die Zinsphantasien des Bonner Finanzamtes Die Zinsphantasien des Bonner Finanzamtes

Gestern erklärte ich noch vollmündig, wie unsere öffentlich gemachten Service-Ärgernisse die Anbieter zur Umkehr bewegten und unsere Anliegen in Erfüllung gingen. Heute beschreibe ich einen Fall, bei dem mein netzöffentliches Bekenntnis wohl chancenlos ist. Es geht um das Finanzamt Bonn-Außenstadt. Vorbemerkung: Wir haben weder ein Konto in der Schweiz, noch irgendwelche Ambitionen, dubiose Zocker-Geschäfte in Steueroasen zu unterstützen. Wir kennen den Unterschied von Brutto und Netto, bilden brav nach dem Eichhörnchen-Prinzip Rücklagen für die Steuerabgaben und tasten das Tagesgeld-Konto erst an, wenn der Steuerbescheid ins Haus flattert.

Für das Steuerjahr 2011 haben wir unsere Unterlagen pünktlich vor dem 31. Dezember 2012 abgegeben. Alles wurde geprüft, es gab nicht eine einzige Beanstandung. Soweit so gut. Der Steuerbescheid flatterte erst vor einigen Tagen in unseren Briefkasten. Das Finanzamt Bonn Außenstadt brauchte für unsere recht überschaubare Steuererklärung 14 Monate, um uns mitzuteilen, was für denn nun an…

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2 Kommentare - “An die Zins-Gichtlinge des Finanzamtes Bonn-Außenstadt: Sollen wir spekulieren für Verzugszinsen?”

  1. gsohn 21. Februar 2014 um 16:08 #

    Stimmt. Aber bei diesen Renditen bin ich dann mitten im Geschäft der übelsten Spekulanten, die mit realwirtschaftlichen Aktivitäten niemals so eine Spanne erwirtschaften könnten.

  2. René 21. Februar 2014 um 15:52 #

    Und jetzt wird es noch besser, Gunnar.

    Nehmen wir mal an, Du hättest dein Geld, welches du für das Finanzamt zurück gelegt hast, tatsächlich irgendwo angelegt. Du rechnest mit 1,1 Prozent Zinsen für dein Tagesgeldkonto. Sobald Du jedoch den Freibetrag, von derzeit glaube ich 800 Euro pro Person überschritten hättest, müsstet Du bei der nächsten Steuererklärung die Zinsen ebenfalls als Einnahme mit angeben.

    Das bedeutet, um den Betrag, der durch die Verzugszinsen verursacht wird, tatsächlich auszugleichen, brächtest Du mindestens eine Geldanlage, welche Dir 5% plus den Betrag bringt, den Du nachversteuern müsstest, weil Zinsen ebenfalls einkommensteuerpflichtig sind.

    Um also dem Willen des Finanzamtes nachzukommen, müsstest Du eine Geldanlage finden, welche Dir geschätzt mindestens 9-13% Rendite abwirft, aber natürlich nur legal und mit geringem Risiko 😉

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