Warum sich Tech-Journalismus von dystopischen Ängsten lösen muss – oder weshalb »Clearview AI« zum neuen »Cambridge Analytica« wird

Schule Social Media

In einem großen Artikel verkündet die New York Times nichts weniger als das Ende der Privatsphäre. Gemeint sind Gesichtserkennungsverfahren, die in den USA zunehmend von Behörden eingesetzt werde. Clearview AI bietet eine Dienstleistung an, welche Bilder aus dem Internet in entsprechende Datenbanken einspeist. Die resultierende Angst: Weil es von uns allen Bilder im Netz gibt, werden wir nie mehr unerkannt sein. Im Artikel werden Google-Glass-ähnliche Brillen beschrieben, welche es erlauben würden, auch im öffentlichen oder privaten Raum alle Menschen über die Datenbank identifizieren lassen.

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Was in dieser Argumentation passiert, ist problematisch: Eine Kritik an Praktiken von Behörden wird mit der Vorstellung verbunden, Technologie wirke wie Magie. Das ist ein Muster: Nach der Wahl Trumps verbreitete sich die Vorstellung, die Firma Cambridge Analytica habe der Wahlkampagne geholfen, über Facebook-Daten Persönlichkeitsprofile zu erstellen und Menschen dann gezielt zu manipulieren.

Der CA-Skandal hat zwei massive Probleme aufgedeckt:

  1. Facebook hat Daten an kommerzielle…

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