#DFG Präsident kann mit „Großer Transformation“ nichts anfangen – bedauerlich

Ich sag mal

Was zur Zeit unter den Stichworten von „Großer Transformation“, „Forschungswende“ oder „Transformative Wissenschaft“ diskutiert wird, hält Professor Peter Strohschneider strukturell für populistisch.

Auf Seite 83 der Publikation „Nachhaltige Zeitenwende“ schreibt Strohschneider:

Die Pluralität und die Widersprüchlichkeit der Welt- und Problemlagen werde unter einem einzigen
Prinzip homogenisiert und eine Letztgeltung beansprucht.

„Dieses Prinzip wird sozusagen für transzendent und unverfügbar erklärt: Es gehe um nichts Geringeres als um die Rettung der Welt. Und man kann sich also gar nicht dieses Prinzip nicht zu Eigen machen, ohne dem Anathema zu verfallen. Anders gesagt, die transformative Wissenschaft überspielt ihre analytische Unterkomplexität durch guten Willen und stellt von Argumentation auf Moralisierung um.“

Das sei für die Ziele der Nachhaltigkeit keineswegs von Vorteil, so der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Der Diskurs der „Großen Transformation“ und der „Forschungswende“
sei auch deshalb zu kritisieren, weil er zurück in die kontraproduktive Dichotomie von Wahrheit und Nutzen führt…

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