Wie die Telekom im coolen Youtube-Style gegen Freifunk agitiert – Live-Hangout mit @bitpage ab 16 Uhr

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Telekom schreit nach Shitstorms

In der aktuellen Folge der Telekom-Netzgeschichten geht eine Moderatorin namens Sissy Metzschke (Beruf Unterhalterin?) dem „Mythos kostenloses Internet“ auf den Grund. Ihre Recherche für das Telekom-Propaganda-Video bringt sie dabei rein zufällig zum telegraphen_lunch der Deutschen Telekom. Dort spricht sie mit verschiedenen Experten, wie Burkard Dregger, netzpolitischer Sprecher der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus, Oliver Falck, Direktor des ifo Center for Industrial Organisation and New Technologies und Klaus Landefeld, Vorstand Infrastruktur und Netze des eco-Verbandes über die WLAN-Versorgung hierzulande. Alle „Experten“ bringen ihre Bedenken zum „kostenlosen“ WLAN zum Ausdruck. Rein zufällig wird die Freifunk-Initiative eingeblendet und rein zufällig gelangt der Beitrag zu der Schlussfolgerung, wie gefährlich das für Privatleute sei, wenn sie ihren eigenen Internet-Anschluss mit anderen teilen wollen.

Die Replik von Freifunker Christopher Piontek unter dem Titel „Deutsche Telekom greift Freifunk Initiative an“ schlug wohl so stark ein, dass die Telekom im Tagchen-Youtube-Jargon zurückrudert:

„Unser Beitrag war nicht auf die…

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Kölner Kulturpreis für Haus der Architektur: Jury würdigt kreative Veranstaltungsformate und Förderung der Bürgerbeteiligung

Haus der Architektur

Der Kölner Kulturrat hat zum sechsten Mal den Kölner Kulturpreis verliehen. Diese Auszeichnung würdigt herausragende Leistungen und wegweisende Entwicklungen der Kultur in Köln.

Zum Kulturmanager 2014 wurde Kölner Philharmonie-Intendant Louwrens Langevoort gekürt. Als herausragendes Kulturereignis würdigte die Jury das Solidaritätsfest „Birlikte – Zusammenstehen, Zusammenleben“. Den Ehrenpreis erhielt das Haus der Architektur Köln (hdak):

„Zum fünften Mal nach 2011 verleiht die Jury des Kölner Kulturpreises einen Ehrenpreis. Damit sollen Personen oder Einrichtungen gewürdigt werden, die der Kölner Kultur bedeutende Impulse gegeben haben. Er geht in diesem Jahr an das Haus der Architektur Köln hdak für dessen bedeutende Rolle in der Diskussion um die bauliche Weiterentwicklung der Stadt. Nach Ansicht der Jury hat das hdak durch kreative Veranstaltungsformate und konkrete Projekte zur Förderung der Bürgerbeteiligung wesentliche Denkanstöße für den öffentlichen Diskurs gegeben.“

Das Haus der Architektur sei ein besonderer Ort, in dem Bürger zu Fachleuten werden und Fachleute sich als Bürger einmischen. Diese kontinuierliche Grenzüberschreitung, hat Schritt für Schritt seine Kompetenzen und Netzwerke im Bereich der Baukultur aufgebaut, die ihresgleichen in der Republik sucht, sagte die ehemalige Kölner Dombaumeisterin Professorin Barbara Schock-Werner in ihrer Laudatio.

Sie erinnerte daran, wie wichtig die bewusste Wahrnehmung von Architektur und der Stellenwert der Baukultur innerhalb der Kulturgattungen für eine Stadtgesellschaft ist:

„Auch für die Zukunft des hdak ist es wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen, dass Architektur und die Beschäftigung damit ein wichtiger Teil von Kultur sind.“

Dabei sei das hdak stets zukunftsorientiert.

„Mit dem Finger auf missratene Bauten, Plätze oder Entwicklungen zu zeigen überlässt man anderen, die Zukunft besser zu gestalten, das ist das Ziel und vor allem eine Öffentlichkeit zu schaffen für die Notwendigkeit von Baukultur. Man offeriert nicht Lösungen, stellt aber die richtigen Fragen. Das gelingt natürlich am überzeugendsten mit der großartigen Einrichtung ‚Jeden Dienstag 19 Uhr – eine Stunde Baukultur‘. Mit der wöchentlichen Stunde Baukultur haben die Aktiven des hdak wirklich eine neue andere besondere Kultur in diese Stadt gebracht und das in einem Würfel, der selbst Baukultur ist“, so Schock-Werner.

Für Professorin Christl Drey, Vorstandsvorsitzende im Haus der Architektur Köln, ist diese außergewöhnliche Auszeichnung eine überraschende Ehrung:

„Das schönste Geschenk zu unserem 10-jährigen Jubiläum. Nach der Auszeichnung 2009 in unserer eigenen Disziplin mit dem ‚Nationalen Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur’ macht uns dieser Ehrenpreis des Kölner Kulturrates in unserer eigenen Stadt sehr stolz. Baukultur ist für uns damit als Teil der Stadtkultur in Köln angekommen.“

Fotosafari

Mit dem hdak-Geschäftsführer Christian Wendling gibt es am Samstag, den 15. August wieder eine Veedelsafari. Diesmal wird die Kölner Südstadt fotografisch erkundet. Treffpunkt um 15 Uhr im Torbogen der Severinstorburg am Chlodwigplatz.

3 Weisheiten für unsere Marketing-Zukunft, die wir mehr denn je von Heribert Meffert lernen müssen!

#WirtschaftimRheinland

Im nachfolgenden Beitrag wird aufgezeigt, wo in Deutschland beim Marketing noch fundamentaler Handlungsbedarf besteht. Vor allem aber wird verdeutlicht, was wir im Marketing für unsere Zukunftsfähigkeit immer noch und mehr denn je von Marketing-Papst Meffert lernen müssen. Wenn neue Digitale-Marketing-Teilpäpste seine Botschaften ignorieren, ist dies genauso fahrlässig wie die De-Facto-Ignoranz mancher „Praktiker“ im „Marketing“, wo Marketing noch oft als (Unterstützungs-) Funktion interpretiert wird, wo es um marktorientierte Ausrichtung der Unternehmen geht. Mefferts Lebensbotschaften weisen hier den Ausweg aus den Irrwegen.

Der Autor dieses Beitrags hat in der Vergangenheit vor allem zwei Kompetenz-Communities wegen ihrer mangelnden Wandlungsgeschwindigkeit kritisiert:

  • Zum einen die Industrie 4.0, deren Erfolg darüber entscheidet, ob wir die zweite Halbzeit der Ne(x)t-Economy verlieren. Nachdem die „klassische“ Internet-Ökonomie fest in nicht-deutscher Hand ist, drohen wir auch das Spiel um das Internet der Industrie bzw. der Dinge bzw. von „Everything“ zu verlieren. Damit verlieren wir aber auch generell unsere industrielle Marktstärke.

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Ordensregeln der Großorganisationen #KölnerBarcampKontroverse

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KölnerBarcampKontroverse

Große Organisationen funktionieren weiterhin wie Klöster: weltabgewandt und den eigenen Regeln folgend, schreibt der Publizist Mark Terkessidis in seinem neuen Opus „Kollaboration“, erschienen in der edition suhrkamp. Er meint dabei vor allem Behörden und Beamtentum. Ähnliches lässt sich in fast allen Machtblöcken beobachten: Konzerne, Kirchen, Gewerkschaften, Stiftungen, Verbände und sonstige Zirkel agieren als geschlossene Systeme. Das Feedback und das Belohnungsszenario – Aufstieg, Ruhm, Kohle – funktionieren primär intern.

Partizipationsrhetorik

Einmal etablierte Routinen werden aufrechterhalten unabhängig von den Veränderungen der äußeren Bedingungen. Patronage und Ochsentour sind wichtiger als echte Partizipation und Transparenz. Wer diese Statik in Frage stellt, wird als naiv, primitiv oder esoterisch abqualifiziert. Herrschaft in kleinen Zirkeln funktioniert nur durch das Ausschlussprinzip. Angebote zu einer Kultur des Teilens entspringen eher einer folgenlosen Rhetorik, um die traditionellen Hierarchien nicht zu gefährden.

„Wer Freiräume gewähren will, der muss Kontrolle abgeben, ansonsten wird Freiheit nur simuliert“, so Terkessidis.

Um auch in der…

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Über teutonische Apparatschick-Treffen wie dem Altherren-Stelldichein namens IT-Gipfel #KölnerBarcampKontroverse

Netzstrategien für die Wirtschaft

Proteste

Der Ursprung für viele regionale Initiativen wie die Kölner Internetwoche oder das IHK-Format „Digital Cologne“ sei durch ein Barcamp im Jahre 2009 im Rathaus der Domstadt entstanden. Das brachte beim Käsekuchen-Diskurs Start-up-Unternehmer Marcus Jacobs zum Ausdruck. In diesen Veranstaltungen opfern viele Enthusiasten ihre Freizeit und entwickeln Netzideen für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, die von den etablierten Kräften in der Vergangenheit belächelt wurden und jetzt adaptiert werden.

Dann sollte man vor diesen Leistungen mehr Respekt zeigen! In den USA sind es auch nerdige Idealisten, die digitale Ideen hervorbringen. Sie werden allerdings von der Krawattenfraktion nicht überfahren, sondern als Ikonen der Netzökonomie verehrt und gefeiert.

IT-Gipfel-Unverbindlichkeiten statt Austin-Geist

Schräge und wilde Veranstaltungsformate wie die SXSW in Austin haben schon viele neue Netzplattformen, Apps und Geschäftsmodelle aus der Taufe gehoben. Auch das ist ein großer kultureller Unterschied zu teutonischen Apparatschick-Treffen wie dem Altherren-Stelldichein namens IT-Gipfel. Die Spitzenfunktionäre von Bitkom und Co. ergötzen sich…

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Anmerkungen zur #KölnerBarcampKontroverse – Ohne Netzbewegung keine vernetzte Ökonomie #nöccn

Netzstrategien für die Wirtschaft

Barcamp als Katalysator für die digitale Vernetzung Barcamp als Katalysator für die digitale Vernetzung

Manchmal gibt es Diskussionen und Lebenssituationen, die erzeugen einen Heureka-Moment und man weiß, wo man steht und in welche Richtung es weiter gehen soll. So war es beim fünften Netzökonomie-Campus mit Käsekuchen in Köln, den Mister Unternehmer-Plattform Winfried Felser perfekt organisiert hat. Auch seine Backkünste konnten überzeugen.

In unserem offenen Format, an dem jeder Interessierte teilnehmen kann – real und virtuell über eine Liveschalte via Hangout on Air – steht die Disputation im Vordergrund. Absprachen, Kontrolle der Gespräche, Sprachregelungen oder sonstige aseptische Vorkehrungen kommen für uns nicht in Frage. Da gibt es ausreichend Plastik-Formate, die besonders in Wirtschaftskreisen dominieren:

Wir leben die Barcamp-Kultur und setzen auf Überraschungen. Das Schwerpunktthema kann der jeweilige Gastgeber auswählen und in einem Eingangsstatement vorstellen. Einzige Bedingung: Er muss den Käsekuchen in Eigenregie backen.

Beim Netzökonomie-Campus unter dem Motto „Doppelter Hochmut kommt vor dem doppelten Fall: Dialogunfähigkeit zwischen Netzszene…

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Lasst Euch vom Ungefährismus-Management nicht mehr verscheißern #Davos #APO #arbeiten40 @th_sattelberger

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Bertelsmann in Berlin

Wenn junge Menschen ihre Karriere planen, dominieren klassische Erwartungen. Rund 40 Prozent wollen in den öffentlichen Dienst, 15 Prozent streben einen Job in einer staatsnahen Einrichtung an und 20 Prozent träumen von einer Konzernlaufbahn. Dahinter steckt das Bedürfnis nach Sicherheit und Stabilität. Eine trügerische Hoffnung. Selbst in öffentlich-rechtlichen Institutionen müssen sich Mitarbeiter mit Zeitverträgen und einer wenig planbaren Zukunft herumschlagen zu höchst bescheidenen Konditionen. Man erwartet Überstunden und volle Leistung. Geizig sind öffentliche Auftraggeber beim Versprechen einer Festanstellung.

Konzernträume und bürokratischer Alltag

Wenig Erbauliches erleben die Nachwuchskräfte im bürokratischen Organisationsmoloch von großen Unternehmen: „

Die Abstimmungs- und Koordinationsprozesse in Konzernen fressen unglaublich viel Zeit und kosten Nerven, die langwierigen Konsensrituale führen meist zu durchschnittlichen Ergebnissen. Ich blieb jeweils nur so lange in einer Organisation Konzern, wie ich dort unternehmerisch handeln konnte“, bemerkt „Mister Personalmanagement“ Thomas Sattelberger im Interview mit „Der Bund“.

Abgesehen von den immer gleichen Büro-Büro-Mahlzeit-Ritualen sind auch die…

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Lehren aus Berlin vom Barcamp #Arbeiten40 – wie gelingt uns die Transformation 4.0 optimal?

Ausblick auf den nächsten Netzökonomie-Campus am Sonntag.

Netzstrategien für die Wirtschaft

Liebe Frau Mohn,
liebe Frau Riess, lieber Ole,
lieber Herr Albrecht, lieber Herr Professor Dueck,
lieber Herr Sattelberger, lieber Herr Bonn, lieber Herr Reichard,
lieber Gunnar, liebe Anja, liebe Julia, lieber Jan, lieber Christian,
lieber Michael, lieber Jürgen, lieber Frank, lieber Bernhard,
lieber Jörg, lieber Florian,

angesichts der Hochkarätigkeit und Breite des Adressatenkreises sei das Wichtigste dieses Beitrags vorab in kursiver Schrift verdichtet, um ohne großen Zeitbedarf die Kern-Botschaft zur Transformation 4.0 auszutauschen.

Der nicht kursive Rest besteht dann ergänzend nur noch aus Kommentaren und Fußnoten 😉 Auch das Allerwichtigste vorweg: Berlin war großartig! Wer Ihren Vortrag, Herr Professor Dueck, oder das Abschlusspanel oder unsere Session zur digitalen APO in der Sohnschen Flaschenpost an die Zukunft anschaut, ahnt, wie energiegeladen und inspiriert und inspirierend dieser Tag war. Zugleich habe ich eine wichtige „Meta-Lehre“ aus Berlin mitgenommen:

Nach „Berlin“  und dem Barcamp „Arbeiten 4.0“ ist es mehr denn je mein Glaube:…

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„Ich spreche zu einem zukünftigen Publikum in die Zeit hinein“: Thomas Mann und die Botschaften für Abwesende #arbeiten40 @ruhrnalist

#WirtschaftimRheinland

Der visionäre Medientheoretiker Thomas Mann Der visionäre Medientheoretiker Thomas Mann

Als audiovisuellen “Urknall unserer Literatur” betitelte die FAZ einen einmaligen Fund unter der Signatur “Archivgut 20520″, das im Bundesarchiv ausgegraben wurde. Es ist der erste und einzige Tonfilm eines deutschen Dichters vor 1933. Und der Großdichter kann kein Anderer sein als Thomas Mann.

“Am 22. Januar 1929, einem Dienstag, kommt er zum ersten Mal in ein Tonfilmstudio, das seinerseits zu den allerersten in Deutschland zählt. Am Vorabend hatte er in der Preußischen Akademie der Künste bei der Feier zum zweihundertsten Geburtstag des Erzaufklärers Gotthold Ephraim Lessing die Festrede gehalten. Nun sitzt er im dunklen Anzug mit Weste, im weißen Hemd, mit einfarbiger Krawatte und einem blütenweißen Einstecktuch im Revers auf einem Stuhl, dessen hintere Holme über seiner Schulter wie zwei kleine Türme aufragen. Die Kamera läuft bereits. Mit einem unsichtbaren Gegenüber spricht der Studiogast noch einige nicht zu verstehende Worte, dann wird zum bewegten Bild…

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