Kölner Kulturpreis für Haus der Architektur: Jury würdigt kreative Veranstaltungsformate und Förderung der Bürgerbeteiligung

Haus der Architektur

Der Kölner Kulturrat hat zum sechsten Mal den Kölner Kulturpreis verliehen. Diese Auszeichnung würdigt herausragende Leistungen und wegweisende Entwicklungen der Kultur in Köln.

Zum Kulturmanager 2014 wurde Kölner Philharmonie-Intendant Louwrens Langevoort gekürt. Als herausragendes Kulturereignis würdigte die Jury das Solidaritätsfest „Birlikte – Zusammenstehen, Zusammenleben“. Den Ehrenpreis erhielt das Haus der Architektur Köln (hdak):

„Zum fünften Mal nach 2011 verleiht die Jury des Kölner Kulturpreises einen Ehrenpreis. Damit sollen Personen oder Einrichtungen gewürdigt werden, die der Kölner Kultur bedeutende Impulse gegeben haben. Er geht in diesem Jahr an das Haus der Architektur Köln hdak für dessen bedeutende Rolle in der Diskussion um die bauliche Weiterentwicklung der Stadt. Nach Ansicht der Jury hat das hdak durch kreative Veranstaltungsformate und konkrete Projekte zur Förderung der Bürgerbeteiligung wesentliche Denkanstöße für den öffentlichen Diskurs gegeben.“

Das Haus der Architektur sei ein besonderer Ort, in dem Bürger zu Fachleuten werden und Fachleute sich als Bürger einmischen. Diese kontinuierliche Grenzüberschreitung, hat Schritt für Schritt seine Kompetenzen und Netzwerke im Bereich der Baukultur aufgebaut, die ihresgleichen in der Republik sucht, sagte die ehemalige Kölner Dombaumeisterin Professorin Barbara Schock-Werner in ihrer Laudatio.

Sie erinnerte daran, wie wichtig die bewusste Wahrnehmung von Architektur und der Stellenwert der Baukultur innerhalb der Kulturgattungen für eine Stadtgesellschaft ist:

„Auch für die Zukunft des hdak ist es wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen, dass Architektur und die Beschäftigung damit ein wichtiger Teil von Kultur sind.“

Dabei sei das hdak stets zukunftsorientiert.

„Mit dem Finger auf missratene Bauten, Plätze oder Entwicklungen zu zeigen überlässt man anderen, die Zukunft besser zu gestalten, das ist das Ziel und vor allem eine Öffentlichkeit zu schaffen für die Notwendigkeit von Baukultur. Man offeriert nicht Lösungen, stellt aber die richtigen Fragen. Das gelingt natürlich am überzeugendsten mit der großartigen Einrichtung ‚Jeden Dienstag 19 Uhr – eine Stunde Baukultur‘. Mit der wöchentlichen Stunde Baukultur haben die Aktiven des hdak wirklich eine neue andere besondere Kultur in diese Stadt gebracht und das in einem Würfel, der selbst Baukultur ist“, so Schock-Werner.

Für Professorin Christl Drey, Vorstandsvorsitzende im Haus der Architektur Köln, ist diese außergewöhnliche Auszeichnung eine überraschende Ehrung:

„Das schönste Geschenk zu unserem 10-jährigen Jubiläum. Nach der Auszeichnung 2009 in unserer eigenen Disziplin mit dem ‚Nationalen Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur’ macht uns dieser Ehrenpreis des Kölner Kulturrates in unserer eigenen Stadt sehr stolz. Baukultur ist für uns damit als Teil der Stadtkultur in Köln angekommen.“

Fotosafari

Mit dem hdak-Geschäftsführer Christian Wendling gibt es am Samstag, den 15. August wieder eine Veedelsafari. Diesmal wird die Kölner Südstadt fotografisch erkundet. Treffpunkt um 15 Uhr im Torbogen der Severinstorburg am Chlodwigplatz.

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2 Kommentare - “Kölner Kulturpreis für Haus der Architektur: Jury würdigt kreative Veranstaltungsformate und Förderung der Bürgerbeteiligung”

  1. gsohn 8. August 2015 um 19:48 #

    Hat dies auf Ich sag mal rebloggt und kommentierte:

    Passt zu unserer morgigen Käsekuchen-Runde über die vernetzte Stadt.

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  1. Crowdsourcing the City statt Top Down-Brechstange – Käsekuchen-Diskurs über die vernetzte Stadt #nöccn #NEO15 | Netzstrategien für die Wirtschaft - 8. August 2015

    […] KÖLNER KULTURPREIS FÜR HAUS DER ARCHITEKTUR: JURY WÜRDIGT KREATIVE VERANSTALTUNGSFORMATE UND FÖR… […]

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