Facebook, Youtube und der Kampf um den Bewegtbild-Markt – Warum Video-Sternchen verglühen und die Werber wieder jubeln könnten

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subtile Jagd Mark Zuckerberg 053

Bislang redet jeder nur über Youtube, wenn über die Revolution des Bewegtbildes sinniert und der Niedergang des linearen Fernsehens prognostiziert wird. Da kommen dann die Youtube-Sterne und Sternchen zu Wort mit ihren fantastischen Abo-Zahlen, da wird ehrfürchtig von der Fanbase eines Sami Slimani berichtet, der mit Must-Haves über Augencreme, Duftkerzen, gesunden Eisrezepten und Motivations-Aphorismen für Schlagzeilen sorgt:

„Das Leben ist etwas Besonderes & unsere Zeit auch. Machen wir das Beste daraus.“ Oder: „Das Leben ist wie Hunger Games. Wer nicht kämpft, verliert.“

Danke, mein liebwertester Livesaver-Gichtling für diese lebensklugen Ratschläge, die irgendwie mein Leben verändern werden. Die Produzenten und Vermarktungs-Gurus des Youtube-Spektakels wie Mediakraft-Geschäftsführer Christoph Krachten träumen schon davon, größer als große Fernsehanstalten zu werden.

„Y-Titty, die Spaßvideofranken und mit drei Millionen Abos größten Zugpferde bei Mediakraft, verlassen das Haus ohnehin nur noch durch den Hinterausgang“, schreibt Wired, um nicht von kreischenden Fans in gut organisierten Schichten vor dem Haupteingang…

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Für hausgemachte Geschäftsprobleme ist nicht das Kartellrecht zuständig #Google #EUParlament #Bloggercamp.tv

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Die digitalen Verlierer klagen über Google. Mal klagt der stationäre Einzelhandel über die vermeintliche Allmacht von Amazon mit weinerlichen Statements über den Smartphone-Beratungsklau, kleistert Schaufenster mit schwarzen Pappen zu und verweist auf die so wunderhübsche Urbanität auswechselbarer Fußgängerzonen mit dem Flair von bepissten Blumenkübeln. Mal wettert der Datenschutz-Deichgraf über die tückische Herrschaft von Facebook und erklärt jedem Like-Button in Ostfriesland den Krieg. Und immer wieder muss Google als Projektionsfläche für aufgeregte Jägerzaun-Hausmeister, besorgte Bürgermeister, zerknirschte Verleger, analoge Gestern-Manager und fürsorgliche Kindermädchen-Politiker herhalten, um uns Internet-Nutzer vor dem Fegefeuer des teuflischen Suchmaschinen-Giganten zu bewahren.

Schaut man sich die Koalition der Google-Heulsusen an, entdeckt man sehr viele Parallelen zu den Leistungsschutz-Gichtlingen, die sich durch Schutzrechte noch ein Weilchen über Wasser halten wollen, mit freundlicher Unterstützung der politischen Klasse in Berlin und Brüssel.

Jeff Jarvis hat die Chronologie der Absurdität in einem Beitrag für Zeit Online sehr schön zusammengefasst:

„1. Zunächst wurde…

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Überall nur UKOs: Unbekannte Kundenobjekte in der Unternehmenskommunikation – Webinar über „Web Engagement“

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Rolle von sozialen Netzwerken in der Kundenkommunikation Rolle von sozialen Netzwerken in der Kundenkommunikation

Als Kunde bin ich natürlich kein Objekt, aber UKOs passen so schön zu UfOs, die ja seit Jahrzehnten die Science Fiction-Literatur beherrschen. Ähnlich fiktiv ist die Rolle der Kunden in der Kommunikationspolitik von Unternehmen. Von Big Data-Anbietern und Big Data-Kritikern wird zwar behauptet, wie gläsern und steuerbar mittlerweile Kunden über die Analyse von gigantischen Datenmassen sind, in der Realität sieht das aber ganz anders aus. Da dominieren UKOs die Szenerie. Aussagen oder gar Prognosen über einzelne Konsumenten leisten die Big Data-Systeme entweder fehlerhaft oder überhaupt nicht. Hinter den Steuerungsillusionen stecken wohl eher Träume, Horrorszenarien und schlichtweg Idiotie, wie bei den Pionieren der Künstlichen Intelligenz, die noch nicht einmal in der Lage sind, künstliche Gehirne von Kleinkrebsen nachzubauen oder gar zu verstehen. Biologen versuchen das nun seit über 30 Jahren – ohne Erfolg. Das Kleinstgehirn des Krabbeltierchens besteht gerade mal aus 30 Millionen Neuronen…

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