Kündigung wegen Rivalität am Arbeitsplatz – Wenn der Ellbogen des Kollegen zu Frustrationen führt

Krümie

Fairer Wettstreit am Arbeitsplatz ist in vielen Organisationen wohl nur eine Illusion. Rivalität im Joballtag wird oftmals mit harten Bandagen und unsportlichen Mitteln ausgetragen. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Umfrage des Karriereportals Monster.

Nahezu die Hälfte der Befragten gab zu Protokoll, dass allzu starker Konkurrenzkampf in der Arbeit sie dazu veranlasst, den Job zu kündigen oder zu überlegen, einen Jobwechsel vorzunehmen. Bei der länderspezifischen Aufschlüsselung zeigten sich die deutschen Teilnehmer am stärksten von rivalisierenden Kollegen betroffen: 27 Prozent haben deshalb bereits einen Job gekündigt, ein Drittel hat schon einmal diese Option erwogen.

„Arbeiten ähnlich qualifizierte und motivierte Menschen zusammen, entsteht oftmals eine Konkurrenzsituation“, so Monster in einer Presseverlautbarung.

Infografik_Monster_Rivalität am Arbeitsplatz

Wettbewerb sei nicht zwingend etwas Schlechtes und kann uns zuweilen zu Bestleistungen anspornen. Ärger mit wetteifernden Kollegen oder auch Neiddebatten würden allerdings genau das Gegenteil bewirken. ablenken. Work@Home-Spezialist Thomas Dehler bestätigt diesen Befund. In vielen Büros führe die Ellbogen-Mentalität zu Frustrationen, die sich negativ auf die Arbeitsleistungen auswirken. „Auch bei Tätigkeiten im Homeoffice gibt es Leistungserwartungen und Leistungserfordernisse. Bei dezentraler Arbeit kann sich der Mitarbeiter aus unserer Erfahrung besser auf den Output konzentrieren.“ Der Büro-Alltag werde nicht von Flurfunk oder Mobbing dominiert.

„Gerade weil eine Vertrauenskultur erforderlich ist, um räumlich verteilt erfolgreich arbeiten zu können, fallen einige kämpferische und negativ begleitende Effekte weg. Dennoch bleibt auch in dezentralisierten Arbeitsorganisationen für die Mitarbeit als Teil eines Projekt-Teams der sportliche Wettkampf ebenso erhalten wie in Präsenzstrukturen“, resümiert Dehler, Geschäftsführer vom Berliner Dienstleister Value5.

Mitarbeiter stünden vor allem in Großraum-Büros unter einem enormen Leistungsdruck und entwickeln gegenüber ihren Kollegen eine Ellbogen-Mentalität. Teamarbeit und Wissensaustausch bleiben auf der Strecke – auch wenn in der Öffentlichkeit das Gegenteil behauptet wird.

Vielleicht liegt hier eine der Ursachen, warum nach dem Gallup-Engagement-Index nur 16 Prozent der Arbeitnehmer eine emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber haben. Die große Mehrheit reagiert mit innerer Kündigung, Dienst nach Vorschrift und begibt sich auf die Suche nach einem neuen Job.

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ein Kommentar - “Kündigung wegen Rivalität am Arbeitsplatz – Wenn der Ellbogen des Kollegen zu Frustrationen führt”

  1. Thomas Michl 30. Juni 2014 um 13:02 #

    Hat dies auf Toms Gedankenblog rebloggt und kommentierte:
    @gsohn über Konkurrenzdenken am Arbeitsplatz #Mitarbeiterführung #Arbeitswelt

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