MOOCs: Wissensmanagement-Methode in der Lernenden Organisation

Streifzüge

Lernende Organisation

Vor ein paar Tagen schrieb ich hier über meine derzeite Auffassung von Ebenen von Wissensmanagement: Technisch, interpersonal und organisational. Nach dem Verfassen des Artikels hatte ich wieder ein tieferes Verständnis zu einem meiner Lieblingsthemen im Jahr 2013: MOOCs, Massive Open Online Courses.

Folgende Graphik bringt mein aktuelles Verständnis ganz gut auf den Punkt:

Entwicklung des Wissensmanagements

Bei Schritt 3), den „Verbindungen im System“, dachte ich an den Ansatz der Lernenden Organisation. Hier sehe ich MOOCs ganz klar als Wissensmanagement-Methode:

Lernende Organisation (LO) bezeichnet eine anpassungsfähige, auf äußere und innere Reize reagierende Organisation. Der Begriff wird in der Organisationsentwicklung (OE) verwendet. […]

Eine lernende Organisation ist idealerweise ein System, welches sich ständig in Bewegung befindet. Ereignisse werden als Anregung aufgefasst und für Entwicklungsprozesse genutzt, um die Wissensbasis und Handlungsspielräume an die neuen Erfordernisse anzupassen. Dem liegt eine offene und von Individualität geprägte Organisation zugrunde, die ein innovatives Lösen…

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Recycling-Kollateralschäden

Gelb soll wieder grau werden

Gelb soll wieder grau werden

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat sich einiges in der Recyclingwirtschaft vorgenommen. Mit der sechsten Novelle der Verpackungsverordnung werden überfällige EU-Anpassungen vorgenommen. Danach folgt direkt die siebte Novelle, um fantasievolle Rechenmodelle bei der Organisation von Gelben Tonnen und Säcken in den Griff zu bekommen. So werden derzeitig Verpackungen bei den privatwirtschaftlich organisierten Dualen Systemen abgemeldet, da sie über Eigenrücknahmen oder sogenannte Branchenlösungen nicht direkt bei Privathaushalten, sondern im Handel als Abfälle erfasst werden. Wie viel da wirklich anfallen oder missbräuchlich abgemeldet werden, kann keiner so richtig erklären. In der Öffentlichkeit versteht das sowieso niemand mehr.

Sogar der Grüne-Punkt-Konzern, der laut nach strengeren Auflagen in der anstehenden Novellierung ruft und Schlupflöcher stopfen will, schwenkt nach Informationen der „FAZ“ um:

„Für das zweite Quartal hat er ebenfalls Zehntausende Tonnen aus der teuren haushaltsnahen Entsorgung abgemeldet – und seinen Kostenanteil auf einen Schlag auf nur noch 42 Prozent gedrückt. Diese Müllrechnung kann auf Dauer nicht aufgehen“, schreibt „FAZ“-Redakteur Helmut Bünder.

Entsprechende Schreiben sind Ende des vergangenen Jahres an die Kundschaft des Grünen Punktes verschickt worden.

Elchtest für Duale Systeme

Bevor Bund und Länder den rechtlichen Rahmen für die zehn konkurrierenden Dualen Systeme verändern, sollten sie noch einmal genau hinter die Kulissen schauen und so eine Art Elchtest einführen. Also ungefähr in der Art „Die Kritiker der Elche sind selber welche“. Dann sollte sich der Verordnungsgeber die Frage beantworten, warum er seit fast 25 Jahren beim Verpackungsrecycling herumnovelliert und nicht in der Lage war, die Totalverweigerer an die kurze Leine zu nehmen. Die machen seit über zwei Jahrzehnten gar nichts – weder Gelbe Tonne, Eigenrücknahme noch irgendwelche Branchenlösungen, die früher „Selbstentsorgung“ hießen.

Die Dualen Systeme sollten sich die Frage beantworten, warum sie förmlich danach schreien, irgendwann Opfer der Rekommunalisierung zu werden, da einige Kontrahenten in schöner Regelmäßigkeit Stinkbomben zünden und sich weigern, für eine faire Aufteilung der Recyclingkosten zu sorgen und die Konstruktionsfehler des Mengenausgleichs zu beseitigen. Die Vertragsgrundlagen sind privatrechtlicher Natur und benötigen eigentlich keine Intervention des Staates oder gar eine Neufassung der Verpackungsverordnung. Die Konfliktparteien könnten das Ganze am runden Tisch aushandeln und Vernunft walten lassen.

Müllöfen abreißen

Ansonsten wird es mit dem dritten großen Vorhaben der Bundesumweltministerin ungemütlich. Über ein Wertstoffgesetz sollen alle Materialien mit erfasst werden, die in ihrer stofflichen Zusammensetzung den Verkaufsverpackungen entsprechen – also in erster Linie Abfallprodukte aus Plastik und Metall. Der Gesetzentwurf steht im Herbst auf der Agenda. Für die kommunalen Interessenvertreter ist der Gelbe-Tonnen-Streit ein Sechser im Lotto. Obwohl Städte und Gemeinden für den Aufbau der Recycling-Infrastruktur keinen Finger krumm gemacht haben, sondern der Mittelstand die Drecksarbeit verrichtete, wollen sich die öffentlich-rechtlichen Müllunternehmen jetzt ins gemachte Nest legen. Die Motivation ist klar. Steigt die Recyclingquote an, verteuert sich relativ gesehen die klassische Entsorgung über graue Mülltonnen und Müllverbrennungsanlagen, die jetzt schon nicht vollständig ausgelastet sind, es sei denn, man reißt einige Müllöfen ab. In Bonn wäre das beispielsweise überfällig.

So sieht es auch der „FAZ“-Leitartikler:

„Den meisten Verbrauchern dürfte es ziemlich egal sein, wer die Abfuhr übernimmt – solange ihre Kosten nicht steigen und das Recycling funktioniert. Doch gerade deshalb ist Vorsicht geboten. Die städtischen Müllgebühren kennen fast überall nur eine Richtung: steil nach oben. Dagegen haben sich die Kosten für die gelbe Tonne, die die Verbraucher beim Einkauf ihrer Produkte mitbezahlen, binnen weniger Jahre halbiert. Trotz aller Auswüchse, die ein harter Wettbewerb manchmal hervorbringt, ist dabei in Deutschland ein Recyclingsystem entstanden, das in der Welt seinesgleichen sucht.“

Auch beim Recycling drohen Monopolpreise

Schon jetzt werden Recyclingbetriebe vom Markt gefegt, die das Geschäft schon seit Jahrzehnten machen – etwa bei der Altmetall-Sammlung. Nicht stichhaltig sei das Argument vieler Bürgermeister, mit den Mehreinnahmen die Müllgebühren zu senken.

„Denen fehlt generell an allen Ecken und Kanten das Geld. Steuerlich gibt es nur einen begrenzten Spielraum, um die Löcher in den kommunalen Kassen zu stopfen. So will man das eben über Monopole erwirtschaften“, erläutert Professor Justus Haucap, Mitglied der Monopolkommission.

Über Monopolpreise bei Abfall oder Wasser solle das Geld reingeholt werden, um beispielsweise Kitas zu finanzieren.

„Das ist eine intransparente Querfinanzierung, die einem demokratischen Prozess nicht zuträglich ist. Das sind verdeckte Finanzierungen. Man schädigt die mittelständischen Verwerter, die mit sehr viel Initiative eine Infrastruktur in einer Zeit aufgebaut haben, wo das noch ein sehr risikoreiches Geschäft war. Hier entstehen Kollateralschäden, über die man einfach hinweg stampft“, kritisiert der Düsseldorfer Wirtschaftswissenschaftler.

Generell sei in den Kommunen der Fehler gemacht worden, zu viel in Müllverbrennungsanlagen zu investieren. Jetzt gebe es Überkapazitäten und da sei das Recycling kontraproduktiv. Dumpingpreise für die Verbrennung von Abfall sollen die Öfen wieder auslasten. Eigentlich ein Fall für das Bundeskartellamt, so Haucap. Dann müssten aber auch Ross und Reiter von den mittelständischen Unternehmen genannt werden, damit die Wettbewerbshüter tätig werden können. Das Kartellamt verfüge nicht über ausreichende Kapazitäten, um alle Müllpreise in Deutschland zu ermitteln. Ratsam seien auch Vertragsverletzungsverfahren über die Europäische Union. Dort nehme man keine Rücksicht auf die Interessen der Bürgermeister – im Gegensatz zum Bundesrat. Kein Ministerpräsident lege sich gerne mit den Kommunen an.

Fragwürdig sei auch die Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), die in der vergangenen Legislaturperiode vorgenommen wurde. Öffentlich-rechtliche Gebühren unterliegen nicht mehr der kartellrechtlichen Missbrauchsaufsicht. Gebühren seien angeblich keine Preise, so die Begründung für die Gesetzesnovelle.

„Das sehen die Bürgerinnen und Bürger allerdings anders. Gebühren für Müll oder Abwasser sind natürlich Preise. Mit der Änderung des GWB können Kommunen jetzt machen, was sie wollen. Hier hat man völlig unkontrollierte Monopole“, moniert Haucap.

Siehe auch:

Die vernetzte Öffentlichkeit – Social Web als Teil der öffentlichen Meinungsbildung #lfm

Neue Theorie der öffentlichen Meinung

Neue Theorie der öffentlichen Meinung

Unser privates und unser öffentliches Leben sind vernetzt. Die sozialen Medien heben die gewohnte Trennung zwischen öffentlicher und privater Sphäre auf. Wie verändert sich dadurch unsere Art, mit Informationen umzugehen? Wie kann zukünftig noch ein verbindlicher Diskurs über gesellschaftliche Probleme geführt werden? Was bedeutet das für die klassischen Medien und für journalistisches Arbeiten? Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) hat zu diesem Thema ein Video erstellt, das die Zusammenhänge erklärt und die wesentlichen Fragestellungen und Problempunkte anschaulich vermittelt.

Die Unternehmen hinter den sozialen Netzwerken sind Konzerne, die Geld verdienen wollen und nicht etwa dem Gemeinwohl verpflichtet sind. Facebook, Google und Twitter könnten daher zu neuen Gatekeepern der öffentlichen Meinung werden. Schon heute sind sie ein ernsthafter Konkurrent der etablierten Medien Print und Fernsehen um die Aufmerksamkeit der Bürger.

Mit dem Video setzt die LfM den Themenschwerpunkt „Vernetzte Öffentlichkeit“ fort.

Die Digitalkompakt LfM #8: „Die vernetzte Öffentlichkeit“ und die ausführliche Expertise „Das neue Gesicht der Öffentlichkeit“ aus der Reihe LfM-Materialien sind bereits im Februar diesen Jahres erschienen und sind als Digital- und Printversion im Online-Bestellsystem der LfM kostenlos erhältlich.

Siehe auch:

Social Navigation und persönliche Öffentlichkeit: Neue Theorie der öffentlichen Meinung vonnöten

Augmented Reality – mit iPad und Google Glass im Museum

Bayerisches Nationalmuseum München Bayerisches Nationalmuseum München Foto: Schleeh

Die Idee entstand im Winter 2013. Zum DLD im Januar wollte Metaio zeigen, was heute mit Augmented Reality möglich ist. Warum also nicht alte Kunst mit neuer Technologie verbinden, dachten sich die Macher der Münchner Software-Schmiede. Weiterlesen

HACK TECH BIZ CREATIVITY: Ausblick auf das Interactive Cologne Festival – #Bloggercamp.tv am Mittwoch um 11 Uhr

So lief die Sendung.

ichsagmal.com

Vom 19. bis 25. Mai geht die INTERACTIVE COLOGNE in die nächste Runde! Nach dem erfolgreichen Auftakt mit 3.000 Teilnehmern im vergangenen Jahr wird das Festival nun im Mai 2014 fortgesetzt. INTERACTIVE COLOGNE bietet vielfältige Plattformen für die Player der Internetbranche, um sich in kreativer Atmosphäre auszutauschen, voneinander zu lernen, zu experimentieren und Inspirationen für eigene Projekte zu sammeln. Die Konferenz bietet ein umfangreiches Programm für Designer, Denker, Entwickler, Start-ups und Investoren zu aktuellen und zukunftsrelevanten Digital-Themen – kombiniert mit Workshops, Coachings, Meetups, Networkings und einem Hackathon-Event. Ein umfangreiches Satelliten- und Entertainment-Programm vervollständigen eine Woche randvoll mit digitalen und analogen Begegnungen sowie Erfahrungen der ganz besonderen Art, heißt es in der Ankündigung.

Am Mittwoch, um 11 Uhr sprechen wir in Bloggercamp.tv mit den Veranstaltern über die diesjährigen Höhepunkte. Wer Fragen während der Liveübertragung hat, kann das über Twitter mit dem Hashtag #Bloggercamp tun oder die Frage-Antwort-Funktion von Google Plus verwenden

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FM LeasingPartner übernimmt Vergleichsportal leasinGo

Die FM LeasingPartner GmbH hat nach eigenen Angaben das Vergleichsportal leasinGo übernommen. Der Unternehmen mit den Hauptstandorten in Osnabrück und Düsseldorf erweitere damit erneut seine Angebotspalette, um künftigen Investoren noch mehr Optionen zu bieten.

„Dabei wird unter dem FM-Dach das mehrfach ausgezeichnete Startup leasinGo als eigenständige Marke geführt und systematisch weiterentwickelt“, stellt Geschäftsführer Mathias Fröde fest.

FM biete unter seinem Dach neben zwölf bundesweit verteilten Standorten für die persönliche Beratung nunmehr zusätzlich das Webportal leasinGo für den gezielten Einstieg in die Investitions-Finanzierung. Eine neue Unternehmergeneration nutze das Internet als hauptsächlichen Informationsträger. Diese Klientel werde man leasinGo jetzt schneller erreichen. Gründungspartner der leasinGo GmbH sind die RWTH Aachen und die IHK Aachen, nachdem das Startup 2012 den Gründerpreis der IHK gewonnen hat. Die FM LeasingPartner GmbH liegt bei einem jährlichen Platzierungsvolumen von rund 500 Millionen Euro.

Kommunikationstechnologien: Mittelstand setzt auf sanfte Migration und System-Einfachheit – Ein Branchenüberblick

Mach es einfach

Mach es einfach

Beim Einsatz von Kommunikationstechnologien dominieren mit 83 Prozent beim Mittelstand gegenwärtig Audiokonferenzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Frost & Sullivan, die im Auftrag des ITK-Spezialisten Aastra erstellt wurde. Zwei Drittel der befragten Unternehmen widmen sich der Integration von Handys und Smartphones in die Unternehmenskommunikation – im Fachjargon auch Fixed Mobile Convergence (FMC) genannt. 63 Prozent setzen auf Systemen, die den Status der Erreichbarkeit anzeigen. Knapp jede zweite Firma hat das Thema Videokommunikation auf der Agenda. Gefragt sind Systeme, die auf das Konto Einfachheit und Kosteneffizienz einzahlen.

Kosten, Produktivität und Erreichbarkeit

Nach Angaben der befragten Vertriebspartner ist es für 74 Prozent der mittelständischen Kunden am wichtigsten, die Kosten zu senken – beispielsweise indem geringere Handy- oder Reisekosten anfallen. Ungefähr auf dem gleichen Niveau steht die Steigerung der Produktivität. Die Erreichbarkeit der Mitarbeiter ist für 71 Prozent relevant – etwa für mobile Mitarbeiter oder beim Einsatz von Remote-Systemen. Die bessere Anbindung von Homeoffice-Mitarbeitern ist für jedes zweite Unternehmen wichtig.

Fast jeder zweite Mittelständler setzt auf Videokommunikation

Fast jeder zweite Mittelständler setzt auf Videokommunikation

Insgesamt setzen klein- und mittelständische Unternehmen auf die sanfte Migration von Kommunikationslösungen, die über das Internet Protokoll laufen, bestätigen die Analysten von Frost & Sullivan. Die Integration von neuen Technologien müsse reibungslos verlaufen und die Lizenzkosten sollten nicht aus dem Ruder laufen.

Besonders offen für Unified Communication & Collaboration-Technologien sind IT-Firmen mit 83 Prozent, gefolgt von Dienstleistungsunternehmen mit 65 Prozent, Finanzdienstleistern (54 Prozent) und Industrie (43 Prozent). Die geringste Durchdringungsrate weisen Bildungssektor (29 Prozent) und die Hotelbranche (20 Prozent) auf.

Benutzerfreundlichkeit ohne dicke Handbücher

Die einfache Bedienbarkeit der Systeme sieht Aastra-Deutschlandchef Jürgen Signer als das wichtigste Kaufkriterium der Geschäftskunden seines Unternehmens.

„Was sich unter der Haube abspielt, ist die Sache unserer Entwickler und darf den Anwender nicht belasten“, sagt Signer.

Man braucht deshalb Menschen, die sich in unterschiedlichen Welten bewegen können. Entsprechend wichtig sei das Design der Benutzeroberfläche. Einfachheit sei ein unschlagbares Verkaufsargument, bestätigt Marketing-Experte Günter Greff.

Die Menschen könne man begeistern, wenn man Technologien auf den Markt bringt, die das Leben einfacher machen – ohne dicke Handbücher.

„Bei Design hat man früher an die Gestaltung von Flaschen, Kaffeekannen oder Tankstellenzapfsäulen von Aral gedacht, aber heute ist Design – wenn man so will – die zentrale Frage der Technik selber“, betont Medienwissenschaftler Norbert Bolz.

Wer das begriffen habe, produziert nicht nur selbsterklärende und einfach zu bedienende Produkte, sondern ist auch klar im Kopf.

Siehe auch:

Digitale Vernetzung – Das ist die Zukunft unseres Landes.

IT-Fachkräfte und die Kunst der Kombinatorik: Detektivische Spürnase bei der Kandidatensuche gefragt

Vom Suchen und Finden der richtigen IT-Fachkraft

Vom Suchen und Finden der richtigen IT-Fachkraft

IT-Fachkräfte müssen heute interdisziplinäre Erfahrungen und Kenntnisse mitbringen: Das reicht von Enterprise Content Management, Dokumenten-Management, Business Intelligence, Data Warehousing, Datenbanken, Social Media Networks bis zu SAP-Anwendungen. Entsprechend hart umkämpft ist der Kandidatenmarkt für IT-Führungspositionen.

„Das gilt besonders für SAP-Spezialisten. Hier die richtigen Mitarbeiter zu finden, ist ohne spezialisierte Personalberatungen äußerst schwierig geworden“, weiß Karsten Berge, Geschäftsführer von SearchConsult.

Mit Markt- und Fachkenntnissen sowie einer speziellen Datenbanklösung bringt das Düsseldorfer Unternehmen gezielt die IT-Experten und die entsprechenden Vakanzen zusammen.
Die personellen Anforderungen der Unternehmen werden komplexer. Entsprechend breit müsse das Leistungsspektrum an IT-Führungskräften sein.

„Es ist wichtig, die personellen Anforderungen unserer Geschäftskunden aus einer Hand bedienen zu können“, erläutert Berge.

Beziehungsmanagement

Bei Fachkräftemangel benötige man eine detektivische Spürnase und ein gutes Beziehungsmanagement, um zu erfolgreichen Abschlüssen zu gelangen.

Speziell bei höher dotierten Positionen mit einem Jahresgehalt von 70.000 Euro und mehr steigen auch die speziellen Anforderungen an die Kandidaten.

„Entscheidend sind die Anforderungen, die zwischen den Zeilen einer Stellenanzeige stehen. Aber genau diese Details sind oft am wichtigsten, um eine Vakanz mit dem geeigneten Kandidaten zu besetzen“, führt Berge weiter aus.

Durch Online-Jobbörsen werden immer nur jene erreicht, die auch aktiv nach einer neuen Herausforderung suchen:

„Wenn man Kandidaten bekommen möchte, die aktuell sehr erfolgreich sind und nicht aktiv suchen, kommt man um eine Direktansprache mittels Personalberater nicht umhin”, so Berge.

In der IT-Branche würden größere Software-Hersteller oder Systemhäuser verstärkt Rekrutierungspersonal einstellen, die die Kandidaten direkt kontaktieren. “Aber auch hier erreicht man vielleicht 70 Prozent der potentiellen Kandidaten, die auf Portalen wie Linkedin oder Xing aktiv sind. Die schreibt man an, kann sie aber nicht auf der Tonspur überzeugen”, konstatiert der SearchConsult-Geschäftsführer.

Irreversibel ist wohl ein anderer Trend: Die sinkende Relevanz von Stellenanzeigen in Printmedien. So konnte nach Informationen des Manager Magazins die FAZ im Jahr 2000 noch rund 235 Millionen Euro mit Stellenanzeigen einnehmen.