Über den methodologischen Bullshit der Mainstream-Ökonomik: #NEO19x Session am 28. November (12 Uhr)

Next Economy Open

Auf dem Projektblog der Next Economy Open habe ich ja schon etwas skizziert, mit welcher Session-Idee ich in diesem Jahr aufwarten will.Ich reibe mich am methodologischen Bullshit der Mainstream-Ökonomik. Der Ausschluss von Ereignissen und Relationen, die Ignoranz kommunikativer Welten und die selbstbezüglichen Modellwelten demontieren die Wirtschaftswissenschaft. Wir brauchen etwas Neues: Keine Powerpoint-Weisheiten, die den Studierenden an den Hochschulen zum Auswendiglernen in die Ohren gegeigt werden. Aber die verlangen teilweise danach. Bitte, bitte gib uns ein Skript zum Auswendiglernen, damit wir den Methodenstreit in der Ökonomik auch richtig runterleiern können oder genau beschreiben, wie eine neue Theorie der Öffentlichkeit lautet in Zeiten privatisierter Öffentlichkeiten im Social Web. Alles schön in den Spuren des Dozenten. Nur nicht mit eigenen Recherchen und Überlegungen die Dinge durchforsten. Der Wissenschaftsphilosoph Paul Feyerabend hat das in…

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#9vor9 ohne Basche, aber u.a. zum Thema Digitalkompetenz in der Regierung

StefanPfeiffer.Blog

Heute habe ich nach meinem Urlaub mal wieder bei #9vor9 mitgemacht. Gunnars und meine Themen: Funklöcher und Digitalkompetenz in der Bundesregierung, die arme Doro am Katzentisch, Grundlagenforschung und Firmengründungen in Deutschland (Gunni macht Werbung für seinen Beitrag) Tesla in Deutschland, Hausputz beim Daimler, Wasserstoff nicht für Autos und wie reagieren wir auf rechte Parolen, AfD-Sprüche, gar Hassreden, wann sollten wir überhaupt reagieren. Und das alles ohne den Urlauber Basche, der uns dieses Hundi-Titelbild per Twitter geschickt hat.

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Die Zukunft der Innovation – Kurzweils Gesetz und sein wirtschaftlicher und sozialer Kontext #NEO19x

Next Economy Open

Drei Thesen des Sessiongebers Prof. Dr. Frank Witt:

1. These

Wer die Verbesserung des Bestehenden zum Ziel hat wird bei grundlegenden Innovationen wie der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft scheitern: Weniger Freiheit und mehr bürokratische Herrschaft, mehr Ungleichheit und weniger Solidarität sind die absehbaren Konsequenzen.

2. These

Zukunftsgestaltung braucht Utopie und einen Diskurs der ausgehend von einer wünschenswerten Zukunft, Future – Back geführt wird. Dazu müssen Strukturen, Systembildung und Systemveränderung von Wirtschaft und Gesellschaft kritisch analysiert und infrage gestellt werden.

3. These

Humanismus muss an eine realistische, dem Stand der Wissenschaften entsprechendes Verständnis der physikalischen, chemischen, biologischen und psychologischen Bedingungen der Bildung sozialer Systeme gekoppelt sein; sonst wird er zur Ideologie, die die Ausnutzung menschlicher Gefühle und individuellen Bewusstseins, grundsätzlich nicht anders zu verstehen als evolutionär entstandene Algorithmen, zu politischen und wirtschaftlichen Zwecken verschleiert.

Einschalten am Mittwoch, den 27. November, um 14 Uhr:

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Wohin entwickelt sich das Content Marketing? #NEO19x Session von @digitalnaiv am 26. November (17 Uhr)

Next Economy Open

Der BdP hat mit seiner Umbenennung in Bundesverband der Kommunikatoren eine kontrovers diskutierte aber letztlich doch nachvollziehbare Entscheidung getroffen und sich damit vom Begriff Pressesprecher emanzipiert. Das konnte ich auch auf einem Panel des Kommunikationskongresses in Berlin spüren, das ich gemeinsam mit Birgit Heinold und Lars Basche von Archetype sowie Stefan Pfeiffer von IBM bestritt. Es ging um Live-Kommunikation, die wir in sechs Wochen bei der Think At IBM umsetzten. Die Vorteile skizzierte Heinold: Unmittelbarkeit — kein Fake, kein Posing.

Natürliches Storytelling initiiert spannendere Gespräche über die Marke. Entwicklung eines Community-Gefühls unter den Zuschauern. Synchrone Kommunikation garantiert mehr direkte Aufmerksamkeit. Aufbau enger und langfristiger Beziehungen zu Kunden — vor und hinter der Kamera. Vervielfachung der gesamten Kommunikation, insbesondere bei Veranstaltungen und Messen. Trotz des Live-Charakters sind die Inhalte auch im Anschluss, im „Long Tail“, verfügbar und länger für Marketing und Vertrieb nutzbar. Die Live-Aktivitäten liefern den Experten von IBM umfangreiches…

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Sind das Zeiten für Panem et circenses (Brot und Spiele)? Die @WinfriedFelser Session auf der #NEO19x am 27.11. (13 Uhr)

Next Economy Open

Heilige ZornEin paar Anmerkungen von Winfried Felser, die er auf LinkedIn veröffentlich hat:

Mehr denn je stellt sich die Frage, was adäquate Events und Moderationen und Redner-Beiträge in diesen spannenden Zeiten sind. Ob die Zukunft utopisch oder dystopisch sein wird, scheint noch unentschieden.

Langweilig scheint leider keine Option. Die Narrative der Disruptions-Wolke stehen wie wenig anderes für die Erschütterung der alten Mächte. Unsicherheit ist sicher. Sonst wenig. Sind das Zeiten für Panem et circenses (Brot und Spiele)? Reicht uns ab und zu ein heiliger Schauer und ansonsten Beliebiges vor den Canapes. Müsste wir nicht viel öfter genervt sein? Wenn die Muster zu brechen sind, sollten wir dann nicht auch für Events über unsere Muster nachdenken? Inwieweit unterstützt die Klassik überhaupt die Notwendigkeit der Disruption?

Dafür möge ein Diskurs zum Theater erlaubt sein. Von dem Wenigen, was dem Autor im Rahmen der gymnasialen Bildung blieb, ist die Diskussion um das Selbstverständnis der…

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Ex-Botschafter: Assange wird zu Tode gefoltert

FASSADENKRATZER

„Jedes Mal, wenn wir Zeuge einer Ungerechtigkeit werden und nicht handeln, üben wir unseren Charakter in Passivität gegenüber diesem Geschehen und verlieren dadurch schließlich alle Fähigkeit, uns und diejenigen, die wir lieben, zu verteidigen.“                        Julian Assange

Von der Weltpresse und den „liberalen“ Politikern weitgehend im Stich gelassen, muss Julian Assange in seiner Londoner Haft nicht nur – vergeblich – um selbstverständliche rechtsstaatliche Rechte, sondern offenbar auch um sein Leben kämpfen. Der ehemalige britische Botschafter und jetzige Menschenrechtsaktivist Craig Murray (61 J.) hat Julian Assanges gerichtliche Anhörung am 21.10.2019 persönlich miterlebt und beschreibt in einem aufrüttelnden Bericht seine Empörung über den britischen Rechtsstaat und seine Sorgen um das Leben von Julian Assange. (hl)

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Landwirtschaft für die Ohren: Die „Farmcaster“ Peter und Thorsten

Die Agrar-Blogger

Peter (links) und Thorsten (rechts). Foto: Farmcast.de

Was gebloggt, gepostet oder gefilmt wurde, braucht immer die Aufmerksamkeit der Augen. Nicht so ein Audio-Podcast, wie ihn Peter und Thorsten unter www.farmcast.de produzieren. Den kann man auch beim Auto- oder Traktorfahren anhören. Ihre Podcasts drehen sich auch um landwirtschaftliche Themen – weshalb wir die beiden mal um ein Interview gebeten haben:

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Wie man seine Karriere dank New Work neu erfindet und somit Job und Familie unter einen Hut bringt (Video meines Vortrags)

Gabriel Rath

Vor 2 Wochen war ich zum ersten Mal zu Gast in Karlsruhe und hielt eine Keynote auf der „New Work Evolution“-Konferenz im ZKM, dem Zentrum für Kunst und Medien. Mehr als 150 Leute waren gekommen, um sich an 2 Tagen spannende Impulse rund um das Thema „New Work“ zu holen, sich auszutauschen und gegenseitig zu inspirieren.

Ich durfte am ersten Tag gleich nach der Intro-Keynote von Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky auf die Bühne und sprach erstmals ausführlich über mein „Herzensthema“: Familie und Arbeit in Zeiten der Digitalisierung.

In meinem bisher persönlichsten Vortrag schaute ich zurück auf meine bisherigen Jobstationen und stellte dabei vor, was ich über New Work seit dem gelernt hatte und wie ich als #Dadof3Girls alles daran setze, Karriere und Familie zu vereinbaren. Spoiler: Es geht! 🙂

Die Slides des Vortrags könnt ihr euch drüben bei Slideshare ansehen. Das Video meines Auftritts mit Marteria im Ostseestadion vor 34.000…

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Wenn sich die Gesellschaft transformiert, ändern sich auch die Balancen der Macht – #NEO19x Session von @KlausMJan

Next Economy Open

Thesen des Hashtag-Soziologen Klaus Janowitz zu seiner #NEO19x Session am Dienstag, den 26. November, um 12 Uhr:

War die Moderne schon immer digital? Eine mehr oder weniger rhetorische Frage, die die Vorraussetzungen von Digitalisierung anspricht.
Von „Digitaler Gesellschaft“ wird oft gesprochen – was das genau sein soll, bleibt meist unklar. Die großen Mechanismen der Vergesellschaftung verlieren an Einfluß – explizite normative Zwänge nehmen ab, implizite ökonomische zu. Die einst prägenden Organisationen lassen in ihrer Bindungskraft nach.

Digitalität zeichnet sich dadurch aus, dass sämtliche Informationen in das – sehr einfache – binäre Format übertragen werden – und daraus immer wieder neu miteinander kombiniert werden können.

Was mit Daten möglich ist, kann zwar nicht so einfach auf Gesellschaft übertragen werden – dennoch organisieren sich Gesellschaft und Vergemeinschaftungen immer stärker „digital“, d.h. in der Zuordnung und Verbindung über binäre Codes. Selbsttätig (so etwa als „vernetzter Individualismus“) oder von aussen als „collected communities“. Consozialität nach dem…

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Urteil gegen ehemaligen Brandenburger #AfD Abgeordneten im Schuld- und Strafausspruch rechtskräftig

Das Landgericht Neuruppin hat den Angeklagten wegen einer im Jahr 2011 begangenen Steuerhinterziehung zu der Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt, deren Vollstreckung es zur Bewährung ausgesetzt hat. Es hat ihm das Recht, öffentliche Ämter zu bekleiden, und die Fähigkeit, Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen, für die Dauer von drei Jahren aberkannt. Zudem hat es die Einziehung von Taterträgen in Höhe von 516.478,15 Euro gegen den Angeklagten und einen Mitangeklagten als Gesamtschuldner angeordnet.

Hiergegen hat der Angeklagte Revision eingelegt.

Der Bundesgerichtshof hat das Rechtsmittel als unbegründet verworfen, soweit der Angeklagte zu der Freiheitsstrafe verurteilt worden ist. Das Urteil ist in Folge dessen im Schuldspruch und im Strafausspruch rechtskräftig.

Jedoch haben die Einziehungsentscheidung sowie die Aberkennung des Rechts, öffentliche Ämter zu bekleiden, und die Fähigkeit, Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen, Rechtsfehler aufgewiesen. Der Senat hat das Urteil daher in diesen Punkten aufgehoben, über die nunmehr erneut verhandelt werden muss.

Vorinstanz:

LG Neuruppin – Urteil vom 16. Februar 2018 – 13 KLs 10/17