Wirtschaftsethik – Eselsohren für die Vorlesung

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Lektüreempfehlung für Mainstream-Ökonomen

Wirtschaftsethik – Eselsohren für die Vorlesung am Samstag:

Die Themen:

Methodenstreit in der Ökonomie

Die vorherrschende Lehre der Wirtschaftswissenschaft versucht so etwas wie eine naturgesetzlich gedachte Sozialphysik zu entwerfen. Man spricht auch gerne von ökonomischen Gesetzmäßigkeiten oder gar von der Notwendigkeit einer marktkonformen Demokratie. Anders herum wäre es wohl sinnvoller – also die Schaffung eines demokratiekonformen Marktes.

Homeoffice und Neues Arbeiten

Tim Cole und Ossi Urchs haben in ihrem Buch „Digitale Aufklärung“ die Dezentralität als „Wertschöpfungsnetzwerk“ beschrieben: Komplexe Aufgaben werden in einfache Module zerlegt und über das Netzwerk an Personen vergeben, die dafür die nötige Kompetenz und Zeit besitzen. So werden einzelne Mitarbeiter, Arbeitsgruppen und sogar ganze Organisationseinheiten projekt- und aufgabenbezogen zu Teams zusammengeführt und bilden damit eine Art virtuelle Organisation auf Zeit. Urchs und Cole sprechen sehr treffend von einer „Cloud-Belegschaft“. Technologisch ist das schon längst umsetzbar.

Magere Homeoffice-Bilanz in Deutschland

In der Realität sieht das…

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Plattformen mit vielfältigen Daten gewinnen #watsonat #CIOKuratorTalk

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Selbst digitale Champions sind angreifbar. Beispiele von Yahoo bis AOL gibt es reichlich.
Auch ein Online-Marktplatz wie eBay ist angreifbar: Im Unterschied zu eBay spielt auf beispielsweise auf dem Marktplatz von BlaBlaCars nicht der Preis die Hauptrolle, sondern vielfältige Daten. Nachzulesen im neuen Buch „Das Digital“ von Viktor Mayer-Schönberger und Thomas Ramge“, erschienen im Econ Verlag:

„Mitfahrer können zum Beispiel die Angebote danach durchsuchen, wie gesprächig der Fahrer ist (daher der Name BlaBlaCar), welche Musik sie mögen oder ob Haustiere mitfahren dürfen – und somit das für sich perfekt geeignete Angebot auswählen. Der Preis spielt in dem Modell nur eine untergeordnete Rolle, denn die Fahrer Fahrer können diesen nur innerhalb einer vorgegebenen Spanne festlegen.“

Andere Plattformen gehen ähnlich vor. Etwa der Reiseanbieter Kayak, die Investmentfirma SigFig oder die Jobbörse Upwork. Es entstehen immer mehr Märkte, die auf vielfältige Daten setzen und dadurch Nutzern helfen, optimale Transaktionspartner zu finden.

Gefragt ist…

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Session #system1 beim Barcamp Regensburg, #bcrgb17

Beim Barcamp Regensburg 2017 gab es eine Session zu #system1

#system1 – Wie wir vernünftig(e) Entscheidungen treffen.

Eine Einführung in das Lebenswerk und das Buch von Daniel Kahneman:

‚Schnelles Denken, Langsames Denken‘

Im folgenden eine Linkliste in denen ihr mehr Informationen finden könnt.
Das Seminar ist u.a. hier gelistet: http://if-agora.de/angebot.php?id=47

(Die Truppe um die InterfaceAG organisiert u.a. auch die Münchener BarCamps,
vgl. www.duerre.de )

Einige gebloggte Informationen zu Kahneman finden sich auch hier:

http://ed.iiQii.de/gallery/VictimsOfGroupThink/DanielKahneman_wikipedia_org

http://ed.iiQii.de/gallery/ValueCreation/HarteArbeit

http://ed.iiQii.de/gallery/VictimsOfGroupThink/DanielKahneman_nobelprize_org

http://ed.iiQii.de/gallery/VictimsOfGroupThink/NorbertSchwarz_umich_edu

https://www.amazon.de/Schnelles-Denken-langsames-Daniel-Kahneman/dp/3886808866

Und zum Schluß noch ein Goodie obendrauf:
https://ichsagmal.com/2015/10/18/live-hangout-ueber-daniel-kahneman-und-die-selbstueberschaetzung-von-managern-neo15/

https://www.diigo.com/user/ef12-diigo?query=%23system1

P.S: Die Geschichte von Android und auch von google selbst:
Zufall und Glück waren bestimmend!
„So wollten die Google-Gründer nach einem Jahr ihr Unternehmen für eine Million Dollar verkaufen, aber dem potenziellen Käufer war der Preis zu hoch und der Deal platzte. Weil jede folgende Entscheidung des Suchmaschinen-Giganten mehr oder weniger positiv ausging, deutet die Geschichte auf ein beinahe makelloses Vorauswissen hin – „aber Pech hätte jeden einzelnen der erfolgreichen Schritte zunichtemachen können“, bemerkt Kahneman.
http://ed.iiQii.de/gallery/Die-iiQii-Philosophie/AndyRubin_spies_com

 

Reicht eine Topmanagement-Kaffeefahrt nach Palo Alto für den Kulturwandel aus?

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Diese Frage habe ich in der Oktober-Ausgabe des prmagazins wie folgt beantwortet:

Um bei den Digitalthemen in der ersten Liga zu spielen, reicht es für Unternehmen wohl nicht aus, Pilger-Reisen zu den Tech-Giganten in Palo Alto zu organisieren, in Sneakers durch die Gegend zu laufen, auf Krawattenzwang zu verzichten, Design Thinking-Workshops zu besuchen, das kollektive Duzen in Organisationen einzuführen und nach den USA-Exkursionen sich eine Hipster-Friseur zuzulegen. Das ist Camouflage.

Als aktionistische Ausweichaktion gründet so ziemlich jedes Unternehmen etwas und dem Stichwort „Lab“ oder „Garage“. Davor steht dann meistens „Digital“. Beheimatet sind die Zukäufe oder Neugründungen meistens in San Francisco, Tel Aviv oder Berlin.

„Man erhofft sich in einem fancy Umfeld tolle radikale Innovationen. Ausgestattet mit einem dicken Budget soll der Anschluss an Unternehmen in den USA, in Asien und Israel gelingen. Es geht aber in diesen Labs primär nur um den Anfang von Innovationen. Es geht um die Frage…

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Social Web-Zurückhaltung stärkt reaktionäre Kräfte

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Präsentation von Christoph Kappes auf der re:publica in Berlin

Thomas Knüwer hat einen wichtigen Punkt dargelegt, warum es den rechtsreaktionären Kräften in Deutschland so gut gelingt, ihre aufgeladenen Botschaften im Social Web zu platzieren:

„Die deutschen Eliten aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik halten sich lieber aus dem Social Web fern. Als Beleg kann hier auch die Grafik mit den Social Media-Aktivitäten deutscher Chefredakteure und Verlagsgeschäftsführer herhalten, die wir 2015 mal bei kpunktnull erstellt haben. Sprich: Jene, die Menschen von einer vernünftigen Meinung überzeugen sollten, überlassen den Schwachmaten das Feld.“

„Also ICH“ (natürlich lautstark und mit einem Hauch von Entsetzen vorgetragen ob der bloßen Vermutung, jene Person könne solche Dienste nutzen) „bin ja nicht auf Facebook“, gehöre zum Grundwortschaft der Bildungsbürger. Ist mir gestern bei einer Konferenz auch wieder an den Kopf geballert worden.

„Das war so lange nur arrogant und gestrig, wie es nur die eigenen sozialen Kontakte beschädigte…

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Im Kreisverkehr der Deutschland AG gedeiht keine #Digitalkompetenz

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Unternehmerisches Denken und Digitalkompetenz werden häufig als die zentralen Schlüsselfähigkeiten für die Meisterung der Herausforderungen im digitalen Zeitalter genannt. Grund genug für das Forscherteam von Julian Kawohl, Professor für Strategisches Management an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, einmal genauer hinzusehen, inwieweit deutsche Vorstände in DAX- und MDAX-Konzerne hierfür entsprechende Erfahrungen mitbringen. Das Ergebnis ist niederschmetternd.

„Die Befunde haben uns in ihrer Radikalität erstaunt. Nur 25 Prozent der untersuchten 411 Lebensläufe kann unternehmerische Erfahrungen vorweisen und acht Prozent verfügen über Digitalerfahrungen“, so Kawohl im Netzpiloten-Interview.

Auch das Durchschnittsalter der Vorstände spricht nicht für frische Geister in den größeren Unternehmen. Es liegt bei knapp 53 Jahren. „Volkswagen hat den ältesten Vorstand. Der geht auf die 60 zu“, kommentiert der Wissenschaftler. Hier liegt vielleicht eine Ursache für das rückwärtsgewandte Dieselniveau der Wolfsburger Top-Manager. Interessant sind die Indikatoren für die relativ austauscharme Luft auf den obersten Etagen der Konzern-Führungsriegen in Deutschland.

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Politische Veränderungen über Basisbewegungen – Abschied von der Sandkasten-Ökonomie #NEO17x

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Die Ökonomie sei ein Ausdruck kultureller Verhältnisse, auch was in ihr für wichtig gehalten und wertgeschätzt wird, bemerkt BWL-Professor Reinhard Pfriem:

„Die gleichen kulturellen Strömungen wirken auch auf die Konstellationen der politischen Kräfte ein. Gerade in einem repräsentativen Parteiensystem. Es war die Vorstellung schon immer naiv, daran zu glauben, dass auf dem Weg des Politischen die Akteure zu Maßnahmen gezwungen werden, die sie selbst nicht machen wollen. Das funktioniert nicht. Wenn man sich das Parteiensystem anschaut sowie das Wahlverhalten der Bürgerinnen und Bürger.“

Staatliche Regelungen bewirken nach Ansicht von Pfriem nur dann positive Veränderungen, wenn es sozial- und gesellschaftspolitischen Druck gibt. Ohne Basisbewegungen hätte es in den 70er und 80er Jahren keinen Fortschritt in der Umweltpolitik gegeben, die letztlich zum Atomausstieg und zur Einführung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes geführt haben. Auf anderen Feldern funktioniere das nicht.

„Denken Sie an die Mobilität, wo der Lobbyismus von Alexander Dobrindt sich ausleben kann und es…

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