Neue Zahnrad-Logik mit Big Data im Personalmanagement? #rpTEN #HRFestival

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rpTEN-Debatte über Big Data und Arbeitnehmer rpTEN-Debatte über Big Data und Arbeitnehmer

Was können Big Data-Systeme im Personalmanagement leisten? Beispielsweise bei der Prognose von Kündigungsabsichten. Nutzt man das, um eine Kündigung zu verhindern oder werden Maßnahmen eingeleitet, um die Kandidaten loszuwerden?

Führt Big Data unternehmensintern zu einem weiteren Controlling-Wahnsinn, der jetzt schon zur Zahnrad-Logik mit digitalen Mitteln genutzt wird?

Im Ideen-Management wären solche Anwendungen höchst nützlich, um in Echtzeit Clusterungen vorzunehmen, Mitarbeiter zu matchen und interdisziplinäre Teams aufzustellen.

Auch Stimmungsbarometer könnte man auf Knopfdruck abrufen.

Auf der re:publica gab es zwei Panel-Diskussionen, die sich mit Big Data im Unternehmen auseinander gesetzt haben. Da gibt es wohl noch eine Menge Klärungsbedarf.

Hier die Podcast-Variante des Interviews für die Badewanne 🙂

Und ohne Open Data – also die Offenlegung aller Algorithmen – geht es nach meiner Meinung überhaupt nicht.

Youtube-Playlist zum HRFestival auf der re:publica in Berlin.

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Nimbus „Made in Germany“ bröckelt – #Boardreport Gespräch mit Oliver Marquardt und Marco Petracca

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Wie gut sind mittelständische Unternehmen im internationalen Geschäft wirklich? Wir verteidigen zwar fast jedes Jahr den Titel „Exportchampion“ und fahren Rekorde beim Handelsüberschuss ein. Das ist nach Auffassung von Oliver Marquardt und Marco Petracca allerdings nur eine Momentaufnahme.

Wir genießen noch ein hohes Ansehen im Ausland und können mit dem Label „Made in Germany“ weiterhin punkten, aber dieser Nimbus bröckelt.

Selbst die internationale Konkurrenz in der Metallverarbeitung nimmt zu. Chinesische Produkte im Anlagenbau haben qualitativ deutlich zugelegt. Viele andere Länder holen auf. Diese Signale kommen bei vielen Mittelständlern an. Nur ist es schwierig aus der Pfadabhängigkeit der vergangenen Jahrzehnte auszusteigen und neue Märkte zu erschließen. All das wird in der Titelstory des Wirtschaftsmagazins Boardreport ausführlich behandelt.

Das Opus erscheint Ende Juni.

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VW fehlt die Demut – Aufsichtsrat erteilt dem Vorstand und sich selbst Absolution #Boardreport

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Mit meiner ersten Titelstory für das Boardreport-Magazin liege ich wohl goldrichtig Mit meiner ersten Titelstory für das Boardreport-Magazin liege ich wohl goldrichtig

Es ist schon erstaunlich, wie der VW-Konzern mit der Aufklärung des größten Skandals seiner eigenen Firmengeschichte umgeht. Halbherzige Entschuldigungen werden vom Teleprompter vorgelesen, Entschädigungen werden nur mit größtem Druck für die Kunden in den USA gewährt und ein nicht unumstrittenes Vorstandsmitglied wird zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats ernannt:

„Alte Böcke sollte man nicht zu Gärtnern machen. Das hilft nichts. Der neue Aufsichtsratsvorsitzende Hans Dieter Pötsch war zwölf Jahre lang VW-Finanzvorstand. Der hat das gesamte Machtgebaren des Wolfsburger Konzerns nicht nur erlebt, sondern mitgestaltet. Er trägt Mitverantwortung in der Organhaftung für mangelnde Sorgfaltspflicht“, so der ehemalige Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger im Interview mit ne-na.de.

Jetzt geht der alte Bock Pötsch noch einen Schritt weiter. Die Hauptversammlung am 22. Juni soll ihm sowohl für seine Arbeit als Finanzvorstand und für seine Tätigkeit als Chef des Aufsichtsrate erteilen.

„In beiden Jobs ist Pötsch alles…

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Plattformen als regulierender Leviathan – Kann das funktionieren? #rpTEN

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Plattformen als Leviathan? Michael Seemann auf der re:publica in Berlin Plattformen als Leviathan? Michael Seemann auf der re:publica in Berlin

Facebook hat den Vorwurf zurückgewiesen, seine Mitarbeiter hätten in den USA Nachrichten-Trends auf der Plattform manipuliert, um Mitgliedern Berichte mit konservativem Einschlag vorzuenthalten. Das Online-Netzwerk habe keine Belege dafür gefunden, schreibt der zuständige Manager Tom Stocky in einem Facebook-Eintrag.

„In einem Gizmodo-Bericht erklärten namentlich nicht genannte frühere Mitarbeiter, bei der Überprüfung der News-Trends seien Nachrichten über Politiker wie den einstigen republikanischen Präsidentschafts-Kandidaten Mitt Romney oder Treffen konservativer Gruppen herausgefiltert worden. Dagegen seien Themen wie die Bewegung gegen Rassen-Diskriminierung ‚Black Lives Matter‘ künstlich hinzugefügt worden“, führt heise online aus.

Stocky betont, solche Manipulationen seien nach den internen Richtlinien verboten und es gebe technische Barrieren dagegen. Zudem würden die Aktionen der Mitarbeiter aufgezeichnet und kontrolliert. Aufgabe des Teams sei es vor allem, die von einer Software ermittelten Trend-Nachrichten lediglich auf Doppelungen, Fälschungen oder schwache Quellenlage zu prüfen.

Kann man sich mit diesem…

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Vom Charme der ungeplanten Resonanz #HRFestival #rpTEN #SUB7

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Personalmanager mit Orchester in Berlin

Resonanzbeziehungen hängen mit einer Vielzahl von kontextuellen Faktoren zusammen, schreibt Hartmut Rosa in seinem Buch (welche eine Überraschung) „Resonanz – Eine Soziologie der Weltbeziehung“. So kann man Resonanzerfahrungen machen, die unerwartet kommen.

„Dass es beispielsweise zu einem wirklich verständigungsorientierten, berührenden Gespräch mit unserem Chef kommt, den wir für zutiefst unsymphatisch hielten und dem wir mit einer (so dachten wir) rein strategischen Einstellung gegenübertraten; dass wir uns als Atheisten unversehens von einem religiösen Gefühl ergriffen fühlen; dass uns ein Konzert zu Tränen rührt, auf das wir uns nur aus Gründen des Sozialzwangs einließen; oder dass uns eine Arbeitsaufgabe richtig packt, die wir partout nicht machen wollten – all dies sind keineswegs fiktive Szenarien“, führt Rosa aus.

Umgekehrt ist die Überfrachtung der Resonanzerwartung ein zuverlässiger Hemmfaktor für deren Erfüllung. Wer alle Bedingungen kontrollieren will, scheitert in schöner Regelmäßigkeit. Es kommt schlechter als geplant. Berühmtestes Beispiel: DER WEIHNACHTSABEND – im Resonanzhafen der Familie…

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Massenmedien und die Manipulation der öffentlichen Meinung #rpTEN

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Repression verdünnen

Unser Denken ist gehackt. Das meinen zumindest die Programm-Gestalter der Media Convention, die auf der re:publica in Berlin eine Fachrunde zur vermeintlichen Herrschaft der Algorithmen auf die Beine stellten. „Suchmaschinen, Social Media und Big Data-Nudging: Algorithmen haben die Kontrolle über unseren Alltag übernommen. Durch selbstverstärkende Mechanismen versinken wir in der Einseitigkeit unserer Interessen und setzen uns freiwillig der Diktatur der Daten aus. Wir müssen reden. Wie sind wir zu Like-Maschinen geworden, die mediale Monotonie produzieren?“ Soweit der Anreißer.

Aber ist das so? Donald Trump wurde in der Diskussion genannt. Er ist eher ein Beleg für die Nachrichtenselektion der Massenmedien. Professor Gigerenzer selbst brachte dafür ein eindrückliches Beispiel. So investierte der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump lächerliche zehn Millionen Dollar für klassische Fernsehwerbung. Die freiwillige Sendezeit der TV-Anbieter brachte dem reaktionären Parolenschwinger einen Gegenwert von 1,9 Milliarden Dollar. Die TV-Filterblase ist wohl der wichtigste Katalysator für den Konkurrenten von Hillary Clinton. Ähnliches…

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