Wenn „Bio“ nicht mehr gut genug ist

Winter bloggt

Vegan ist „in“ – die Medien berichten über vegane Ernährung rauf und runter. Viele Facebook-Seiten, auf denen Veganismus kritisiert wird oder es um Würste und Fleisch geht, werden mit einem Shitstorm empörter Veganer überzogen.

Als Gründe, weshalb mehr und mehr Menschen den Fleischkonsum verweigern, werden oft Tierschutzethik und Fleischskandale genannt und die „Massentierhaltung in der Agrarindustrie“ dafür verantwortlich gemacht. Biobauern unter den Tierhaltern wurden bislang nicht damit in Verbindung gebracht. (Ich erspare uns vorerst in diesem Beitrag, auf die Unterschiede zwischen Bio und konventioneller Haltung einzugehen. Schwarz-Weiß-Denken aufzubrechen ist aufwändig. Wird später nachgeholt.)

Im Frühjahr 2014 hat sich der Derik Meinköhn, Grafiker beim Magazin Stern, über 60 Tage lang vegan ernährt – und will schließlich Veganer bleiben. Mit welcher Logik er zu diesem Schluss kommt, zeigt beeindruckend, wie rational die Diskussion um Ernährung geführt wird…

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2 Kommentare - “Wenn „Bio“ nicht mehr gut genug ist”

  1. Nimmersatt 15. Mai 2014 um 14:21 #

    Wenn die paar Veganer glauben, dass ihr Verzicht auf tierische Produkte irgendeinen Einfluss auf den Klimawandel hätte, dann haben sie sich geirrt! Selbst wenn die ganze Menschheit sich plötzlich nur noch vegan ernähren würde, so würden immer noch in vielen ärmeren Ländern der Welt Tiere als Last- und Nutztuere gehalten und misshandelt werden. Und zur Bebauung von Feldern würden weltweit noch immer Unmengen von Wasser, Strom und motorisierten Transportmitteln, die Abgase verursachen, benötigt werden. Das alles würde keinen signifikanten Unterschied zu unserer jetzigen Lebensweise machen und folglich auch den Treibhauseffekt nicht großartig beeinflussen. Wie aber soll man die gesamte Agrarindustrie komplett umkrempeln? Die Veganer leben also in einer Seifenblase, wenn sie sich als moralisch überlegen ansehen. Aber man versuche mal, diese Blase in einer Diskussion zum platzen zu bringen…!
    Schade, dass viele Veganer so überheblich und intolerant auftreten, sich ständig mockieren und über andere erheben, ihnen sogar ihren eigenen Lebensstil aufzwingen wollen.
    Außerdem ist der Begriff „Bio“ bekanntermaßen nicht geschützt oder auch nur definiert, besagt also rein gar nichts über die Qualität von Lebensmitteln. Bio kann sich alles schimpfen.

    Grüße!
    Nimmersatt

    • gsohn 15. Mai 2014 um 16:06 #

      Der ideologische Überbau macht diese Geschichte schier unerträglich. Kombiniert mit einer unglaublichen Chuzpe des Besserwissertums – dabei sind es Wahrheiten mit Eselsohren.

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