Deutsche Betriebssysteme auf klingonisch programmiert: Warum die #DigitaleAgenda nach „Nichthandeln“ klingt

Scotty von Klingonen nass gemacht

Scotty von Klingonen nass gemacht

Schon vor vier Jahren wollte Bundeskanzlerin Angela Merkel Deutschland mit einem schnellen Internet von mindestens 50 Megabit pro Sekunde erfreuen und sprach auf IT-Gipfeln bereits von Visionen einer Gigabit-Gesellschaft. Über durchschnittlich 7 Megabit sind wir bislang nicht hinaus gekommen. Mit der „neuen“ Digitalen Agenda“, auf die man sich im Kabinett geeinigt hat, soll der Sprung in den nächsten drei Jahren erreicht werden. Es solle „darauf hingewirkt werden, die europäischen wie nationalen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sich Investitionen auch im ländlichen Raum lohnen. Der Bund wolle sich beim EU-Kommissar für eine Rahmenregelung einsetzen, die den Breitbandausbau „in unbürokratischer, technologieneutraler und wettbewerbsfreundlicher Weise ermöglicht“. Alles wieder leere Absichtserklärungen, die im ministerialbürokratischen Moloch zu Tode verwaltet werden, auch wenn sich Innenminister Thomas de Maizière, Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Verkehrsminister Alexander Dobrindt auf einen Minimalkonsens geeinigt haben. Keinen einzigen Cent macht der Bund locker, um Deutschland eine zukunftsfähige Daten-Infrastruktur zu spendieren. Entsprechend groß ist das Erstaunen und Erschrecken bei den Experten von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik.

„Rahmenbedingungen“ als Code für Nichthandeln

Wenn Politiker von Rahmenbedingungen plaudern, sei das ein politischer Code für „kein Geld, nur Gesetze“, so Sascha Lobo: „Aber Rahmenbedingungen vergraben keine Kabel.“

Verwundern könne das nicht. „Ein Megabit reiche doch“, das habe Lobo noch beim IT-Gipfel 2011 von Mitarbeitern des federführenden Wirtschaftsministeriums gehört. In Südkorea bastelten sie da schon am Sprung zu 100 Megabit-Leitungen, um den Wandel zur Netzökonomie voranzutreiben.

Der Hauptgrund, warum wir uns die digitale Rückständigkeit nicht leisten können, hat Lobo simpel zusammen gefasst:

„Es gibt zwei Arten von Unternehmen: diejenigen, deren Geschäft sich durch die Datenökonomie verändert. Und diejenigen, die noch nicht wissen, dass ihr Geschäft sich durch die Datenökonomie verändert.“

Und das liegt nicht an den Marketing-Ausgaben für irgendwelche Facebook-Präsenzen oder Investitionen für die Suchmaschinen-Optimierung. Vielmehr greife die digitale Vernetzung tiefer als man zunächst vermuten würde in die Geschäftsmodelle fast aller Branchen ein. Habe man vor rund zehn Jahren Jugendliche gefragt, welches Handy sie haben, war ihre Antwort vermutlich: „Ein Nokia”. Heute sagen sie: „Ein Android”.

„Der Unterschied? Beim ersten war das entscheidende Kriterium die Hardware, beim zweiten ist es die Software. Und zwar die vernetzte Software. Genau dafür braucht man überall schnelles Netz, vernetzte Software dringt via Schlagworten wie ‚Cloud‘, ‚Big Data‘ und ‚Business Intelligence‘ in alle möglichen Bereiche der Wirtschaft ein, von Medien bis Medizin, von Mobilität bis Maschinenbau, von Marketing bis Finanzwirtschaft“, schreibt Lobo.

Die Verschiebung von der Hardware zur Software zur vernetzten Software sei die entscheidende Entwicklung der nächsten Jahre. Und wie viele Internetkonzerne sind im DAX noch mal gelistet, um auf diesem Feld Akzente zu setzen? Null, nischta, nix. Was ist die Folge:

„VW, BMW, Mercedes schließen Verträge mit – Überraschung! – Apple und Google. Es lässt sich der Zeitpunkt absehen, wo diese Allianzen umschlagen können wie einst die Allianz zwischen IBM und Microsoft“, bemerkt Lobo.

15 Jahre später verabschiedete sich IBM aus dem Geschäft mit Personal Computern und Microsoft war der größte Tech-Konzern der Welt. Jetzt zählen Apple und Google zu den wichtigsten Digitalkonzernen und werden sich sicherlich nicht von den vollmundigen Industrie 4.0-Gesängen der Wirtschaftslobbyisten in Deutschland beeindrucken lassen. Die Software unserer Autohersteller, die im PKW immer relevanter wird, sei niemanden zuzumuten, meint Sascha Lobo.mWarum habe VW vermutlich die besten Sowieso-Einspritzer der Welt, aber die Spracherkennung wirkt wie auf klingonisch programmiert? Und die Bedienkonzepte der Touchscreens deutscher Autos fühlten sich an wie Geldautomaten der 90er Jahre. Was wir vom Smartphone gewöhnt sind, verlangen wir auch bei allen anderen Produkten.

Maizière macht den Morozov und schwingt die Teflon-Pfanne

Wer das anprangert, wird vom prosafreudigen Innenminister in die Kategorie naiver Techno-Optimist eingetütet. Eine Typologisierung, die sich der liebwerteste Sicherheits-Gichtling für einen FAZ-Gastbeitrag bei der Dauersirene Evgeny Morozov ausgeliehen hat. Morozov verortet drei Personengruppen bei der Bewertung des digitalen Wandels: die Techno-Pessimisten, die Techno-Optimisten sowie die Techno-Agnostiker. Intellektuelle Sandkastenspielchen ohne empirische Unterfütterung. Einfach mal so hingeschrieben, um irgendwie die Naivlinge des Silicon Valley anzupinkeln. Maizière schwingt die Morozov-Keule gleich in Richtung der gesamten „Netzgemeinde“, um die niederschmetternde Kritik an der Netzpolitik seiner Regierung mit Teflonpfannen-Rhetorik abzuwehren. Dennoch wolle er das schnellste und sicherste Netz in Deutschland schaffen.

Wie im Koalitionsvertrag der GroKo schreibt der Innenminister viel über Sicherheit und wenig über die Modernisierung der digitalen Infrastruktur. Irgendwann habe ich aufgeführt, im FAZ-Beitrag die Häufigkeit des Wortes „Schutz“ zu zählen. Je gravierender die Risiken, desto höher müssten die Anforderungen an Schutzvorkehrungen sein.

„Auf freiwilliger Basis bestehende Angebote und Initiativen in Anspruch zu nehmen reicht hier nicht mehr aus!“ Der Staat müsse deshalb „Sicherheitsgurte für die IT der kritischen Infrastrukturen“ einführen.

Wird dann ein Melderegister eingeführt? Schafft man eine Cyber-Polizei, um Verstöße gegen die Meldepflicht aufzuspüren? Und bestimmt ist schon ein umfassender Bußgeld-Katalog in Arbeit, um den Ungehorsam bei der Meldepflicht zu ahnden. Das klingt nicht nach digitalen Visionen, sondern nach der Notwendigkeit eines Sondereinsatz-Kommondos, um das Überleben im Cyber-Krieg zu sichern. So wird das nichts mit der digitalen Kompetenz, Herr Minister. Bitte sagen Sie das Ihren Redenschreibern.

Größtmöglicher Unfug

Was soll man mit solchen Formulierungen anfangen?

„Wir wissen, dass wir beim Thema ‚IT-Sicherheit‘ verstärkt global denken müssen. Die Basis hierfür ist ein entschlossenes nationales Handeln Deutschlands. Die IT-Systeme und digitalen Infrastrukturen Deutschlands sollen die sichersten weltweit werden. Mit dem IT-Sicherheitsgesetz wollen wir international Vorreiter und Vorbild für die Entwicklung in anderen Ländern sein und so nicht zuletzt auch die deutschen IT-Sicherheitsunternehmen stärken und ihnen verbesserte Exportchancen eröffnen.“

Das sei der größtmögliche Unfug, moniert Innovationsberater Jürgen Stäudtner:

„Das Beispiel der De.Mail oder der elektronischen Gesundheitskarte zeigt, dass nur bürokratische, industriefreundliche Ungeheuer entstehen, die sich eben nicht durchsetzen“, so der Cridon-Geschäftsführer.

Ist das nun ein Ausfluss von naiven Techno-Optimismus, den da ein Praktiker der Wirtschaft artikuliert? Oder das kritische Urteil von Personalmanager Thomas Sattelberger über die IT-Expertise in Deutschland? auch nur naive Techno-Optimisten oder Techno-Agnostiker?

„Die USA sind das Digital House der Welt geworden und China das Maschinenhaus der Welt. Damit ist Deutschland im Sandwich zwischen digitaler Innovation und effizienter Produktion aus Asien. Zugleich entwickeln sich neue Felder wie IT, Biotech und Big-Data-Management in dramatischer Geschwindigkeit. Hier spielt Deutschland kaum eine Rolle.”

Die digitalen Naivlinge sitzen wohl eher am Kabinettstisch von Neuland-Kanzlerin Merkel. Diese Bemerkung sei mir gestattet, wo doch der Innenminister so gerne klassifiziert. Hinweis an Facebook: Dieser Beitrag ist keine S A T I R E!

Ab 20:15 Uhr diskutieren wir über die Digitale Agenda bei Bloggercamp.tv:

Siehe auch:

Verfassungsschutz soll mehr zur IT-Sicherheit beitragen.

Deutschland verschläft den digitalen Wandel.

Das Projekt ist einzuführen, es sei denn wirtschaftliche, technische oder organisatorische Gründe sprechen dagegen.

Wenn Pläne ökonomischen Unsinn produzieren – Ratschläge für Überraschungen und Regelbrüche in Organisationen

Sympathischer Unsinn

Sympathischer Unsinn

Manager sollten lieber ihren Kunden hinterher laufen, statt ihrem Plan, so der unkonventionelle Rat von Anne M. Schüller. Ähnlich sieht das der Organisationswissenschaftler Gerhard Wohland. Die gängige Managementlehre führt nach seiner Ansicht in viele Denkfallen. Sie geht von Voraussetzungen aus, die längst nicht mehr gelten. Über Generationen führ man gut damit, Managementprobleme mit den Methoden des industriekapitalistischen Taylorismus zu bearbeiten. „Fast die gesamte Betriebswirtschaftslehre ruht auf diesem Fundament“, so Wohland, Leiter des Instituts für dynamikrobuste Höchstleistung.

Diese Methodik machte Sinn, als die Märkte noch weit und träge waren. „Unter den Bedingungen enger und dynamischer Märkte ist sie das Problem, für dessen Lösung sie gehalten wird. Die Zukunft ist so unsicher geworden, dass ihre Vorwegnahme für Zwecke der Unternehmenssteuerung nicht mehr gelingt. So laufen Planung, Budgetierung und Anreizsysteme – die das Rückgrat des Taylorismus bilden ins Leere. Derart ihrer Orientierung beraubt, erzeugt die Steuerung statt Wertschöpfung mehr und mehr ökonomischen Unsinn“, erklärt Wohland.

Planung helfe bei Überraschungen nicht weiter. Hier würden sich Unternehmen schwertun, die klassisch organisiert seien. Das seien keine Höchstleister.

„Höchstleister gehen mit Problemen anders um. Sie planen nicht im Kontext hoher Dynamik. Denn da nutzt Planung überhaupt nichts. Mit Plänen werde ich berechenbar und kann leichter von der Konkurrenz angegriffen werden. Höchstleister sind hingegen die Quelle der Dynamik. Sie sorgen für Überraschungen, unter denen die anderen leiden. Deshalb ist es so wichtig zu wissen, wie diese Höchstleister funktionieren“, empfiehlt Wohland.

Viele Unternehmen in Deutschland seien keine Höchstleister. Sie würden aus dem bestehen, was sich in der Vergangenheit als funktionstüchtig erwiesen hat.

„Sie haben ihr eigenes Gedächtnis und halten sich damit mehr schlecht als recht über Wasser. Und es ist schon erstaunlich, was für ein Unsinn dabei herauskommt. Wenn man versucht, seine eigene Organisation durch Intelligenz zu verändern, kommt selten etwas Vernünftiges heraus. Die Beharrungskräfte sind einfach zu stark“, weiß Wohland.

Kreativität bleibe dabei auf der Strecke, meint Innovationsberater Jürgen Stäudtner:

„Wir haben einen Projektplan, ein klares Enddatum und kontrollieren regelmäßig, ob noch alles nach diesem Plan läuft. Dabei ist ein Projektplan und ein festgelegtes Ende überhaupt nicht relevant für den Erfolg eines Produktes. Dafür sind ganz andere Faktoren wesentlich entscheidender.“

Ein Werkzeug gegen verkrustete Planwirtschaft in Unternehmen sei das so genannte Labor, so Wohland. Ein Problem werde präzise und transparent vom Vorstand kommuniziert und sollte die Talente im Unternehmen provozieren, das Problem zu lösen.

„Die Wände des Labors sind gläsern. Jeder darf es besuchen und sich auf Augenhöhe mit den dort arbeitenden Talenten austauschen. Wenn das Labor erfolgreich ist, dann beginnt die Organisation mit dem Aufsaugen. Ein Change-Manager ist dabei nicht vonnöten. Das Ganze breitet sich von alleine aus und wirkt ansteckend. Es wächst die Bereitschaft, sich von dem alten Kram und den alten Zöpfen zu verabschieden. Wenn das eintritt, habe ich die Organisation überlistet“, sagt Wohland.

Die verkrusteten Strukturen könnten sich gegen das eigene Unternehmen wenden, so dass einem die eigene Macht im Weg steht.

„Und genau das muss geändert werden. Nur die Macht zu reduzieren oder Hierarchien abzuflachen, ist Romantik. Das sind irrationale Vorstellungen über das, was eine Organisation kann. Um Höchstleister zu werden, braucht man sogar Controller, die denken können. Sie sind ja nicht doof. Man braucht sie als Bündnispartner, um mit dynamischen Märkten fertig zu werden“, empfiehlt Wohland.

Das findet man aber nicht in den Lehrbüchern der BWL und schon gar nicht an den Business Schools, bestätigt Management-Experte Alexander Ross:

„Die Business-Schools sind überteuert, der Unterricht weltfremd, die Forschung schmalspurig und die MBA-Absolventen versagen in Serie.“

Ein MBA verwalte, würde aber nichts unternehmen. So weisen die Business-School-Experten Stuart Crainer und Des Dearlove darauf hin, dass MBA-Absolventen bei erfolgreichen Unternehmensgründungen auffallend unterrepräsentiert sind. Wenn sie selbstständig seien, dann meist mit einem Beratungsunternehmen.

Was an den meisten Manager-Kaderschmieden abgespult werde, sei reine Stoff-Bulimie, kritisiert Professor Michael Zerr, Präsident der Karlshochschule in Karlsruhe:

„Reinschaufeln, auskotzen, vergessen. So funktioniert die Wirtschaftswissenschaft bislang wie ein Jahrmarktsverkäufer. Hier noch eine Leberwurst und eine Salami – einen Büchsenöffner gibt es noch kostenlos dazu. Ein bisschen Jura, Mathe und Rechnungswesen. Regeln, Regeln, Regeln und das ist es dann“, beklagt sich Zerr.

Studenten sollten lernen, Dinge in Frage zu stellen, beispielsweise über den Sinn des Controllings.

„In erster Linie handelt es sich um eine Inszenierung von Rationalität. Unsere Studenten beschäftigen sich damit, wie man eine kalkulatorische Wirklichkeit inszeniert, welche Rituale sich im Management abspielen, welche Metapher verwendet werden, um in einer Organisation Mikropolitik zu machen. Das ist das Programm unserer Universität“, sagt Zerr.

Manager müssten heute intelligent stören.

Siehe auch:

Prozesse, Innovationen, Optimierungen und leere Worte: Die geheime Manager-Sekte im “Club der Phrasenschweine”.

Agile Produktentwicklung: Gehen wir noch in die richtige Richtung?

Maizière macht den Morozov: IT-Bürokratismus und digitales Trauerspiel

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Sicherheit statt digitale Visionen Sicherheit statt digitale Visionen

Bundesinnenminister Thomas de Maizière versucht in einem FAZ-Gastbeitrag krampfhaft, mit Ausflügen in die Meinungswelt des Silicon Valley-Dauerkritikers Evgeny Morozov der kritischen Netzgemeinde das Wasser abzugraben.

„In der Debatte über die Inhalte der ‚Digitalen Agenda‘ der Bundesregierung, die in dieser Woche vom Bundeskabinett verabschiedet wird, können wir alle von Morozov beschriebenen Positionen schon heute in der öffentlichen Diskussion finden. Dies hängt auch mit einem weiteren, aus meiner Sicht eher zweifelhaften Aspekt des digitalen Wandels zusammen: seiner enormen Schnelligkeit und der Gier der sogenannten Internetgemeinde (was ist daran eigentlich noch eine Gemeinde?) nach immer neuen Informationen, seien sie auch noch so klein oder vorläufig. So hat es nur Stunden gedauert, bis der erste Entwurf der Digitalen Agenda ‚geleakt‘ wurde. Nur wenig später folgten die ersten Verrisse der Technooptimisten sowie der naiven Technoagnostiker. Sodann wurden zwischenzeitlich durchgeführte Veränderungen und Konkretisierungen des Entwurfs als Einflussnahme der Hauptstadtlobbyisten hochstilisiert und verdammt“…

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Ten Illustrators To Follow Now

The WordPress.com Blog

From sketches to digital art narratives, here’s a visual journey into the worlds of ten illustrators on WordPress.com.

Brad Young

The drawings at Brad Young Art capture life’s little moments. From pen and ink to watercolor, and gardening to food to neighborhood spots, it’s easy to get lost sifting through Brad’s mix of doodles and sketches.

"Macchiato," Brad Young Art„Macchiato,“ Brad Young Art

Sarah Goodreau

Sarah Goodreau, an illustrator living in Amsterdam, has a distinct style marked with the warmth you’ll find in children’s picture books, as well as the mystery of surrealist landscapes. In addition to illustration, Sarah is interested in video and stop-motion animation.

"Oh, Geez," Sarah Goodreau„Oh, Geez,“ Sarah Goodreau

Marc Taro Holmes

At Citizen Sketcher, Montreal-based artist Marc Taro Holmes chronicles his location sketching, travel drawing, and plein air painting. His work-in-progress is refreshing, from airy landscapes to spirited pieces full of movement. When viewing his work, you can picture his hand moving…

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Wie gut ist Ihre/Eure Expertise für Videokommunikation? #StreamCamp14

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Hangouts

Führungskräfte sollten mehr über ihre Expertise für Kommunikation nachdenken – nach innen und außen. Denn zwei Drittel unserer Büroarbeitszeit bestehen aus Kommunikation – Gespräche mit Kollegen, Telefonate, Sitzungen, E-Mails, Berichte, Memos, Flurfunk und immer stärker auch Videokonferenzen.

„Das ist ein recht stabiler Wert, den wir in unseren Umfragen ermittelt haben. Und häufig ent- steht der Vorwurf, dass man ja nicht nur kommunizieren, sondern auch ‚schaffen‘ müsse. Dabei ist Kommunikation doch Arbeit und sollte technisch, organisatorisch und didaktisch professionalisiert werden“, fordert Dr. Josephine Hofmann vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) im Bloggercamp.tv-Interview.

Kommunikationskompetenz sei aber in fast allen Unternehmen und in der Managementausbildung ein eher unterbelichtetes Thema.

„Eine erweiterte Medien- und Inszenierungskompetenz wird nicht vermittelt. Das sollte aber die gleiche Relevanz bekommen wie die Technologie“, so die Erkenntnis von Hofmann.

Fraunhofer moniert die mangelha􏰀e Schulung. Dieses Thema gehöre dringend auf die Agenda der Personalabteilungen. Man benötige jetzt vor allem…

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Gaming: Der unterschätzte Kulturfaktor in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – Interview zur #Gamescom2014

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Gamescom

Der Mensch ist ein Spieler – und ohne seine Lust und Fähigkeit zum Spielen hätten sich viele Kulturformen nicht entwickelt: Dichtung, Recht, Wissenschaft, bildende Kunst oder Philosophie. Das hat der Kulturphilosoph Johan Huizinga schon vor rund 75 Jahren in seinem Buch „Homo Ludens“ konstatiert. Keine neue Erkenntnis also. Wenn man sich Schulen, Universitäten, Unternehmen und die Politik in unserer heutigen Zeit anschaut, ist davon nicht sehr viel übrig geblieben – in Deutschland. Gibt es einen Lehrstuhl für Ludologie? Fehlanzeige. Den findet man aber an der dänischen Kunstakademie, wo sich Jesper Juul wissenschaftlich mit Spielen und besonders mit Videogames auseinandersetzt. Gibt es Unternehmen, die sich im Management mit den Vorzügen des Spiels beschäftigen? Die muss man mit der Lupe suchen. Gibt es politische Initiativen, die die Gaming-Branche als Katalysator für die Digitalisierung nutzen? In Südkorea mit ihrem Framework Act on Information schon. Dort wurden und werden staatliche Milliarden-Beträge in die…

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Von digitaler Social Media-Sauce und dem Content Marketing-Nullsummenspiel #Bloggercamp.tv

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Frank Michna bei seiner Premiere als neues Bloggercamp.tv-Mitglied Frank Michna bei seiner Premiere als neues Bloggercamp.tv-Mitglied
Content sagt alles und nichts. Marketing sagt alles und nichts. Was kommt denn nun bei der Wortkombination Content Marketing heraus? Ein semantisches Nullsummenspiel und ein kommunikatives Trauerspiel. So könnte man die Bloggercamp.tv-Gesprächsrunde in erweiterter Formation zusammenfassen.

Die tägliche Begriffshuberei mit 50 oder 60 verschiedenen Definitionen führt jedenfalls nicht zur Klärung, moniert Kommunikationsexperte Frank Michna. Da werden Worte atomisiert, pulverisiert und wieder zusammen gebaut:

„Jede Woche wird ein neues Chart entwickelt, um zu zeigen, dass es nun doch eine Daseinsberechtigung für Content Marketing gibt. Es ist ein wenig jämmerlich, dass man sich so weit von Kommunikation entfernt.“

Die Verbindung mit Kommunikation und Information führe zu einer undurchschaubaren Wurstproduktion, die dem Verkaufen dienen soll.

„Wir müssen so langsam die Entscheidung treffen, was wir denn in den sozialen Netzwerken eigentlich machen. Marketing ist Preis, Distribution, Produkt und letztlich Absatzförderung“, erläutert Michna bei seinem Bloggercamp.tv-Debüt.

Content…

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14.000 Euro Gebühren für Auskunftsersuchen: Aus den Untiefen des Informationsfreiheitsgesetzes #IFG

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Der Staat Der Staat

Eine gute Botschaft, die der Internet-Law-Blogger Thomas Stadler postet:

„Das Vorgehen des Bundesministeriums des Inneren, einen Antrag auf Auskunft nach dem Informationsfreiheitsgesetz in mehrere Begehren aufzuspalten und dadurch 66 (!) gebührenpflichtige Amtshandlungen zu bescheiden, ist rechtswidrig und verstößt gegen § 10 IFG (a.F.). Das hat das Verwaltungsgericht Berlin mit Urteil vom 10.07.2014 (Az.: VG 2K 232.13) entschieden. Das BMI hatte von zwei Journalisten für ihr Auskunftsersuchen auf diese Art und Weise Gebühren und Auslagen von mehr als 14.000 Euro verlangt. Die Gebührenerhebung, so das VG Berlin, soll nach dem Willen des Gesetzgebers in einem Rahmen stattfinden, der eine prohibitive Wirkung für potentielle Antragsteller vermeidet.“

Das ist leider kein Einzelfall. Bei Anfragen von Journalisten und Bürgern überbieten sich die Behörden in der Kunst des Abwimmelns. Die Gummiparagrafen des IFG machen es möglich. Der Exekutive wird es leicht gemacht, unliebsam Fragende in die Schranken zu weisen. Ein stattlicher Anteil…

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Umberto Eco und die Ästhetik des Live-Fernsehens: Spontane Live-Videos mit Emotionen @ruhrnalist #bloggercamp.tv

Bloggercamp.tv Heimstudio

Bloggercamp.tv Heimstudio

Hangout on Air ist ein verkanntes Internetmedium: Schon der Name macht das Format in Deutschland nicht eben für den Alltagsgebrauch tauglich. Was steckt aber wirklich an Potenzial und Möglichkeiten im Medium für die TV-Autonomen? Was braucht es an Technik, Know-how und rechtlichen Voraussetzungen? Es gibt schon sehr erfolgreiche Beispiele dafür, wie man das Zwitterformat aus Google Plus und YouTube einsetzen kann. In Bloggercamp.tv haben wir das exzessiv unter Beweis gestellt: Von virtuellen Bier- und Weinproben bis zum Live-Übertragungsmarathon von der Agritechnica in Hannover wurde schon vieles ausprobiert. Selbst Kanzlerin Angela Merkel musste sich von uns „besiegen“ lassen, weil sich die liebwertesten Gichtlinge ihres Beraterstabes wohl nicht ausreichend über die medienrechtlichen Restriktionen im Vorfeld des geplanten Hangouts der Regierungschefin informiert hatte.

Hangout on Air, das klingt nicht nach einem seriösen Dienst in deutschsprachigen Ohren. Es hört sich eher wie Abhängen oder Herumhängen an. Ins Deutsche übersetzt bedeutet Hangout so viel wie die Bude, der Lieblingstreff oder das Stammlokal. Es liegt sicher nicht nur an dem flapsigen Namen, dass die Livestreaming-Technologie auch nach zwei Jahren immer noch wenig genutzt wird. Google Plus, die Plattform, auf welcher der Dienst läuft, befindet sich nicht in einem vitalen Zustand. Anders verhält es sich mit YouTube, der wichtigste Teil des Livestreaming-Dienstes von Google, denn hier werden die Hangouts aufgezeichnet. Wahrscheinlich wird der Suchmaschinen-Gigant die einzelnen Dienste wieder auf eigenständige Füße stellen, was die Akzeptanz von Hangout on Air sicherlich steigern würde.

Aber warum soll Hangout on Air ein Hidden Champion sein, wie wir es in unserem Hanser-Buch beschrieben haben? Es sind die Einfachheit und Schnelligkeit: So einfach, wie man mit diesem Dienst Videos erstellen und als multimedialen Inhalt auf seiner Seite einbetten kann, gibt es das sonst nirgends im Internet. Warum die Youtube-Stars noch nicht darauf gekommen sind, fragt man sich schon lange. Bisher nutzen sie Hangout on Air lediglich, um ihre Fans zu pflegen. Das liegt vielleicht auch daran, dass man bei einer Livesendung hinterher nichts mehr rausschneiden kann, und das sind die Youtuber bislang nicht gewohnt. Was viele nicht wissen: Mit der entsprechenden Software oder Hardware kann man aber auch live schneiden.

Zufall und Handlung

Hangout on Air ist ein faszinierendes und dazu noch kostenloses Tool, um sich der Ästhetik der Live-Übertragung zu verschreiben, wie es der italienische Wissenschaftler und Umberto Eco in seinem Band „Das offene Kunstwerk“ formuliert. Nur das Fernsehen könne Bilder erzeugen und zur Ansicht bringen, während sich die dargestellten Vorgänge ereignen – ohne die Möglichkeit der Wiederholung. Allein in der Improvisation des Jazz sieht Eco eine Parallele zum Live-Fernsehen. Auch der Fernsehregisseur stürze sich in ein Gestaltungsabenteuer. Es geht um Zufall und Handlung. Als Umberto Eco in den 60er Jahren seine Gedanken zur TV-Poetik zu Papier brachte, ging er noch von einem enormen technischen Aufwand mit Ü-Wagen, Regiepult, schweren Kameras und einem exorbitanten Personalaufwand aus. Bei den Social TV-Shows zur Generalversammlung der GLS Bank im Bochumer Ruhr Congress benötigte Bloggercamp.tv zwei Laptops, zwei Logitech-Kameras, ein Mikrofon mit Mischpult und ein winziges Smartphone. Wir machten in zwei Sendungen in jeweils knapp 30 Minuten Außenreportagen, vorproduzierte Einspieler und Interviews mit Vorständen, Filialleitern, Gründungsmitgliedern der ersten sozial-ökologischen Universalbank, wichtigen Kunden sowie Prominenten wie die Starköchin Sarah Wiener. Wir stellten Bioprodukte vor und übertrugen eine musikalische Kostprobe vom Schauspielhaus Bochum mit ihrem Singspiel „Bochum“. Es gab alle drei bis fünf Minuten ein neues Ereignis, unterschiedliche Kameraperspektiven, Regie und Moderation mit einer technischen Ausstattung, die in eine Reisetasche passt.

Big Show mit kleinem Budget

„Es soll Fernsehen sein – eine richtige Show mit vielfältigen Elementen, unterhaltsam, trotzdem mit viel Inhalt, ein Dutzend Gäste, mehrere Kameraperspektiven. Es darf nichts kosten, wird aber weltweit ausgestrahlt und mit Produktionsmitteln hergestellt, die wir bereits im Büro besitzen und die mit wenig Personal bedient werden. Big Show – low budget“, beschreibt TV-Journalist Kai Rüsberg aka @ruhnalist die beiden Sendungen, die er produzierte und auch die Regie führte: „Wir wollten unbedingt raus aus dem Studio – live mit Außenreportagen und per Einspielfilm, um einen Zeitsprung zu realisieren.“

Jeweils ein Dutzend Positionen standen auf dem Sendelaufplan. Das Team war minimal: ein Redakteur, der auch als Produktionsleiter und Regisseur fungierte und zusätzlich der Kameramann für die Außenreportagen war. Dazu ein Hangout-erfahrener Moderator, der zusätzlich die Kamerapositionen am Regiepult schalten musste und einen Blick auf die Zuschauerreaktionen hatte. Außerdem ein Praktikant, der die Gäste in die Sendung lotste und als Regieassistent einen Blick auf den Ablaufplan hielt. Für die Außenreportage stand eine gänzlich TV-unerfahrene Reporterin vor einer echten Herausforderung. Nicht viel Personal für zwei Live-Sendungen mit je einem Dutzend Sendeelementen und einem Dutzend Studiogästen.

„Von der ersten Minute an war es hektisch. Gesendet werden sollte in den Pausen der Veranstaltung. Doch die überzog um 20 Minuten. Unser ‚Stargast‘ Sarah Wiener stand dafür um so pünktlicher im improvisierten Studio und drohte wieder zu verschwinden. Also starteten wir die Übertragung, obwohl weit und breit keiner der übrigen Gesprächspartner zu sehen war.  Reporterin und Kameramann rückten ab zur Außenposition, der Platz des Regisseurs war daher verweist. Für die Außenübertragung aus einem entfernten Saal musste das Smartphone zuerst in ein neues WLAN-Netz eingebucht und dann in dem Hangout wieder angemeldet werden. Weil der Platz für die Bildregie verweist war, hätte in diesem Moment der Moderator (also ich) den Ton wegschalten müssen – während er mitten im Gespräch war. Überfordernd. Dadurch störten die Nebengeräusche der Außenreportage den Sendeton für ein bis zwei Minuten“, kommentiert Rüsberg das Geschehen.

Social TV-Show mit Sarah Wiener

Social TV-Show mit Sarah Wiener

Und auch die Bildregie konnte der Moderator nicht wie geplant übernehmen, während er durch die vielen Laufplan-Positionen mit durchaus anspruchsvollen Interviews führte. „So kam es während eines Interviews dazu, dass die Kameraposition Hangout-typisch automatisiert ständig hin- und hersprang: durch den Ton gesteuert. Im Sendebild war leider zumeist nicht die Totale, sondern die Moderatorenkamera zu sehen. Der Interviewgast war dann nur angeschnitten im Bild. Auch das zweite Highlight der SocialTV-Show bereitete Probleme. Ein irrtümlich freigeschaltetes Mikrofon sorgte für einen ungeplanten Echo-Effekt bei dem Musik-Gig des Schauspielhauses Bochum. Und dabei wird auch ein Problem von Hangout sichtbar: Durch die geringe Bildwiederholrate der Google-Übertragung wirken schnelle Handbewegungen an der Gitarre abgehakt und unnatürlich“, bemerkt der TV-Profi.

Doch Kritik von der Crowd gab es nicht. Das Unperfekte gehört bei Social TV dazu. Im Gegenteil: Viel wohlwollendes kam über die verschiedenen sozialen Netzwerke zurück. Es zählt das „Gesamtkunstwerk“:

„Was Sie da gemacht haben mit geringem technischem Aufwand, da hätten wir vom Bayerischen Rundfunk eine Großübertragung daraus gemacht. So viele Gesprächsgäste und dazu noch Außenreportagen. Das ist beeindruckend, was heute mit der Hilfe des Internets möglich ist“, meint ein Wirtschaftsredakteur des BR.

Und ein Konzernsprecher sagte uns:

„Wir machen auch Live-Streams von unseren Bilanzpressekonferenzen. Die Übertragungen kosten ein paar Tausend Euro plus Kamerateam. Aber solche moderierten Live-Shows sind wirklich auch sehr interessant.“

Spontane Live-Videos mit Emotionen

Und der Google-Experte Frank Schulz postet:

„Hangout on Air wird erwachsen… Sieht gut aus.“

Die Technik ist noch lange nicht ausgereizt.

„Social TV steckt in den Kinderschuhen. Besser gesagt, die Möglichkeiten und der gewaltige ‚Bums‘ dahinter sind noch nicht im Ansatz erkannt. Das mag mit der mangelnden Beweglichkeit der ‚alten‘ Bewegtbild-Generation zusammen hängen, kann aber natürlich auch mit der natürlichen Angst vor Veränderung und Marktneudefinition erklärt werden. Eines scheint sicher: Die Entwicklungen bei Social TV, Hangout & Co. werden die lokale Berichterstattung und das Segment der Spartensender komplett verändern. Wie sich in diesem Umfeld lokale Tageszeitungen, Radiosender und auch die großen privaten und öffentlichen Sendeanstalten entwickeln bleibt abzuwarten“, kommentiert Frank Michna von der MSWW PR-Agentur.

Denkt man das Thema einmal bis zum Ende, so entwickelt sich hier ein ungeheures Potential, das aber wiederum zu erheblichen Verschiebungen in der uns heute bekannten Berichterstattung führen werde:

„Das Senden und Empfangen wird noch einmal neu definiert, der Live-Charakter stellt ganz neue Anforderungen an alle Beteiligten. Das wird spannend“, so die Reaktion von Michna. Martin v. Berswordt-Wallrabe, Kommunikationsmanager von Berswordt-Wallrabe & Partner in Düsseldorf, lobt den Mut zur Spontanität und den effizienten Einsatz von „kleiner Technik“: „Inhalte und Atmosphäre stehen im Mittelpunkt.“ Und Peter Mock meint, dass es der richtige Weg sei. „Journalismus allein ist zu wenig. Der Nutzer will dabei sein, wenn ihn etwas interessiert.“

Fachlich betrachtet waren die Social TV-Shows auch aus Sicht von Kai Rüsberg ein Riesenerfolg:

„Ein Erfolg, weil es zeigt, wo engagiertes Social TV inzwischen angekommen ist. Emotionales, spontanes Live-Video mit verschiedenen Kamerapositionen und Außenübertragungen – alles Low-Budget. Man kann sich ausmalen, was mit diesem Setup noch alles möglich ist. Ich denke an moderierte Veranstaltungsbegleitung oder an Supra-Lokalfernsehen auf Stadtteilebene.  Ich werde das ausprobieren. Mitstreiter willkommen.“

Gute Gründe, um jeden Mittwochabend nach der Tagesschau bei den Bloggercamp.tv-Salonisten vorbeizuschauen.

Die Debatten in Live-Hangout laufen eigentlich immer sehr fair. Was man bei den schriftlichen Kommentaren, die bei klassischen Medien auflaufen, nicht immer sagen kann. Da sollte man mehr Hangout-Runden mit Lesern organisieren.

Big Show mit kleinem Budget: #Bloggercamp.tv jeden Mittwochabend nach der Tagesschau :-)

ichsagmal.com

Livestreaming beim StreamCamp - in diesem Jahr in München am 18. und 19. Oktober Livestreaming beim StreamCamp – in diesem Jahr in München am 18. und 19. Oktober

Hangout on Air ist ein verkanntes Internetmedium: Schon der Name macht das Format in Deutschland nicht eben für den Alltagsgebrauch tauglich. Was steckt aber wirklich an Potenzial und Möglichkeiten im Medium für die TV-Autonomen? Was braucht es an Technik, Know-how und rechtlichen Voraussetzungen? Es gibt schon sehr erfolgreiche Beispiele dafür, wie man das Zwitterformat aus Google Plus und YouTube einsetzen kann. In Bloggercamp.tv haben wir das exzessiv unter Beweis gestellt: Von virtuellen Bier- und Weinproben bis zum Live-Übertragungsmarathon von der Agritechnica in Hannover wurde schon vieles ausprobiert. Selbst Kanzlerin Angela Merkel musste sich von uns „besiegen“ lassen, weil sich die liebwertesten Gichtlinge ihres Beraterstabes wohl nicht ausreichend über die medienrechtlichen Restriktionen im Vorfeld des geplanten Hangouts der Regierungschefin informiert hatte.

Rotations-Merkel Rotations-Merkel

Hangout on Air, das klingt nicht nach einem seriösen Dienst in deutschsprachigen Ohren. Es hört…

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